Die Grip­pe­welle im Win­ter 2017/18 hat rund 25.000 Men­schen in Deutsch­land das Leben gekos­tet, eine beacht­li­che Zahl im Ver­gleich zu den aktu­el­len knapp 9.300 Todes­fäl­len durch COVID-19. Jedoch ist jedes Jahr gegen die Grippe, im Gegen­satz zu COVID-19, eine Imp­fung ver­füg­bar! Diese wird jedoch nur von jedem zehn­ten Bun­des­bür­ger wahr­ge­nom­men. In der Risi­ko­gruppe 60+, denen eine sol­che Imp­fung drin­gend emp­foh­len wird, sind es auch nur ein Drit­tel. Die Imp­fung ver­hin­dert Grip­p­e­in­fek­tio­nen, doch gibt es Daten, die zei­gen, dass sie auch vor dem Verster­ben schützt?

Wis­sen­schaft­ler haben nun das natio­nale Dia­be­tes­re­gis­ter in Däne­mark ana­ly­siert. Per­so­nen mit Dia­be­tes gel­ten nicht nur bei COVID-19 zu der beson­ders gefähr­de­ten Gruppe, einen töd­li­chen Ver­lauf zu erlei­den. Im Ver­gleich zu Unge­impf­ten tra­ten bei Per­so­nen mit regel­mä­ßi­ger Grip­pe­imp­fung signi­fi­kant weni­ger töd­li­che Herz­in­farkte und Schlag­an­fälle auf. Man erklärt sich dies damit, dass bei schwe­ren Infek­tio­nen das Immun­sys­tem akti­viert wird und Gefäß­ab­la­ge­run­gen, soge­nannte Plaques in den Herz- und Gehirn­ar­te­rien, auf­rei­ßen und zu einem Ver­schluss füh­ren können.

Anders aus­ge­drückt ist die Grip­pe­imp­fung quasi eine Imp­fung gegen töd­li­chen Herz­in­farkt und töd­li­chen Schlaganfall.

Foto und Text: Prof. Dr. med. Ste­phan Martin
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