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Im Chemilkalienschutzanzug steht der Reservetrupp bereit, falls einer der eingesetzten Feuerwehrleute aus der Halle gerettet werden muss.        Foto: Feuerwehr Düsseldorf

Dienstag, 17. Mai 2016, 10.45 Uhr, Säurealarm an der Weizenmühlenstraße!
Dienstagmorgen meldeten Künstler aus dem Ex – Muskatorwerk im Hafen den Austritt einer unbekannten, stechend-stinkenden Flüssigkeit.

Umweltschutz alarmiert
Die Leitstelle der Feuerwehr alarmierte den Gefahrstoffzug der Feuerwache Wersten, die Löschgruppe Umweltschutz von der Freiwilligen Feuerwehr, weitere Löschfahrzeuge und Sondereinheiten der Wachen Hüttenstraße, Posener Straße, den städtischen Rettungsdienst mit Notarzt.

Als die Feuerwehr ankam, führten mehrere, dort legal arbeitende Künstler, die Wehrmänner zu einer leer stehenden Halle auf dem Gelände der ehemaligen Muskatorwerke. Dort standen zwei 1.000 Liter Kunststofftanks. Einer war zur Hälfte gefüllt und leck. Der andere war zu zweidrittel voll – aber dicht.

Die wichtigste Frage war zunächst: Hat sich jemand an der ausgelaufenen Säure verletzt? Das war nicht der Fall. Danach informierte der Einsatzleiter das städtische Umweltamt und das Landesumweltamt (LANUV).

Viele Lecks
Aus dem undichten Kunststofftank waren etwa 200 Liter Flüssigkeit ausgetropft – gleich aus mehreren Löchern. Trotz mehrerer Versuche gelang es den Feuerwehrleuten nicht, die Leckagen im Tank provisorisch abzudichten.

Ein hartes Stück Arbeit. Denn: Aus Sicherheitsgründen konnten die Feuerwehrleute nur unter Vollschutzkleidung arbeiten. Bei Temperaturen von etwa 20 Grad war das sehr anstrengend.

Letztlich gelang es den Rettern, die Säure mit einer Spezialpumpe in einen Ersatztank der Feuerwehr umzufüllen. Die ausgetretene Säure (etwa 200 Liter) stand einige Zentimeter hoch, verseuchte etwa 30 qm Hallenboden. Sie wurde mit speziellem Säurebinder aufgenommen und entsorgt.

Das Landesumweltamt identifizierte den Gefahrstoff als Propionsäure. Ein Gefahrstoff, der sehr gefährlich für den Menschen sein kann! Aufenthalt im Gefahrenbereich ist nur mit voller Schutzkleidung und mit Atemschutzgerät erlaubt. Zudem besteht Brandgefahr!

Quelle: Feuerwehr Düsseldorf