Bild aus Video-Bei­trag WDR Düsseldorf

Es ist gerade erst etwas mehr als eine Woche her, als in dem Ver­fah­ren vor dem Ober­ver­wal­tungs­ge­richt die Sicher­heit der CO-Gift­gas­röhre von den Ver­tre­tern der Bezirks­re­gie­rung und Cove­stro über den Klee gelobt wurde. Mit der Gefah­ren­ab­wehr wollte man sich dort nicht beschäf­ti­gen.  Auch die Rich­ter sind die­sen Wor­ten auf­ge­ses­sen, obwohl der Vor­sit­zende doch bekun­dete, die Gefahr durch CO so gut zu ken­nen, dass ihm fast die Stimme versagte.

Ges­tern hat sich wie­der ein mal gezeigt, dass Gas­rohre, auch wenn sie tie­fer gelegt und mit Warn­bän­dern gekenn­zeich­net sind, vor Bag­gern nicht wirk­sam geschützt wer­den können.

Die Bil­der — aus dem Bericht der WDR-Lokal­zeit abfo­to­gra­fiert — zei­gen deut­lich die Tief­lage zwi­schen 1,20 bis 1,50 m. Es reichte ein ledig­lich mit­tel­gro­ßer Bag­ger um den Scha­den her­bei­zu­füh­ren. Selbst einem sol­chen Bag­ger würde die CO-Pipe­line — auch mit dem zwei­ten Kunst­stoff-Netz — hilf­los aus­ge­setzt sein.

Eine Eva­ku­ie­rung der Anwoh­ner, wie in Kre­feld gesche­hen, wäre so bei einem Scha­den an einer mit CO betrie­be­nen Pipe­line nicht mög­lich. Die Folge wären hun­derte Tote und meh­rere hun­derte oder sogar tau­sende Schwerverletzte.

Die Grü­nen haben im Land­tag NRW aktu­ell wie­der einen Antrag auf Auf­he­bung des Rohr­lei­tungs­ge­set­zes ein­ge­bracht. Schon bald kön­nen die Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten und die Regie­rung Laschet zei­gen, wie viel ihnen Gesund­heits- und Lebens­schutz der Bevöl­ke­rung hier wert ist.