Ober­bür­ger­meis­ter Ste­phan Kel­ler träg sich als ers­ten in das Kon­do­lenz­buch ein Foto: Lokalbüro

 

Die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf trau­ert um einen ihrer her­aus­ra­gen­den Per­sön­lich­kei­ten: Udo van Mee­te­ren ver­starb am 8. Januar 2024 im Alter von 97 Jah­ren in sei­ner Hei­mat­stadt. Ein Leben vol­ler Erfolge, Enga­ge­ment und sozia­lem Wir­ken fand damit sei­nen Abschluss.

Udo van Mee­te­ren wurde am 26. Mai 1926 in Mül­heim an der Ruhr gebo­ren. Nach dem Abitur begann er sein Stu­dium im Bereich Maschi­nen­bau und Berg­bau an der Tech­ni­schen Hoch­schule in Aachen. Die Kriegs­jahre präg­ten ihn nach­hal­tig – er diente als Fun­ker bei der Luft­waffe und geriet in ame­ri­ka­ni­sche und fran­zö­si­sche Kriegs­ge­fan­gen­schaft. Nach sei­ner Frei­las­sung trat er 1952 dem Michel-Kon­zern bei und wurde 1956 in den Vor­stand der Braun­koh­le­kraft­werk Neu­r­ath AG berufen.

Die unter­neh­me­ri­sche Kar­riere von Udo van Mee­te­ren erstreckte sich über meh­rere Jahr­zehnte. Von 1959 bis 1980 enga­gierte er sich als Kom­man­di­tist des renom­mier­ten Bank­hau­ses Trink­haus & Burk­hardt. Ab 1970 war er als selbst­stän­di­ger Unter­neh­mer tätig und wirkte in ver­schie­de­nen Auf­sichts- und Ver­wal­tungs­rä­ten im In- und Aus­land. Seine unter­neh­me­ri­sche Weit­sicht führte zu Grün­dun­gen und Betei­li­gun­gen an Unter­neh­men in Deutsch­land, den USA und Kanada.

Beson­ders her­aus­ra­gend war sein lang­jäh­ri­ges Enga­ge­ment im Stif­ter­ver­band. Von 1972 bis 2013 gehörte Udo van Mee­te­ren dem Lan­des­ku­ra­to­rium Nord­rhein-West­fa­len an. Zusätz­lich wirkte er von 1995 bis 2013 im Stif­tungs­rat des Deut­schen Stif­tungs­zen­trums und wurde dort bis zuletzt als Ehren­mit­glied geschätzt.

Im Jahr 1980 grün­dete er die STIFTUNG VAN MEETEREN – eine gemein­nüt­zige Stif­tung, die sein Ver­mächt­nis fort­setzt. Die Stif­tung för­dert Wis­sen­schaft und For­schung, soziale und kari­ta­tive Zwe­cke, Natur- und Umwelt­schutz, Völ­ker­ver­stän­di­gung sowie kul­tu­relle Belange. Ins­be­son­dere unter­stützte sie Pro­gramme des Stif­ter­ver­ban­des, dar­un­ter das Trans­fer­ba­ro­me­ter und das Qua­li­täts­netz­werk Dua­les Studium.

Die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf kon­do­liert Udo van Mee­te­ren, ihrem Ehren­bür­ger, in einer öffent­li­chen Trau­er­zeit bis zum 23. Januar. Ein Kon­do­lenz­buch liegt im Rat­haus aus, beglei­tet von Trau­er­flor als Zei­chen des Respekts. Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler hat als ers­ter Bür­ger der Stadt sich in das Kon­do­lenz­buch ein­ge­tra­gen und wür­digt damit das Leben und Wir­ken eines außer­ge­wöhn­li­chen Men­schen, der durch sein Enga­ge­ment und seine Groß­zü­gig­keit blei­bende Spu­ren hinterlässt.

 

Ein­trag von OB Ste­pahn Kel­ler Foto: LOKALBÜRO