Blut­bu­che im Hof­gar­ten Foto: LOKALBÜRO

 

Ein wei­ßer Gnom im Hof­gar­ten? Ok, das Stan­des­amt ist zwar gleich um die Ecke. Doch alle­mal kein Grund, dort her­um­zu­spu­ken. Lokal­büro fragte nach, die Erklä­rung ist ebenso sim­pel wie anrührend.

Der weiße Gnom auf die­ser 180 Jahre alten Blut­bu­che ist kein Kunst­werk son­dern simp­ler Schutz­an­strich. Eine Art Sonnencreme.

Denn genau an der weiß mar­kier­ten Stelle hat sich der ehr­wür­dige alte Herr einen bösen, lebens­be­droh­li­chen Son­nen­brand am Stamm ein­ge­fan­gen. Warum? Fast eine Art Familiendrama.

Sein knapp 190 Jahre alter gro­ßer Bru­der, der den Stamm über all die Jahr­zehnte mit sei­nen Blät­tern vor der Sonne geschützt hat, ist weg. Michael Hor­nung, Gar­ten­amt: „Der alte Riese ist lei­der Sturm Ela zum Opfer gefal­len. Der Son­nen­schutz für den Nach­barbaum fehlte plötz­lich, die Folge waren hef­tige Ver­bren­nun­gen. Die Rinde blät­terte ab. Aber wir wer­den alles dafür tun, die­sen wun­der­schö­nen Baum zu erhalten.“

Dafür von Her­zen viel Erfolg – wünscht das Lokalbüro.