Im Aqua­zoo Löb­be­cke Museum tref­fen die Gäste jetzt auch auf Urzeit­we­sen wie Peder­pes, einem der ers­ten Land­wir­bel­tiere,© Aqua­zoo Löb­be­cke Museum

 

In Koope­ra­tion mit der Hoch­schule Düs­sel­dorf prä­sen­tiert das Aqua­zoo Löb­be­cke Museum eine inter­ak­tive Medienprojektion

In klei­nen Wel­len bewegt sich Was­ser über den Boden zwi­schen Schlamm­sprin­ger­be­cken und Pin­guin­ge­hege. Ein urzeit­li­ches Wesen schwimmt gelas­sen an den Füßen der Besu­cher vor­bei, wäh­rend ein klei­ner Schwarm Fische die Gäste auf Schritt und Tritt ver­folgt — bei der neu­es­ten Aktion des Aqua­zoo Löb­be­cke Museum kann Evo­lu­tion haut­nah erlebt wer­den. Mög­lich macht dies eine 40 Qua­drat­me­ter große inter­ak­tive Medienprojektion.

Die Instal­la­tion ist die erste von meh­re­ren neuen Medi­en­an­ge­bo­ten, die Stück für Stück in die Dau­er­aus­stel­lung des Aqua­zoo Löb­be­cke Museum inte­griert wer­den. Mit Hilfe zweier Hoch­leis­tungs­bea­mer wird eine Was­ser­land­schaft mit ani­mier­ten Urzeit­we­sen auf den Boden pro­ji­ziert. Die Gäste begeg­nen so dem Eus­theno­pte­ron, einem rie­si­gen Fleisch­flos­ser, der im Zeit­al­ter “Devon” vor mehr als 300 Mil­lio­nen Jah­ren noch voll­stän­dig aqua­tisch lebte. Auch zu sehen sind der Tik­taa­lik, ein eben­falls devo­ni­sches Tier, das sich durch kleine Beine/Flossen sowohl im Was­ser als auch an Land fort­be­we­gen konnte, und der Peder­pes, eines der ers­ten voll­stän­dig an Land leben­den Wir­bel­tiere aus dem Car­bon-Zeit­al­ter mit voll ent­wi­ckel­ten Beinen.

Die Pro­jek­tion ist inter­ak­tiv. Durch soge­nann­tes “pro­jec­tion map­ping” ist es mög­lich, dass Besu­che­rin­nen und Besu­cher zwi­schen den ein­zel­nen Tie­ren und Evo­lu­ti­ons­sta­dien hin und her schal­ten, indem sie auf der Pro­jek­ti­ons­flä­che an einer bestimm­ten Stelle ste­hen blei­ben. Eine evo­lu­tio­näre Uhr zeigt an, in wel­chem Erd­zeit­al­ter man sich befin­det, und auch Was­ser­pe­gel sowie Lebens­raum ändern sich inter­ak­tiv. Auch andere Objekte sind beweg­lich: Steine rol­len davon, wenn man gegen sie tritt, und kleine Fisch­schwärme ver­fol­gen die Besucher.

“Die Pro­jek­tion prä­sen­tiert unse­ren Gäs­ten das Thema Evo­lu­tion – ein Kern­thema unse­res Hau­ses – auf ganz neue Art und Weise”, sagt Dr. Jochen Rei­ter, Direk­tor des Aqua­zoo Löb­be­cke Museum. “Schon unsere jüngs­ten Besu­cher kön­nen so für die­ses Thema sen­si­bi­li­siert wer­den. Das ist wich­tig, denn schließ­lich ist es die Evo­lu­tion, die uns zum Teil der gro­ßen Fami­lie heute leben­der Tiere und Pflan­zen macht. Wenn man sich als Teil die­ser Fami­lie ver­steht, fällt es leich­ter, sich auch für den Schutz von Tie­ren und Pflan­zen, ein­zu­set­zen”, so der Aqua­zoo­di­rek­tor weiter.
“Die Pro­jek­tion kommt bewusst ohne große Erklä­run­gen aus und ver­mit­telt die Evo­lu­tion der land­le­ben­den Wir­bel­tiere auf spie­le­ri­sche Art und Weise”, ergänzt Dr. Ste­fan Curth, Kura­tor der Aus­stel­lung im Aqua­zoo Löb­be­cke Museum.

Koope­ra­tion mit Mor­pho­ria Design Kol­lek­tiv und der Hoch­schule Düsseldorf
Die neue Instal­la­tion wurde gemein­sam mit dem Mor­pho­ria Design Kol­lek­tiv und der Hoch­schule Düs­sel­dorf (MIREVI-Lab) geplant und getes­tet. Durch Inno­va­ti­ons­gut­scheine des Lan­des NRW konnte zunächst ein Pro­to­typ ent­wi­ckelt wer­den, und durch die groß­zü­gige finan­zi­elle Unter­stüt­zung des Freun­des­krei­ses des Aqua­zoo Löb­be­cke Museum war schließ­lich eine dau­er­hafte Umset­zung mög­lich. Auch Pro­jekt­part­ne­rin Tina Mal­burg von der Hoch­schule Düs­sel­dorf zeigt sich zufrie­den: “Ich denke, ins­be­son­dere der ehren­amt­li­che und aus­dau­ernde Ein­satz vie­ler Stu­die­ren­der hat sich gelohnt.”

Das Aqua­zoo Löb­be­cke Museum dankt allen Pro­jekt­be­tei­lig­ten für die uner­müd­li­che Arbeit an die­sem und wei­te­ren Pro­jek­ten und lädt alle Gäste zum Mit­ma­chen und Ent­de­cken ein.

 

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