Podi­ums­ge­spräch im Rah­men des Auf­takts der neuen Ver­an­stal­tungs­reihe “Forum Opern­haus der Zukunft” im Foyer des Düs­sel­dor­fer Opernhauses,©Landeshauptstadt Düsseldorf/David Young

 

Auf­takt am 29. Januar im Foyer des Opern­hau­ses mit OB Dr. Ste­phan Keller

Die neue Ver­an­stal­tungs­reihe “Forum Opern­haus der Zukunft”, die die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf zusam­men mit der Deut­schen Oper am Rhein aus­rich­tet, hat am Mon­tag, 29. Januar, ihren Auf­takt gefei­ert. In der ers­ten Ver­an­stal­tung ging es um die Frage, wie das Opern­haus der Zukunft als neuer “Drit­ter Ort” für die diverse Stadt­ge­sell­schaft Kul­tur, Teil­habe und gesell­schaft­li­ches Mit­ein­an­der ver­bin­den kann. Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler sprach nach der Begrü­ßung durch Chris­toph Meyer, Gene­ral­inten­dant der Deut­schen Oper am Rhein Düs­sel­dorf Duis­burg, ein Grußwort.

“Der Neu­bau der Oper ist eine Inves­ti­tion in die Zukunft, von der die Gene­ra­tio­nen nach uns pro­fi­tie­ren sol­len und wer­den. Das neue Opern­haus soll ein städ­te­bau­li­ches Leucht­turm­pro­jekt mit inter­na­tio­na­ler Strahl­kraft wer­den”, sagte OB Dr. Ste­phan Kel­ler: “Es soll zudem, über den Opern­be­trieb hin­aus, zum Treff­punkt der Stadt­ge­sell­schaft wer­den — ein soge­nann­ter ‘Dritte Ort’. Daher laden wir auch alle Düs­sel­dor­fe­rin­nen und Düs­sel­dor­fer herz­lich ein, die­sen Ort mit Ideen und Wün­schen mit­zu­ge­stal­ten. Das ‘Forum Opern­haus der Zukunft’ ist eines von vie­len For­ma­ten, die die­sen krea­ti­ven Aus­tausch direkt ermög­li­chen sollen.”

Prof. Ger­not Wolf­ram, Pro­fes­sor für Medien- und Kul­tur­ma­nage­ment an der Ber­li­ner Hoch­schule Macro­me­dia, eröff­nete die Ver­an­stal­tung mit der Key­note “Dritte Orte: Räume für ein neues Mit­ein­an­der”. Im Anschluss erläu­terte Miriam Koch, Bei­geord­nete für Kul­tur und Inte­gra­tion, den aktu­el­len Stand des Neu­bau-Pro­jek­tes, bevor in einem Podi­ums­ge­spräch beide Refe­ren­ten mit den Gäs­ten Ernest Ampadu (stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der, Haus der Kul­tu­ren Düs­sel­dorf e.V.), Michaela Dicu (Lei­te­rin Junge Oper am Rhein) und Ste­phan Schwe­ring (Lei­ter Zen­tral­bi­blio­thek Düs­sel­dorf) Chan­cen und Per­spek­ti­ven einer Öff­nung zu einem “Drit­ten Ort” dis­ku­tier­ten. Mode­riert wurde die Dis­kus­sion, bei der auch das Publi­kum mit Wort­bei­trä­gen ein­ge­bun­den wurde, von der Kul­tur­jour­na­lis­tin Dr. Chris­tiane Hoffmans.

Bei­geord­nete Miriam Koch: “Ein neues Opern­haus baut man nicht mal eben so. Wir haben das neue Raum- und Funk­ti­ons­pro­gramm in vie­len Work­shops ent­wi­ckelt. Es muss zum Bei­spiel bar­rie­re­frei und leicht zugäng­lich sein, gleich­zei­tig brau­chen wir auch in Zukunft geschützte Räume, um Raum für Krea­ti­vi­tät bereit­zu­stel­len. Wenn wir es in Düs­sel­dorf schaf­fen, ein Opern­haus der Zukunft zu gestal­ten, das welt­weit einen neuen Stan­dard setzt, dann bin ich zufrieden.”

Die Aus­schrei­bung für einen inter­na­tio­na­len Archi­tek­tur­wett­be­werb wird der­zeit erar­bei­tet. Dabei ist die Schaf­fung eines “Drit­ten Ortes” als inte­gra­ler Bestand­teil des Opern­hau­ses der Zukunft ele­men­ta­rer Teil der Anfor­de­run­gen an das Kon­zept. Geschaf­fen wer­den soll ein inter­ak­ti­ver Treff­punkt für alle Gesell­schafts­grup­pen, der sowohl als diver­ser “Inter­cul­tu­ral Hub” als auch als Bil­dungs­ort ins­be­son­dere für Kin­der und Jugend­li­che dient.

Key­note-Spea­ker Prof. Dr. Ger­not Wolf­ram: “Düs­sel­dorf hat das Poten­zial, etwas Ein­zig­ar­ti­ges zu schaf­fen. An einem Drit­ten Ort wird die gesamte Stadt­ge­sell­schaft ver­mischt, wie an kei­nem ande­ren Ort sonst. Kom­mu­ni­ka­tion ist hier die zen­trale Wäh­rung, um sich mit­ein­an­der ver­bun­den zu füh­len und Com­mu­ni­ties zu bil­den. Dritte Orte sind ein Embryo der Demo­kra­tie. Und das sollte jetzt beginnen.“

Hin­ter­grund
Die neue Ver­an­stal­tungs­reihe “Forum Opern­haus der Zukunft” beschäf­tigt sich unter ande­rem mit inhalt­li­chen und pro­gram­ma­ti­schen Kon­zep­ten, Stra­te­gien der Öff­nung und Teil­habe, der Bedeu­tung des Neu­baus für Wirt­schaft und Tou­ris­mus sowie mit den Zukunfts­the­men Nach­hal­tig­keit und Digi­ta­li­sie­rung rund um das kul­tu­relle und städ­te­bau­li­che Jahr­hun­dert­pro­jekt. Inhalt­lich knüpft sie an die bis­he­ri­gen For­mate der zwei Pha­sen der Öffent­lich­keits­be­tei­li­gung der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf zum Opern­haus der Zukunft an. Was macht das Opern­haus der Zukunft aus, wel­che Räume braucht es, die über die Kern­funk­tion als zukunfts­wei­sende Pro­duk­ti­ons- und Spiel­stätte für Oper und Bal­lett hin­aus­wei­sen? Dies sind Fra­gen, die in die­sem Kon­text unter ande­rem dik­su­tiert werden.

Nach dem Auf­takt im Opern­haus geht die Ver­an­stal­tungs­reihe auf Tour durch Düs­sel­dorf. Fort­ge­setzt wird das “Forum Opern­haus der Zukunft” zum Thema “Inter­na­tio­nale Kul­tur­stadt” am Mon­tag, 18. März, in der Aula der Kunst­aka­de­mie. Die Teil­nahme für Inter­es­sierte ist kos­ten­frei. Wei­tere Infor­ma­tio­nen folgen.

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