Foto: LOKALBÜRO

 

Die „boot“ – 19 bis 25 Euro kostet der Eintritt in die glitzernde Traumwelt der Schönen & Reichen. Vom ersten bis zum letzten Tag, von 10 bis 18 Uhr. Blöd nur: Am letzten Tag verliert ihr sauer verdientes Eintrittsgeld rapide an Wert. Denn da haben es einige Traum-Verkäufer plötzlich verdammt eilig. Lange vor 18 Uhr…

Schwarze Schafe
Auf dem Stand der Luxus-Yachtbauer von Solaris demontierte man ein Traumschiff bereits um 17.05 Uhr – Besuch unmöglich.
In Halle 15 stand um 16.50 Uhr ein kleiner weinroter, durchaus interessanter Traditions-Segler aus Großbritannien. Mutterseelenallein. Nur ein Schild verriet auf englisch: Da kein Aufsichtspersonal vor Ort ist, ist eine Besichtigung unmöglich.

Frikadellen – nein danke
Und auch die Versorgung von Gästen und Ausstellern leidet – am letzten Tag.
Im „Fresh up“ der Halle 11 gab’s bereits ab 14 (!) Uhr keine Frikadellen mehr. Begründung: „Wenn wir jetzt noch einen Karton öffnen, kriegen wir die Frikadellen bis 18 Uhr nicht mehr verkauft.“

Probleme, die dem zahlenden Messegast im Zweifel ziemlich schnuppe sind. Und: Warum werden mögliche Rest-Klopse nicht an das schwer arbeitende Abbau-Personal verkauft?

Das sagt die boot
Tanja Vellen, Sprecherin der boot-Messe ist von all dem „not amused“: „Die Aussteller sind verpflichtet, den Stand bis 18 Uhr zu betreiben, zu beraten oder zu verkaufen. Wir kontrollieren das auch. Wer es nicht tut und erwischt wird, bekommt eine Verwarnung.“

Aha. Na vielleicht sollte man im Interesse der Gäste mal über die Verstärkung der Kontrollen nachdenken.

Nicht nur schwarze Schafe
Zum Glück gibt es auch viele gute Beispiele, wo Kontrolleure sicher nicht vorbeischauen brauchen. Zum Beispiel auf dem Stand von Sirius. Das wuselige Personal der kleinen Werft war samt Chef bis zum Schluß willens und bereit, wirklich jede, auch die dämlichste Frage zu beantworten.

LB meint: Nur wer seine Gäste ernst nimmt, wird auch mit einem guten Image belohnt.