Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf ist auf die Imp­fung der Bevöl­ke­rung vorbereitet

Das neue Impf­zen­trum der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf in der Mer­kur-Spiel-Arena ist ein­satz­be­reit und erfüllt alle Rah­men­be­din­gun­gen, die das Land NRW auf­ge­führt hat. Auf zwei Ebe­nen und einer Flä­che von rund 8.000 Qua­drat­me­tern konnte das Pro­jekt­team, bestehend aus Gesund­heits­amt, Feu­er­wehr und Ret­tungs­dienst, D.LIVE und wei­te­ren Part­nern das Impf­zen­trum für Bewoh­ner der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf gemäß der Vor­ga­ben des Lan­des ein­ge­rich­tet wer­den und kann mit dem Imp­fen begin­nen sobald vom Land Impf­stoff zur Ver­fü­gung gestellt wird.

Auch die Vor­be­rei­tun­gen auf Sei­ten der Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gung (KV) Nord­rhein, die den medi­zi­ni­schen Teil der Auf­gabe und die Ter­min­ko­or­di­na­tion sowie Hard- und Soft­ware orga­ni­siert, lau­fen auf Hochtouren.

Dann kön­nen täg­lich bis zu 2.400 Imp­fun­gen ver­ab­reicht wer­den. Eine Erhö­hung der Kapa­zi­tä­ten ist bei ent­spre­chen­dem Bedarf und Impf­stoff­ver­füg­bar­keit mög­lich. Zusätz­lich sol­len bis zu acht mobile Teams ein­ge­setzt wer­den, um auch sta­tio­näre Pfle­ge­ein­rich­tun­gen und Düs­sel­dorf bedie­nen zu kön­nen. Die aktu­el­len Pla­nun­gen sehen der­zeit für den Voll­be­trieb des Impf­zen­trums sel­ber, die acht mobi­len Teams und die Impf­stoff­auf­be­rei­tung ins­ge­samt 136 Beschäf­tigte vor. Davon wer­den 27 Per­so­nen aus dem medi­zi­ni­schen Bereich der Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gung kom­men, 94 Beschäf­tigte sind vor­ge­se­hen für Ser­vice- und Koor­di­nie­rungs­auf­ga­ben und 15 Per­so­nen wer­den für Ord­nung und Sicher­heit ein­ge­setzt.
Bis zu 12 Stun­den am Tag und das an bis zu sie­ben Tagen in der Woche kön­nen die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger der Lan­des­haupt­stadt sich nach einer vor­he­ri­gen Ter­min­ver­gabe imp­fen las­sen. In den Berei­chen ste­hen jeder­zeit medi­zi­ni­sche Not­fall­teams zur Ver­fü­gung, außer­dem gilt im gesam­ten Impf­zen­trum eine Maskenpflicht.

Aktu­ell wird die Logis­tik im Impf­zen­trum gemäß der neu­es­ten Ent­wick­lun­gen ange­passt. Dabei geht es unter ande­rem um die Lage­rung des Impf­stof­fes, der vom Land tief­ge­kühlt ange­lie­fert wird. Zudem wer­den Räume vor­be­rei­tet, in denen der Impf­stoff kurz vor dem Ver­ab­rei­chen auf­be­rei­tet, um zeit­nah die Imp­fung (Injek­tion in den Ober­arm) durch­füh­ren zu lassen.

Düs­sel­dorfs Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler: “Bei der gro­ßen Her­aus­for­de­rung der Orga­ni­sa­tion der Imp­fun­gen gegen das COVID-19-Virus sehen wir uns als star­ker Part­ner von Bund und Land. Mit dem Impf­zen­trum in der Arena kommt die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf ihren kom­mu­na­len Auf­ga­ben, näm­lich Auf­bau, Aus­stat­tung und Orga­ni­sa­tion des Impf­zen­trums und mobi­ler Teams sowie Bereit­stel­lung des nicht­me­di­zi­ni­schen Per­so­nals (Anmel­dung, Sicher­heit) in beson­de­rer Weise nach. Wir alle war­ten nun auf die Zulas­sung der Impf­stoffe und den ver­bind­li­chen Rege­lun­gen, wer wann geimpft wer­den soll, um mit dem Imp­fen begin­nen zu können.“

Arbeits­auf­tei­lung zwi­schen Bund, Land, Kom­mune und KV
Bei der frei­wil­li­gen Imp­fung der Bevöl­ke­rung arbei­ten Bund, Land, Kom­mune und Kas­sen­ärzt­li­che Ver­ei­ni­gung Hand in Hand.

