Auf der Wiese vor Schloss Garath wei­den jetzt Schafe für mehr Artenreichtum,©Landeshauptstadt Düsseldorf/Gartenamt

 

Auf der Wiese vor Schloss Garath wei­den jetzt Schafe. Im Auf­trag der Stadt hat ein Land­wirt am Mitt­woch, 26. April, die ers­ten 24 Schafe unter­ge­bracht. Es sind 21 Rhön­schafe und drei Heid­schnu­cken. Im Laufe der kom­men­den Tage fol­gen rund 15 wei­tere Tiere. Durch die Bewei­dung wird die Wiese von auf­kom­men­den Klein­ge­höl­zen und vom Rie­sen­bä­ren­klau befreit. Ziel ist es, die Wiese auf diese natür­li­che Weise noch arten­rei­cher zu entwickeln.

Die Schafe wer­den im Anschluss wie­der von der Flä­che genom­men, damit über den Som­mer Wie­sen­kräu­ter und Grä­ser wach­sen kön­nen. Eine zweite sowie gege­be­nen­falls dritte Bewei­dung ist je nach Auf­wuchs für den Som­mer und Spät­som­mer geplant.

Hin­ter­grund
Der Rie­sen­bä­ren­klau (Her­ku­les­staude) ist eine inva­sive Pflanze, die beim Men­schen all­er­gi­sche Reak­tio­nen aus­lö­sen kann. Für die Schafe ist die Pflanze völ­lig unge­fähr­lich – die Jung­pflan­zen wer­den von den Tie­ren gerne abge­fres­sen. Bereits vor eini­gen Jah­ren hatte die Stadt den Rie­sen­bä­ren­klau auf der Wiese vor dem Gara­ther Schloss weit­ge­hend besei­tigt: In einem ers­ten Schritt sind die Pflan­zen aus­ge­gra­ben wor­den – es han­delte sich um meh­rere tau­send Pflan­zen. Anschlie­ßend ist auf der Flä­che ein regio­na­les Wie­sen­saat­gut aus­ge­bracht wor­den. Nach­ar­bei­ten sind nach aktu­el­lem Stand noch erfor­der­lich, denn aus den ver­blie­be­nen Samen des Rie­sen­bä­ren­klaus sind noch ein­zelne Pflan­zen aus­ge­trie­ben. Die Bekämp­fung muss kon­ti­nu­ier­lich über Jahre erfol­gen, denn die Samen sind acht bis zehn Jahre überlebensfähig.