Umwelt­spur Foto: LOKALBÜRO

 

Zudem infor­mierte er über den Giga­bit-Aus­bau, ein Modell­pro­jekt zur mess­da­ten­ge­steu­er­ten Ampel­schal­tung, einen schnel­len Bau von drei Rad­haupt­ver­kehrs­ach­sen, 8.000 neue Bäume für Düs­sel­dorf, ein Sofort­pro­gramm für Stadt­sau­ber­keit, den Weg­fall der Ter­ras­sen­ge­bühr 2021 und eine För­de­rung des CC.

Am Sonn­tag ist Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler 50 Tage im Amt. In einem Live­stream auf Face­book, You­Tube und der städ­ti­schen Inter­net­seite duesseldorf.de hat er heute (18. Dezem­ber 2020) die Schwer­punkte sei­ner Arbeit in den ers­ten sie­ben Wochen geschildert.

Giga­bit-Aus­bau und Digitalisierung
Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Kel­ler betonte, sein Anspruch sei, “den flä­chen­de­cken­den Aus­bau der für unsere Zukunft not­wen­di­gen Infra­struk­tur durch eine enge Unter­stüt­zung der Netz­be­trei­ber nach­hal­tig vor­an­zu­brin­gen.” Dazu gibt es bereits erste feste Ver­ab­re­dun­gen mit Voda­fone und der Tele­kom, sowie Gesprä­che mit 1&1. “Außer­dem prü­fen wir gerade, ob wir dar­über hin­aus auch selbst in die digi­tale Infra­struk­tur inves­tie­ren wer­den”, so das Stadtoberhaupt.

Zudem arbei­tet er zusam­men mit den Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen daran, dass auch die Stadt­ver­wal­tung smar­ter und digi­ta­ler wird. Hierzu sind zusätz­lich 2 Mil­lio­nen Euro im Haus­halt ein­ge­plant, um wei­tere Dienst­leis­tun­gen digi­tal anbie­ten zu kön­nen – wie zum Bei­spiel Bean­tra­gung von Eltern­geld oder eines Schwer­be­hin­der­ten­aus­wei­ses und das Ab- und Ummelden.

Intel­li­gente Ampeln und Rad­we­ge­aus­bau statt Umweltspuren
“Klima und Nach­hal­tig­keit sind mir eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit”, sagt Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Kel­ler. “Aber die Umwelt­spu­ren hat­ten ihren Namen noch nie ver­dient. Sie ver­ur­sa­chen Staus und damit starke Emis­sio­nen und sind schlecht für die Umwelt, schlecht für die Wirt­schaft und äußerst ner­ven­auf­rei­bend für uns alle.”

Daher hat er gemein­sam mit den Fach­leu­ten aus der Ver­wal­tung ein drei­stu­fi­ges Kon­zept ent­wi­ckelt, dass die Umwelt­spu­ren über­flüs­sig machen wird und Die­sel­fahr­ver­bote ver­mei­det. Die ent­spre­chen­den Anträge dazu wer­den im Januar im Ord­nungs- und Ver­kehrs­aus­schuss bera­ten, sodass die Umwelt­spu­ren zum 1. März 2021 abge­schafft wer­den können.

Stufe 1: Über Ampel­steue­rung wird der Ver­kehr so gesteu­ert, dass er auf den beson­ders belas­te­ten Stre­cken­ab­schnit­ten mit der Luft­be­las­tung noch gut zu ver­ein­ba­ren ist – und alle Grenz­werte ein­ge­hal­ten kön­nen. Hierzu sind die Ampel­an­la­gen an den Kno­ten­punk­ten Wers­te­ner Straße / Uni­ver­si­täts­straße; Mecum­straße / Auf’m Hen­ne­kamp und Mün­che­ner Straße / Süd­ring. Zudem wer­den die bei­den rech­ten Fahr­strei­fen der Prinz-Georg-Straße zwi­schen Molt­ke­straße und Rochus­straße in Rad­fahr­strei­fen umgewandelt.

Stufe 2: Die Stadt Düs­sel­dorf star­tet ein Modell­pro­jekt. Hier­bei wer­den lau­fend aktu­elle Umwelt­da­ten erho­ben. Diese bil­den die Grund­lage für eine intel­li­gente Ver­kehrs­tech­nik, die in Echt­zeit auf die Werte reagiert und Ampel­pha­sen und Höchst­ge­schwin­dig­kei­ten stets der aktu­el­len Situa­tion anpasst. “Diese Modell­pro­jekt wird neue Maß­stäbe set­zen”, erklärt Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Kel­ler. Stufe 3: Es wur­den drei Haupt­ach­sen für den Rad­ver­kehr defi­niert, die mit exter­ner Hilfe schnell geplant und gebaut wer­den sol­len. Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Kel­ler: “Denn nur mit gut aus­ge­bau­ten Rad­we­gen, einem star­ken ÖPNV, mehr Park & Ride-Plät­zen und der För­de­rung von kli­ma­freund­li­chen Antriebs­tech­no­lo­gien wer­den wir Düs­sel­dorf auch hier wie­der ganz nach vorne bringen.”