Die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf hat die Auf­gabe das Impf­zen­trum und das nicht­me­di­zi­ni­sche Per­so­nal bereit­zu­stel­len und den Betrieb zu gewähr­leis­ten. Die Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gun­gen über­neh­men den medi­zi­ni­schen Teil der Impf­um­set­zung, sowie die Hard- und Soft­ware und die Orga­ni­sa­tion der Ter­min­ver­gabe über die Hot­line 116 117.

Das Land Nord­rhein-West­fa­len trägt die Ver­ant­wor­tung für den Gesamt­pro­zess des Ver­imp­fens ein­schließ­lich der Logis­tik für die Impf­stoffe und des Impf­zu­be­hörs. Dazu gehört unter ande­rem das Impf­la­ger und die Ver­tei­lung der Impf­stoffe bis hin zu den Impf­zen­tren vor Ort.

Der Bund ist für die Beschaf­fung des Impf­stoffs ver­ant­wort­lich, Zulas­sun­gen der Impf­stoffe ste­hen jedoch noch aus. Zudem hat die Stän­dige Impf­kom­mis­sion (STIKO) erste Emp­feh­lun­gen zur Indi­ka­tion der Imp­fung gege­ben, also Ant­wor­ten auf die Frage, wer, wann und warum zuerst geimpft wird. Danach soll die Imp­fung zunächst nur bestimm­ten Per­so­nen­grup­pen ange­bo­ten wer­den, die ein beson­ders hohes Risiko für schwere oder töd­li­che Ver­läufe einer COVID-19-Erkran­kung haben oder die beruf­lich ent­we­der beson­ders expo­niert sind oder engen Kon­takt zu vul­nerablen Per­so­nen­grup­pen haben – also Bewoh­ner von Senio­ren- und Altenpflegeheimen,

Per­so­nen im Alter ab 80 Jah­ren, Per­so­nal mit beson­ders hohem Expo­si­ti­ons­ri­siko in medi­zi­ni­schen Ein­rich­tun­gen (z. B. in Not­auf­nah­men, in der medi­zi­ni­schen Betreu­ung von COVID-19-Pati­en­tIn­nen), Per­so­nal in medi­zi­ni­schen Ein­rich­tun­gen mit engem Kon­takt zu vul­nerablen Grup­pen (z. B. in der Häma­toon­ko­lo­gie oder Trans­plan­ta­ti­ons­me­di­zin), Pfle­ge­per­so­nal in der ambu­lan­ten und sta­tio­nä­ren Alten­pflege, Andere Tätige in Senio­ren- und Alten­pfle­ge­hei­men mit Kon­takt zu den Bewoh­ne­rIn­nen. Eine ent­spre­chende Rechts­ver­ord­nung der Bun­des­re­gie­rung steht jedoch eben­falls noch aus. Der Bund lie­fert zudem den medi­zi­ni­schen Aufklärungsfilm.

Dr. med. Frank Berg­mann, Vor­stands­vor­sit­zen­der der KV Nord­rhein: „Wir als KV haben die uns vom Land über­tra­ge­nen Auf­ga­ben gern über­nom­men und wer­den mit den Teams aus Ärz­tin­nen und Ärz­ten sowie ihren Hel­fe­rin­nen start­klar sein, sobald das Imp­fen begin­nen kann. Aktu­ell wis­sen wir noch nicht, wann und in wel­cher Menge der Impf­stoff zur Ver­fü­gung steht, sodass noch kein kon­kre­ter Start­ter­min genannt wer­den kann. Aus die­sem Grund sind auch noch keine Ter­min­bu­chun­gen möglich.“

Dr. Klaus Göbels. Lei­ter des Gesund­heits­amts: „Ich bin froh , dass durch die gute Zusam­men­ar­beit aller Akteure in so kur­zer Zeit ein Impf­zen­trum aus dem Boden gestampft wurde. und wir so auch in der fort­schrei­ten­den Pan­de­mie­be­kämp­fung einen gro­ßes wei­te­ren Schritt in die rich­tige Rich­tung gehen. Ich hoffe sehr, dass wir durch die Imp­fung die schwe­ren Ver­läufe der Erkran­kung redu­zie­ren können.“

Feu­er­wehr­chef David von der Lieth: „Es war eine große Her­aus­for­de­rung in so kur­zer Zeit nicht nur einen Ort als Impf­zen­trum umzu­bauen, son­dern, auch die Infra­struk­tur und die sehr detail­lier­ten Pro­zess­ab­läufe her­zu­stel­len, um täg­lich bis zu 2.400 Imp­fun­gen hier durch­füh­ren zu kön­nen und par­al­lel noch bis zu acht mobile Impf-Teams los schi­cken zu kön­nen. Gemein­sam mit unse­ren star­ken Part­nern in die­ser Pan­de­mie­be­kämp­fung meis­tern wir diese Her­aus­for­de­run­gen sehr erfolgreich.“

