Von links: Dr. Udo Brock­meier, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Stadt­werke Düs­sel­dorf, die Zukunfts­vier­tel-Pro­jekt­lei­ter Die­ter Gre­ßies und Jan Eld­ring sowie Man­fred Abra­hams, Ver­triebs­vor­stand der Stadt­werke Düs­sel­dorf. Foto: Stadt­werke Düs­sel­dorf AG

 

Die Stadt­werke Düs­sel­dorf star­ten gemein­sam mit der Lan­des­haupt­stadt ein ehr­gei­zi­ges Pro­jekt zur Moder­ni­sie­rung und Wei­ter­ent­wick­lung der Düs­sel­dor­fer Infra­struk­tu­ren: das „Zukunfts­vier­tel Unterbilk/Friedrichstadt“. In die­sen bei­den Stadt­tei­len, die zum dicht­be­sie­dels­ten Stadt­be­zirk in Düs­sel­dorf gehö­ren, wol­len die Part­ner inno­va­tive Kon­zepte aus­pro­bie­ren und bewährte wei­ter­ent­wi­ckeln. Ziele sind der Erhalt und Aus­bau der Lebens­qua­li­tät in Düs­sel­dorf, indem etwa Luft- und Lärm­emis­sio­nen redu­ziert wer­den, sowie ein wesent­li­cher Bei­trag zur Errei­chung der Kli­ma­schutz­ziele. Im Fokus ste­hen dabei nicht nur die öffent­li­chen Infra­struk­tu­ren für Ener­gie und Ver­kehr, son­dern ins­be­son­dere auch die bei den Bür­ge­rin­nen und Bürgern.

„Unser Anspruch ist es, über den Kli­ma­schutz hin­aus die Lebens­qua­li­tät in einer wach­sen­den Stadt zu erhal­ten oder sogar noch zu ver­bes­sern. Ein Schlüs­sel dafür sind umwelt- und kli­ma­freund­li­che Pro­dukte und Anla­gen, die kon­se­quent aus dem Blick­win­kel der Kun­den und des Mark­tes ent­wi­ckelt wer­den“, sagte Dr. Udo Brock­meier, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Stadt­werke Düs­sel­dorf. „Und im Zukunfts­vier­tel Unterbilk/Friedrichstadt zei­gen wir, wie dies gelin­gen kann.“

Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Gei­sel betonte, dass das Zukunfts­vier­tel Unterbilk/Friedrichstadt auch einen Bei­trag zu den Kli­ma­schutz­zie­len der Stadt und zur Mobi­li­täts­wende leis­tet: „Im Zukunfts­vier­tel wer­den Ver­wal­tung und Poli­tik, Stadt­werke und Unter­neh­men, aber auch die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger jeweils ihren Bei­trag dazu leis­ten, die Belas­tun­gen zu redu­zie­ren. Erfah­run­gen, die wir in die­sem Pro­jekt machen, hel­fen uns, Ant­wor­ten für die ganze Stadt zu entwickeln.“

„Denn wenn die neuen Ideen im Zukunfts­vier­tel Unterbilk/Friedrichstadt Anklang fin­den, wer­den wir sie auch auf andere Vier­tel der Stadt aus­rol­len und so für noch mehr Lebens­qua­li­tät für alle Düs­sel­dor­fe­rin­nen und Düs­sel­dor­fer und eine höhere Stand­ort­at­trak­ti­vi­tät für Unter­neh­men sor­gen“, erklärte Stadt­werke-Ver­triebs­vor­stand Man­fred Abrahams.

Das Pro­jekt Zukunfts­vier­tel im Detail:
Seit 20 Jah­ren ver­zeich­net die Stadt Düs­sel­dorf ein kon­ti­nu­ier­li­ches Bevölkerungs‑, Ver­kehrs- und Pend­ler­wachs­tum, das sich laut Pro­gno­sen noch ver­stär­ken wird. Daher ent­wi­ckeln die Part­ner die Infra­struk­tu­ren von mor­gen in den fol­gen­den Berei­chen, in denen inno­va­tive Kon­zepte getes­tet und bewährte wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den sollen:

  • Mobi­li­tät
  • Smarte Infra­struk­tur
  • Klima- und umwelt­freund­li­che Strom- und Wärmeversorgung
  • Inno­va­tive Energieberatung

Die neuen Kon­zepte sol­len zunächst im „Zukunfts­vier­tel Unterbilk/Friedrichstadt“ aus­pro­biert, bewer­tet und dann gege­be­nen­falls auf andere Stadt­teile über­tra­gen wer­den. Warum Unter­bilk und Fried­rich­stadt? In dicht besie­del­ten Stadt­tei­len sind die Pro­bleme des Bevöl­ke­rungs­wachs­tums am drän­gends­ten, gleich­zei­tig aber auch die Hebel­wir­kun­gen am größ­ten. Was sich hier bewährt, kann auch anderswo funk­tio­nie­ren. So wer­den die bei­den Stadt­teile links und rechts der Fried­rich­straße zu einer Art Real­la­bor für zukunfts­ge­rich­tete urbane Infrastrukturen.

