Dr. Udo Brock­meier, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Stadt­werke Düs­sel­dorf AG, Jan-Hen­drik Schmitz, Sie­mens, und Prof. Dr. Andreas Pink­wart, Minis­ter für Wirt­schaft, Inno­va­tion, Digi­ta­li­sie­rung und Ener­gie des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len. Foto: Stadt­werke Düsseldorf

 

Minis­ter Pink­wart besich­tigte inno­va­tive Hightech-Anlagen

Er arbei­tet prä­zise, rasch und sicher: ein inno­va­ti­ver Robo­ter der Firma Kawa­saki, der zur­zeit im Kraft­werk Laus­ward im Rah­men einer regu­lä­ren Revi­sion im Ein­satz ist. Seine Auf­gabe: der Aus­tausch der rund 500 Kilo­gramm schwe­ren Bren­ner der offe­nen Gas­tur­bine – eine Mil­li­me­ter­ar­beit. Tur­bi­nen­her­stel­ler Sie­mens tes­tet den Prä­zi­si­ons­ro­bo­ter und wei­tere Inno­va­tio­nen in einem der moderns­ten Gas­kraft­werke der Welt: Block „For­tuna“. Heute infor­mierte sich Prof. Dr. Andreas Pink­wart, Minis­ter für Wirt­schaft, Inno­va­tion, Digi­ta­li­sie­rung und Ener­gie des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len, vor Ort dar­über, wie die inno­va­tive Maschine an die­sem beson­de­ren Ort arbeitet.

Eine Neu­heit in Düs­sel­dorf: Erst­mals kommt bei der tur­nus­mä­ßi­gen Inspek­tion von Block „For­tuna“ ein Robo­ter des japa­ni­schen Kon­zerns Kawa­saki Heavy Indus­tries zum Ein­satz. Das Gas­kraft­werk befin­det sich aktu­ell im vier­ten Betriebs­jahr und gehört – seit es 2016 in Betrieb genom­men wurde – zu den moderns­ten und effi­zi­en­tes­ten Gas­kraft­wer­ken der Welt. Mit einer Ein­spa­rung von mehr als einer Mil­lion Ton­nen CO2 im Jahr leis­tet es zudem den bis­lang größ­ten Bei­trag zur ange­streb­ten Kli­ma­neu­tra­li­tät in der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf. Die Bereit­schaft, in inno­va­tive Tech­no­lo­gie zu inves­tie­ren, hat sich bei den Stadt­wer­ken Düs­sel­dorf bewährt. Zur Inno­va­tion gehö­ren auch das Expe­ri­men­tie­ren und Aus­pro­bie­ren neuer Technologien.

„In Nord­rhein-West­fa­len gestal­ten wir Inno­va­tio­nen, die für den tech­no­lo­gi­schen und wirt­schaft­li­chen Fort­schritt von gro­ßer Bedeu­tung sind. Der Ein­satz des neu­ar­ti­gen Robo­ters im High­tech-Kraft­werk Block ‚For­tuna‘ zeigt den Pio­nier­geist und Inno­va­ti­ons­wil­len, der die Wirt­schaft unse­res Lan­des so stark macht“, sagte Prof. Dr. Andreas Pink­wart, Minis­ter für Wirt­schaft, Inno­va­tion, Digi­ta­li­sie­rung und Ener­gie des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len, bei der Besich­ti­gung der Hightech-Anlage.

Wenn es darum ging, das Leben in der Stadt zu ver­bes­sern, dann hat man sich bei den Stadt­wer­ken in deren über 150-jäh­ri­ger Geschichte nicht ein­fach mit den ver­füg­ba­ren Tech­no­lo­gien zufrie­den­ge­ge­ben, son­dern neue Lösun­gen ein­ge­setzt. So wurde 1866 das erste Gas­werk gebaut, um Düs­sel­dorfs Bür­ge­rin­nen und Bür­gern die zuver­läs­sige Ver­sor­gung mit Gas­licht zu gewähr­leis­ten und damit einen wich­ti­gen Bei­trag zur Sicher­heit zu leis­ten. Des­halb prägt die Besin­nung auf die eige­nen Wur­zeln auch heute noch die Ent­wick­lung der Stadt­werke. Womit für Dr. Udo Brock­meier, den Vor­stands­vor­sit­zen­den der Stadt­werke Düs­sel­dorf, in Zukunft das Geschäft auch wie­der näher an der Arbeit der Grün­dungs­jahre als an dem Geschäft der ver­gan­ge­nen drei Jahr­zehnte liegt, das vor allem durch Stan­dard­ge­schäft geprägt war.