Die Arena ist auf­grund der guten Lage in der Lan­des­haupt­stadt mit einer guten Anbin­dung an den Stra­ßen- und öffent­li­chen Nah­ver­kehr und aus­rei­chen­den Park­mög­lich­kei­ten als Stand­ort für das Impf­zen­trum Düs­sel­dorf aus­ge­wählt wor­den. Die Berei­che des Impf­zen­trums sind bar­rie­re­frei und es ist aus­rei­chend Platz vor­han­den, die Besu­cher in einem Ein­bahn­stra­ßen­sys­tem durch die ver­schie­de­nen Ein­hei­ten zu füh­ren. Dadurch kön­nen die Abstands- und Hygie­ne­maß­nah­men ent­spre­chend der aktu­el­len Vor­ga­ben ein­ge­hal­ten wer­den. Über eine opti­sche Lauf­weg­kenn­zeich­nung wer­den alle über den Check-In-Bereich, zur War­te­zone und anschlie­ßend in die Impfräume gelei­tet. Im Anschluss kann im Ruhe­be­reich die emp­foh­lene Pause von circa 30 Minu­ten ein­ge­legt wer­den, bevor das Impf­zen­trum wie­der ver­las­sen wird.
Da weder die Spiel­flä­che, noch Mann­schafts­räume genutzt wer­den, ist der Spiel­be­trieb von For­tuna Düs­sel­dorf und des KFC Uer­din­gen gesichert.

Ablauf im Impfzentrum

Beim Ein­tref­fen der Pati­en­ten in der Impf­stelle wird die Zugangs­be­rech­ti­gung elek­tro­nisch über­prüft. Im Check-in Bereich erhal­ten die Impf­be­rech­tig­ten einen Aufklärungsbogen.

Die Auf­klä­rung erfolgt zusätz­lich über ein Video, das vom Bun­des­mi­nis­te­rium zur Ver­fü­gung gestellt wer­den soll.

Soll­ten Impf­be­rech­tigte nach dem Auf­klä­rungs­vi­deo noch eine per­sön­li­che Bera­tung wün­schen, ste­hen dazu Ärzte bereit. Grund­sätz­lich wer­den die Auf­klä­rungs­do­ku­men­ta­tion und die Eigen­er­klä­run­gen der zu imp­fen­den Per­so­nen ärzt­lich geprüft.

In den Impf­zim­mern ste­hen jeweils meh­rere Impf­bo­xen zur Ver­fü­gung, so dass ein Imp­fer meh­rere Impf­be­rech­tigte in mög­lichst kur­zen Zeit­ab­stän­den imp­fen kann. Die Imp­fung erfolgt intra­mus­ku­lär in den Ober­arm. Nach der Imp­fung erfolgt die Doku­men­ta­tion im Impfpass.

Für akute Not­fälle wäh­rend oder nach dem Imp­fen steht ein Not­fall­team des Ret­tungs­diens­tes bereit.
Nach der Imp­fung wird den Pati­en­ten emp­foh­len sich für ca. 30 min in den Ruhe­be­reich zu bege­ben. Danach kann er die Impf­stelle ver­las­sen und indi­vi­du­ell abrei­sen. Die Wege kreu­zen sind nicht, sodass eine sichere An- und Abreise sowie eine Ein­bahn­stra­ßen­re­ge­lung gewähr­leis­tet sind.

In allen Auf­ent­halts­be­rei­chen steht Über­wa­chungs­per­so­nal bereit, um bei medi­zi­ni­schen Not­fäl­len umge­hend unter­stüt­zen zu kön­nen und all­ge­meine Unter­stüt­zung zu leisten.

Dienst­leis­ter und Hal­len­be­trei­ber D.LIVE zufrieden

„Die MERKUR SPIEL-ARENA erfüllt den Anfor­de­rungs­ka­ta­log des Lan­des für die Ein­rich­tung eines Impf­zen­trums in allen Punk­ten. Die Arena hat eine gute Ver­kehrs­an­bin­dung mit ÖPNV, Auto und Fahr­rad. Neben dem gro­ßen U‑Bahnhof ver­fügt sie über eine große Anzahl an Park­plät­zen. Sie bie­tet groß­räu­mige Ein­gangs­be­rei­che und einen bar­rie­re­freien Zugang. Die Impfräume wer­den im Logen­be­reich ein­ge­rich­tet, der eine opti­male Infra­struk­tur auf­weist. Die Größe und viel­fäl­ti­gen Räum­lich­kei­ten der MERKUR SPIEL-ARENA ermög­li­chen bei Bedarf auch eine Erwei­te­rung und Ska­lie­rung“, sagt Michael Brill, Geschäfts­füh­rer D.LIVE.

 

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