Stell­ten am Gus­taf-Gründ­gens-Platz die 100. Sha­ring-Sta­tion vor: Mobi­li­täts­de­zer­nent Jochen Kral, Katha­rina Metz­ker, Lei­te­rin des Amtes für Ver­kehrs­ma­nage­ment, und Dr. David Rüdi­ger, Con­nec­ted Mobi­lity Düs­sel­dorf (v.r.) ‚©Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf, Michael Gstettenbauer

 

Erfolg­rei­ches E‑S­coo­ter-Manage­ment der Lan­des­haupt­stadt im Stadtzentrum

Mit 100 mar­kier­ten Park­flä­chen für das sichere und ordent­li­che Abstel­len von Leih-Rädern, Leih-Scoo­tern und Leih-Mopeds hat die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf seit Anfang 2021 das bis­lang größte Sha­ring-Sta­ti­ons-Netz­werk Nord­rhein-West­fa­lens auf­ge­baut. Dies wurde am Mon­tag, 14. August, an der 100. Sha­ring-Sta­tion mit einem Infor­ma­ti­ons- und Fahr­si­cher­heits­tag auf dem Gus­taf-Gründ­gens-Platz gefeiert.

“In den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren ist es uns gelun­gen, das Scoo­ter-Par­ken in der Innen­stadt zu regu­lie­ren und stadt­ver­träg­lich zu gestal­ten”, sagte Jochen Kral, Umwelt- und Mobi­li­täts­de­zer­nent der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf mit Hin­blick auf das Sta­ti­ons­prin­zip und die stadt­spe­zi­fi­schen und mar­kan­ten Sta­tio­nen. Er führte aus, dass die ver­kehr­li­che Situa­tion sich erheb­lich ver­bes­sert habe. Dies zeige sich auch an einem deut­li­chen Rück­gang der Beschwerden.

Bis­lang deckt das eng­ma­schige Netz­werk mit einer Sta­ti­ons­dichte von 35 Sta­tio­nen pro Qua­drat­ki­lo­me­ter flä­chen­de­ckend die Stadt­teile Alt­stadt, Carl­stadt und Stadt­mitte ab. Der wei­tere Aus­bau für das rest­li­che Stadt­ge­biet folgt, wie Jochen Kral näher erläu­tert: “In den kom­men­den Mona­ten und Jah­ren wol­len wir uns wei­ter nach außen arbei­ten und Sha­ring-Sta­tio­nen an stra­te­gisch ent­schei­den­den Orten errich­ten. Dazu zäh­len beson­ders die Stadt­teil­zen­tren sowie die Hal­te­punkte des öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehrs und andere Orte öffent­li­chen Inter­es­ses.” Dies stärke inter- und mul­ti­mo­dale Wege­ket­ten sowie den ÖPNV.

Grund­lage für die effi­zi­ente Steue­rung von E‑Scootern und ähn­li­chen Fahr­zeu­gen ist eine moderne IT- und Daten­bank-Archi­tek­tur. Die Stadt­toch­ter Con­nec­ted Mobi­lity Düs­sel­dorf GmbH (CMD), die im Auf­trag der Lan­des­haupt­stadt die Sha­ring-Sta­tio­nen plant und rea­li­siert, hat eine smarte Daten­ana­lyse-Platt­form ent­wi­ckelt. “Unsere Daten­ana­lyse-Platt­form erfasst, ver­wal­tet und visua­li­siert Daten der ver­schie­de­nen Sha­ring-Anbie­ter und ande­ren Quel­len. So kön­nen wir Park­vor­gänge auto­ma­ti­siert über­wa­chen und unsach­ge­mä­ßes Abstel­len bei­spiels­weise auf Brü­cken oder in Rhein­nähe ver­hin­dern”, erklärte Dr. David Rüdi­ger, tech­ni­scher Geschäfts­füh­rer der CMD, und ergänzt: “Die Aus­wer­tung der Daten lie­fert zudem wert­volle Erkennt­nisse für die Pla­nung und den Betrieb des Netzwerkes.”

Am Infor­ma­ti­ons- und Fahr­si­cher­heits­tag konn­ten sich die Men­schen über das bestehende Netz­werk mit den aktu­el­len Stand­or­ten sowie den künf­ti­gen Aus­bau infor­mie­ren. Der Fokus der Ver­an­stal­tung lag auf Fahr­si­cher­heits­the­men. Gemein­sam mit der Düs­sel­dor­fer Ver­kehrs­wacht und den Sha­ring-Anbie­tern Bolt, Check, Lime, Tier und Voi bot die CMD ver­schie­dene Infor­ma­ti­ons- und Akti­ons­an­ge­bote an, wie bei­spiels­weise einen Par­cours für E‑Scooter, bei dem die Teil­neh­men­den die Regeln für die Teil­nahme am Stra­ßen­ver­kehr sowie rele­vante Sicher­heits­aspekte spie­le­risch erler­nen konn­ten. Viele Besu­che­rin­nen und Besu­cher nut­zen die Chance und nah­men am ange­bo­te­nen Seh- und Reak­ti­ons­test teil oder pro­bier­ten den E‑S­coo­ter-Simu­la­tor aus.

Aktu­ell besteht das Netz­werk aus rund 100 Sha­ring-Sta­tio­nen. Bis 2030 wird es meh­rere hun­dert Sha­ring-Sta­tio­nen im gesam­ten Stadt­ge­biet geben, die zusam­men mit den par­al­lel im Auf­bau befind­li­chen Netz­werk an Mobi­li­täts­sta­tio­nen ein leis­tungs­star­kes Netz­werk an neuer, effi­zi­en­ter Mobi­li­tät bieten.