Ste­tige Trans­for­ma­tion ent­lang der Ent­wick­lung der Bedürf­nisse der Men­schen und Unter­neh­men, das ist die Erfolgs­ge­schichte der Stadt­werke Düs­sel­dorf – das trifft aber auch auf die Fir­men-His­to­rie des japa­ni­schen Kon­zerns Kawa­saki zu. Die­ser begeis­terte die mobile Welt vor 45 Jah­ren mit dem Motor­rad Kawa­saki 750 H2. Bis Ende der 60er-Jahre war das Motor­rad ledig­lich ein güns­ti­ges und ver­läss­li­ches Fort­be­we­gungs­mit­tel. Doch ab Anfang der 70er Jahre ent­wi­ckelte es sich mit einer neuen Genera­tion von sehr dyna­mi­schen, attrak­ti­ven und tech­nisch inno­va­ti­ven Maschi­nen in Rich­tung Spaß, Erleb­nis und Frei­zeit­ak­ti­vi­tät. Kawa­saki setzte hier einen Mei­len­stein und pro­du­zierte ganz neben­bei eine Produkt-Design-Ikone.

Im Block „For­tuna“ kommt nun neu­este Robo­ter-Tech­nik des Unter­neh­mens zum Ein­satz – eine Welt-Pre­miere in Düs­sel­dorf. Der von Sie­mens ein­ge­setzte neu­ar­tige Kawa­saki-Robo­ter ist ein Experte in Sachen Prä­zi­sion: Er bug­siert die 500 Kilo­gramm schwe­ren Bren­ner der Gas­tur­bine schein­bar mühe­los und mil­li­me­ter­ge­nau in die dafür vor­ge­se­he­nen Öff­nun­gen. Allein durch sei­nen Ein­satz redu­ziert sich die Dauer der War­tungs­ar­bei­ten von acht auf fünf Tage.

In einem nächs­ten Ent­wick­lungs­schritt die­ser neuen Robo­tik-Anwen­dung, den Sie­mens heute vor­stellte, folgt nun die Trans­for­ma­tion hin zur Digi­ta­li­sie­rung in Gestalt eines neu ent­wi­ckel­ten „Digi­ta­len Assis­ten­ten“. Er geht in den nächs­ten Wochen in die Pilot­phase und könnte dem­nächst auch auf der Laus­ward ein­ge­setzt werden.

Der Digi­tale Assis­tent sorgt für schnel­lere, prä­zi­sere und zuver­läs­si­gere Daten im War­tungs­pro­to­koll. Zudem ent­las­tet er den Ser­vice­tech­ni­ker vor Ort und ver­bes­sert die Arbeits­si­cher­heit. Kon­kret: Der Ser­vice­tech­ni­ker, der eine digi­tale Brille mit ein­ge­bau­ter Kamera auf­setzt, nimmt auf, was er sieht und spricht.  Aus der Auf­nahme wird im Anschluss umge­hend das War­tungs­pro­to­koll erstellt. Vor­teile: Der Ser­vice­tech­ni­ker kann beide Hände benut­zen, Papier, Stifte und Hand­ka­mera wer­den nicht mehr benö­tigt. Auch das Zuord­nen von Noti­zen und Fotos sowie das manu­elle Über­tra­gen in den War­tungs­be­richt entfallen.

Ent­wi­ckelt wurde die­ser Digi­tale Assis­tent von Sie­mens in Mül­heim in Koope­ra­tion mit dem Start-up-Unter­neh­men „Neo­hel­den“, die Gewin­ner der Sie­mens-Chal­lenge beim „Ruhr­Sum­mit 2018“, des­sen Schirm­herr Minis­ter Pink­wart auch in die­sem Jahr ist.