Der Tri­to­nen­brun­nen auf der Kö Foto: LOKALBÜRO

 

Nach auf­wen­di­gen Sanie­rungs­ar­bei­ten hat die Königs­al­lee ihr berühm­tes Was­ser­spiel zurück

Der Tri­to­nen­brun­nen auf der Königs­al­lee spru­delt seit den Mor­gen­stun­den erst­mals seit über einem Jahr wie­der. Par­al­lel wer­den noch klei­nere Rest­ar­bei­ten an den Balus­tern abge­schlos­sen und die ver­blie­bene kleine Bau­stel­len­ab­sper­rung am Mitt­woch, 2. Juni, abgebaut.

“Ich bin wirk­lich froh, dass wir das Kapi­tel Sanie­rung des Tri­to­nen­brun­nens jetzt end­lich erfolg­reich abschlie­ßen kön­nen und die Königs­al­lee eine ihrer schöns­ten Attrak­tio­nen zurück­be­kommt”, erklärt Kul­tur­de­zer­nent Hans-Georg Lohe.

Die Sanie­rungs­ar­bei­ten an den Sei­ten­ba­lus­tra­den waren nötig gewor­den, weil zwei Pla­ta­nen mit ihren Wur­zeln das his­to­ri­sche Brun­nen­bau­werk bereits stark geschä­digt hat­ten. Das Wachs­tum der Bäume bedrohte den Tri­to­nen­brun­nen sogar in sei­ner Substanz.

Wie ange­grif­fen die Sta­tik des Brun­nens bereits war, zeigte sich in der Unter­su­chung eines Exper­ten. Der Gut­ach­ter kam zu dem Ergeb­nis, dass die Stand­si­cher­heit der Sei­ten­ba­lus­tra­den nicht mehr gewähr­leis­tet ist. Um diese zu sta­bi­li­sie­ren, muss­ten zwei Win­kel­stütz­mau­ern ein­ge­baut werden.

Erst als diese Arbei­ten abge­schlos­sen waren, konn­ten die zuvor abge­bau­ten und dann in einer Fach­werk­statt restau­rier­ten Sei­ten­ba­lus­tra­den des berühm­ten Was­ser­spiels wie­der mon­tiert werden.

Im April kam dann die nächste, dies­mal kuriose, Ver­zö­ge­rung. Ein Gän­se­paar hatte sich den Tri­to­nen­brun­nen als Nist­platz aus­ge­sucht. Wäh­rend der Brut­zeit durf­ten keine Arbei­ten in der Nähe des Gele­ges durch­ge­führt werden.

Dadurch konnte die Sanie­rung des Ensem­bles erst jetzt abge­schlos­sen wer­den. Die Gesamt­kos­ten belau­fen sich auf rund 400.000 Euro.

Bereits 2015 wurde der soge­nannte “Kopf­bo­gen” des Tri­to­nen­brun­nens saniert. So wird der obere Bereich des Brun­nens auf Stra­ßen­ni­veau der Kö bezeich­net. Nach einer umfas­sen­den Rei­ni­gung wur­den damals zahl­rei­che Schä­den fest­ge­stellt. Unter ande­rem muss­ten Schä­den in Teil­be­rei­chen an Hän­den, Fin­gern oder Bei­nen meh­rere Figu­ren bei­ge­ar­bei­tet wer­den. Hinzu kam, dass Gesteins­teile lose, Fugen schad­haft und Mau­ern ris­sig waren. Damals musste die Lan­des­haupt­stadt 180.000 Euro in die Restau­rie­rung investieren.

Zum Tri­to­nen­brun­nen
Das Was­ser­spiel wurde zwi­schen 1898 und 1902 vom Düs­sel­dor­fer Bild­hauer Fried­rich Cou­bil­lier geschaf­fen. Damals im Auf­trag des Stadt­ver­schö­ne­rungs­ver­eins für die Königs­al­lee. Der Brun­nen dient als Abschluss der Kanal­achse und als Aus­sichts­punkt über eben diese. Sei­nen Namen ver­dankt der Brun­nen dem grie­chi­schen Mee­res­gott Tri­ton, der mit einer Lanze bewaff­net die größte Skulp­tur des Brun­nens ist. Seit 1994 steht der Tri­to­nen­brun­nen als Teils des Gesamt­en­sem­bles Königs­al­lee unter Denkmalschutz.

 

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