Die mobile Video­über­wa­chung an der Rhein­pro­me­nade © Lokalbüro

 

Die Feu­er­werks­ver­bots­zone in der Düs­sel­dor­fer Alt­stadt wurde auch in die­sem Jahr weit­ge­hend miss­ach­tet. Trotz mas­si­ver Prä­senz von Poli­zei und Ord­nungs­amt ent­lud sich das Gesche­hen bereits kurz nach 22 Uhr in einem Feu­er­werk aus Böl­lern, Rake­ten und Sprüh­fon­tä­nen – beson­ders kon­zen­triert am Burg­platz und ent­lang des Rhein­ufers unter­halb des Schlossturms.

Die Behör­den, die wie­der­holt Feu­er­werks­kör­per beschlag­nahm­ten, konn­ten der Flut an ille­ga­lem Mate­rial kaum Herr wer­den. Besu­cher brach­ten Pyro­tech­nik offen in Ruck­sä­cken und Tüten mit, wäh­rend Zün­dun­gen von den Fei­ern­den mit Applaus gefei­ert wur­den. Einige Grup­pen nutz­ten die Zün­dun­gen offen­bar als Pro­vo­ka­tion gegen die Ordnungskräfte.

Gefähr­li­che Sze­nen präg­ten die Nacht. Rake­ten wur­den wie­der­holt in Men­schen­men­gen gewor­fen, was zu pani­schen Aus­weich­ma­nö­vern führte. Eine Frau erlitt erheb­li­che Ver­bren­nun­gen, als Feu­er­werks­kör­per ihre Haare ent­zün­de­ten. Junge Män­ner insze­nier­ten ris­kante Aktio­nen um sprü­hende Fon­tä­nen als eine Art Mutprobe.

Gegen Mit­ter­nacht wurde es in der über­füll­ten Alt­stadt zuneh­mend chao­tisch. Die engen Gas­sen, etwa auf der Bol­ker- und Flin­ger­straße, waren kaum pas­sier­bar. Viele Besu­cher, dar­un­ter auf­fal­lend viele stark alko­ho­li­sierte Jugend­li­che, tru­gen zur ange­spann­ten Lage bei.

Trotz der Her­aus­for­de­run­gen konnte die Poli­zei Schlim­me­res ver­hin­dern. Die abschlie­ßende Bilanz des Ein­sat­zes wird zei­gen, ob diese erste Ein­schät­zung Bestand hat. Fest steht: Das Feu­er­werks­ver­bot in der Alt­stadt bleibt eine kaum durch­setz­bare Maßnahme.

 

Rund um die Alt­satdt waren Schil­der zum Feu­er­werks­ver­bot ange­bracht © Lokalbüro