Neue Bäume für die grüne Stadt
Im Rah­men sei­ner Initia­tive “Bäume fürs Leben” in Zusam­men­ar­beit mit dem Ver­ein “Trink­was­ser­wald e.V.”
hat der Unter­neh­mer Paul Gau­sel­mann ins­ge­samt 7.000 junge Forst­pflan­zen für den Stadt­wald gespen­det – gepflanzt wird an vie­len ver­schie­de­nen Stel­len, vor allem Über­an­ger Mark, Kal­ku­mer Forst, Aaper Wald, Gra­fen­ber­ger Wald, Has­se­ler Forst, Ben­ra­ther Forst. Zudem pflanzt die Stadt­ver­wal­tung bis zum Früh­jahr 2021 selbst wei­tere 1.000 Bäume an Stra­ßen und in Park­an­la­gen. “Ein umwelt­freund­li­ches Düs­sel­dorf liegt mir am Her­zen. Denn gerade bei wach­sen­der Bevöl­ke­rung und hei­ße­ren Som­mern sind Grün­flä­chen als grüne Lunge der Stadt unver­zicht­bar”, so Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Keller.

Mehr U3 Kita-Plätze
Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Kel­ler betont: “Ich möchte, dass Düs­sel­dorf noch fami­li­en­freund­li­cher wird. Dazu gehört, dass alle Eltern, die das wol­len, einen Betreu­ungs­platz für ihre Kin­der ab dem ers­ten Lebens­jahr bekom­men können.”

Das erste Ziel: Bis Ende des lau­fen­den KiTa-Jah­res schaf­fen wir 900 wei­tere Plätze und haben dann ins­ge­samt 29.000 Betreu­ungs­plätze, davon 9.800 U3-Plätze. Dafür braucht es zusätz­li­che, gut aus­ge­bil­dete Erzie­he­rin­nen und Erzie­her. Daher star­tet Düs­sel­dorf ein neues Aus­bil­dungs­kon­zept und rich­tet zusätz­li­che 150 Aus­bil­dungs­plätze ein. Zudem werde die Tages­pflege gestärkt.

Sicher­heit und Sauberkeit
Um hier schnell voran zu kom­men, wur­den fol­gende Maß­nah­men ergriffen.

- 150 neue OSD-Stel­len: Es wer­den die finan­zi­el­len Vor­aus­set­zun­gen geschaf­fen, um die ers­ten 30 der 150 zusätz­li­chen Ord­nungs­kräfte schnellst­mög­lich ein­zu­stel­len. Kos­ten­punkt: cirka 1,9 Mil­lio­nen Euro.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Kel­ler: “Unse­ren Ord­nungs­kräf­ten kommt eine beson­dere Rolle zu. Sie stel­len durch ihre Kon­trol­len im Namen der Stadt­ver­wal­tung sicher, dass die gel­ten­den Regeln auch ein­ge­hal­ten wer­den. Dafür ist es wich­tig, dass wir über genü­gend Ein­satz­kräfte auf der Straße und im Innen­dienst ver­fü­gen.” Regeln sol­len kon­se­quent kon­trol­liert und umge­setzt wer­den – auch, wie jetzt erst­ma­lig prak­ti­ziert, durch gemein­same Strei­fen aus Poli­zei und Ordnungsdienst.

- Sofort­pro­gramm für mehr Sau­ber­keit: Bereits am ver­gan­ge­nen Wochen­ende waren zusätz­li­che Mit­ar­bei­ter der Awista unter­wegs, die gerade an den Wochen­ende den gan­zen Tag über für Sau­ber­keit in der Alt­stadt, am Carls­platz und der Kö sor­gen. Außer­dem wer­den die Müll­be­häl­ter nun häu­fi­ger geleert und die Depot­con­tai­ner öfter gereinigt.

Bekämp­fung der Corona-Pandemie
“Es ist das pas­siert, was wir alle ver­hin­dern woll­ten: Wir haben eine starke zweite Welle und einen zwei­ten Lock­down. Umso wich­ti­ger ist es, dass wir vor­be­rei­tet sind, wenn am 27. Dezem­ber der Impf­stoff zuge­las­sen ist und wir mit dem Schutz begin­nen kön­nen”, so Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Kel­ler. Dazu wurde in kür­zes­ter Zeit ein Impf­zen­trum in der Arena errich­tet. Begon­nen wird mit den Imp­fun­gen mobil in den Senio­ren­hei­men mit ins­ge­samt acht Impfmobilen.

Corona habe aber auch starke Aus­wir­kun­gen auf die Wirt­schaft und Kul­tur, erklärt der Ober­bür­ger­meis­ter. Daher wird für die Gas­tro­no­mie auch für das Jahr 2021 keine Ter­ras­sen­ge­bühr erho­ben. Und auch das Brauch­tum ist stark von Umsatz­ein­bu­ßen betrof­fen. “Um unse­rem CC durch die Krise zu hel­fen, wer­den wir den Kar­ne­val in die­sem Jahr mit 50.000 Euro unter­stüt­zen, damit wir danach die Ses­sion hof­fent­lich wie­der unbe­schwert fei­ern kön­nen”, kün­digte Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Kel­ler an.

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