Die Kon­zepte wer­den ent­lang der Bedürf­nisse der Men­schen und Unter­neh­men vor Ort ent­wi­ckelt. Dazu wur­den eigene Daten erho­ben, Sta­tis­ti­ken von ver­schie­de­nen Dienst­leis­tern genutzt – und diese Daten ange­rei­chert mit Erkennt­nis­sen von Markt­for­schungs­un­ter­neh­men. Dadurch ken­nen die Part­ner die Gege­ben­hei­ten in den Stadt­tei­len gut – und lei­ten dar­aus die Pro­dukte und Pro­jekte ab.

Bei­spiel Smarte Infra­struk­tur: Im Rah­men eines Pilot­pro­jek­tes wer­den einige Stra­ßen­ab­schnitte im Zukunfts­vier­tel mit inno­va­ti­ven Stra­ßen­la­ter­nen aus­ge­rüs­tet. Diese ver­fü­gen nicht nur über eine adap­tive Steue­rung – die Beleuch­tung passt sich also genau den Licht­ver­hält­nis­sen an und ist dadurch beson­ders ener­gie­ef­fi­zi­ent –, son­dern auch über Park­raum­sen­so­ren. Diese erken­nen freie Park­plätze, so dass der Park­platz­such­ver­kehr gezielt gelenkt und somit redu­ziert wer­den kann.
Bei­spiel Mobi­li­tät: Auf der Frei­flä­che im Bereich Bach- und Eli­sa­beth­straße, auf der sich die Bau­stel­len­con­tai­ner für den Bau der Wehr­hahn-Linie befan­den, soll modell­haft eine Mobi­li­täts­sta­tion errich­tet wer­den. In unmit­tel­ba­rer Nähe zum Bil­ker Bahn­hof wer­den unter­schied­li­che Mobi­li­täts­mit­tel zur Ver­fü­gung ste­hen und den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern den ein­fa­chen Umstieg vom ÖPNV auf bei­spiels­weise Bike- oder Car­sha­ring ermöglichen.

Auch der gezielte Aus­bau der Fern­wärme, die ein erheb­li­ches Poten­zial für die Luft­rein­hal­tung und der CO2-Reduk­tion bie­tet, erfolgt in enger Abstim­mung mit der Stadt. Inno­va­tiv sind Ange­bote rund um den The­men­be­reich „Klima- und umwelt­freund­li­che Strom- und Wär­me­ver­sor­gung“: Dabei soll Haus­be­sit­zern ebenso wie Mie­tern die Mög­lich­keit eröff­net wer­den, Strom auf dem eige­nen Dach zu erzeu­gen. Neben Dach­flä­chen kön­nen aber auch Fas­sa­den­flä­chen für die Instal­la­tion einer Pho­to­vol­taik-Anlage genutzt wer­den. Hier­für erpro­ben die Stadt­werke im Zukunfts­vier­tel ver­schie­dene Systeme.

Abge­run­det wird das Gesamt­pa­ket durch neue For­men der Ener­gie­be­ra­tung. So wird es etwa eine eigens kon­zi­pierte, digi­tale Ener­gie­be­ra­tung zur Gebäu­de­sa­nie­rung geben. Nut­ze­rin­nen und Nut­zer kön­nen dabei per Handy oder Tablet inner­halb weni­ger Minu­ten Daten und Fotos zu Ihrem Gebäude hoch­la­den und erhal­ten kurz­fris­tig eine erste Ein­schät­zung zu Ein­spar­po­ten­zia­len. Die­ses Ange­bot wird erwei­tert um einen Strom­spar­wett­be­werb für alle Stadt­werke-Kun­din­nen und ‑Kun­den. Neben dem guten Gefühl, etwas für das Klima zu tun, und der Ein­spa­rung auf der Rech­nung, win­ken für die größ­ten Kli­ma­spa­rer attrak­tive Preise.

Und das alles ist erst der Anfang: Wei­tere inno­va­tive Pro­dukte und Kon­zepte wer­den fol­gen. Neu­gie­rig gewor­den? Mehr Infos gibt’s im Inter­net unter: www.swd-ag.de/zukunftsviertel