Nach geta­ner Arbeit v.l.: Ent­schär­fer Frank Stom­mel und Udo Lokotsch vom Kampfmittelbeseitigungsdienst,©Landeshauptstadt Düsseldorf/Christopher Schuster

 

Ins­ge­samt waren über 500 Kräfte der Feu­er­wehr, Poli­zei, Stadt­werke, Rhein­bahn, Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen sowie des Ord­nungs­am­tes und des Amtes für Ver­kehrs­ma­nage­ment bis in die Nacht im Einsatz

Die in Düs­sel­dorf-Deren­dorf auf einer Bau­stelle ent­deckte bri­ti­sche Flie­ger­bombe konnte am Sams­tag, 18. Januar, 01.11 Uhr, durch Frank Stom­mel vom Kampf­mit­tel­be­sei­ti­gungs­dienst der Bezirks­re­gie­rung erfolg­reich ent­schärft wer­den. Unmit­tel­bar nach der Ent­schär­fung wur­den die Stra­ßen­sper­run­gen auf­ge­ho­ben. Die bri­ti­sche 10-Zent­ner-Bombe aus dem Zwei­ten Welt­krieg war am Frei­tag­vor­mit­tag, 11.20 Uhr, bei Bau­ar­bei­ten an der Ulmen­straße 83 gefun­den worden.

Wäh­rend der Ent­schär­fung muss­ten 11.650 Anwoh­ner im Gefah­ren­be­reich A ihre Häu­ser ver­las­sen. Im Radius bis 1.000 Metern (Gefah­ren­be­reich B) um die Fund­stelle waren wei­tere rund 19.245 Men­schen betrof­fen — sie durf­ten sich wäh­rend der Ent­schär­fung nicht im Freien auf­hal­ten, son­dern muss­ten sich in Gebäu­den auf­hal­ten. Ins­ge­samt waren somit rund 31.000 Men­schen von der Eva­ku­ie­rung betroffen.

666 Men­schen such­ten die Betreu­ung­stelle im Max-Planck-Gym­na­sium an der Koetsch­au­straße 36 in Sto­ckum auf. Beson­der­heit am Rande: Die Zen­trale von L’O­réal nahe des Ken­ne­dy­dam­mes stellte Räum­lich­kei­ten und die Kan­tine für die Unter­brin­gung der eva­ku­ier­ten Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner des Edmund-Hil­vert-Hau­ses (Senio­ren­heim) zur Ver­fü­gung. Ins­ge­samt muss­ten zwei Senio­ren­heime — das Ernst-Gnoß-Haus, das Edmund-Hil­vert-Hau­ses und das Haus Michael, eine eine Ein­rich­tung für betreu­tes Woh­nen, sowie meh­rere Hotels eva­ku­iert werden.

Ins­ge­samt waren über 500 Kräfte der Feu­er­wehr, Poli­zei, Stadt­werke, Rhein­bahn, Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen sowie des Ord­nungs­am­tes und des Amtes für Ver­kehrs­ma­nage­ment bis in die Nacht zum Sams­tag im Ein­satz. Ins­ge­samt 480 Kran­ken­trans­porte wur­den durch Ret­tungs­dienst­kräfte der Feu­er­wehr und der Düs­sel­dor­fer Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen durch­ge­führt. Rund 1.366 Anru­fe­rin­nen und Anru­fer infor­mier­ten sich über das Gefahrentelefon.