OB Dr. Ste­phan Kel­ler (r.) und Land­rat Hans-Jür­gen Petrauschke haben eine Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung für die Durch­füh­rung des Zen­sus 2020 unterzeichnet,©Landeshauptstadt Düsseldorf/Melanie Zanin

 

Für die Durch­füh­rung des Zen­sus 2022 wird die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf zusätz­lich die Auf­ga­ben der ört­li­chen Erhe­bungs­stelle des Rhein-Kreis Neuss über­neh­men. Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler und Land­rat Hans-Jür­gen Petrauschke haben dazu am Mon­tag, 27. Sep­tem­ber, eine ent­spre­chende Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung im Jan-Wel­lem-Saal des Rat­hau­ses unterzeichnet.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler: “Die Koope­ra­tion zwi­schen der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf und dem Rhein-Kreis Neuss im Rah­men des Zen­sus 2022 ist ein gutes Bei­spiel unse­rer regio­na­len Zusam­men­ar­beit. Durch die Zusam­men­le­gung der ört­li­chen Erhe­bungs­stel­len kön­nen wir Syn­er­gie­ef­fekte nut­zen und die Effi­zi­enz unse­rer Arbeit stei­gern. Dabei kön­nen wir auf die bereits bestehende räum­li­che und tech­ni­sche Aus­stat­tung des ver­gan­ge­nen Zen­sus 2011 zurück­grei­fen und stel­len das benö­tigte Per­so­nal gemeinsam.”

“Die Koope­ra­tion beim Zen­sus stärkt wei­ter die bewährte Zusam­men­ar­beit des Rhein-Krei­ses Neuss mit der Lan­des­haut­stadt Düs­sel­dorf. Ziel der Zusam­men­ar­beit ist zum einen, die Daten­er­he­bung in einer best­mög­li­chen Qua­li­tät als Grund­lage für die künf­tige Ent­wick­lung des Krei­ses und der Kom­mu­nen zu gewähr­leis­ten, gleich­zei­tig aber auch spar­sam mit knap­pen Per­so­nal­res­sour­cen umzu­ge­hen. Der Schul­ter­schluss ermög­licht uns bei­des zu errei­chen”, so Land­rat Hans-Jür­gen Petrauschke.

Zen­sus erhebt sta­tis­ti­sche Daten zur Bevölkerung
Der Zen­sus ist eine sta­tis­ti­sche Erhe­bung, die ermit­telt, wie viele Men­schen in Deutsch­land leben, wie sie woh­nen und arbei­ten. Mit dem Zen­sus 2022 nimmt Deutsch­land an einer EU-wei­ten Zen­sus­runde teil, die seit 2011 alle zehn Jahre statt­fin­den soll. Der Zen­sus dient als Mit­tel, um ver­läss­li­che Basis­zah­len im Bereich Bevöl­ke­rung und Woh­nun­gen für Pla­nun­gen und Ent­schei­dun­gen auf Bundes‑, Lan­des- und kom­mu­na­ler Ebene zu generieren.

In Deutsch­land ist der Zen­sus 2022 eine regis­ter­ge­stützte Bevöl­ke­rungs­zäh­lung, die durch eine Stich­probe ergänzt und mit einer Gebäude- und Woh­nungs­zäh­lung kom­bi­niert wird. In ers­ter Linie lie­fern die Mel­de­re­gis­ter der Kom­mu­nen die Aus­gangs­da­ten. Um die Qua­li­tät der Daten­ba­sis zu ver­bes­sern, wird in einer Haus­hal­te­be­fra­gung auf Stich­pro­ben­ba­sis ein Teil der Bevöl­ke­rung zusätz­lich direkt befragt. Die Mehr­heit der Bevöl­ke­rung muss daher keine Aus­kunft leisten.

Erhe­bungs­stelle von Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf und Rhein-Kreis Neuss
Die abge­schot­tete Sta­tis­tik­stelle des Düs­sel­dor­fer Amtes für Sta­tis­tik und Wah­len rich­tet für die Durch­füh­rung des Zen­sus in ihren Räum­lich­kei­ten eine gemein­same Erhe­bungs­stelle ein, die am 2. Novem­ber 2021 ihren Dienst auf­nimmt. Die Räum­lich­kei­ten wur­den bereits für den Zen­sus 2011 ein­ge­rich­tet, sodass keine Umbau­maß­nah­men von Nöten sind. Das benö­tigte Per­so­nal wird durch die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf und den Rhein-Kreis Neuss gestellt.

Zu den Auf­ga­ben der ört­li­chen Erhe­bungs­stelle gehö­ren unter ande­rem Erhe­bun­gen zur Haus­hal­te­be­fra­gung von schät­zungs­weise rund 76.000 Per­so­nen — davon rund 39.000 Aus­kunfts­pflich­tige in Düs­sel­dorf und rund 37.000 im Rhein-Kreis Neuss — auf einer vom Land über­mit­tel­ten Stich­pro­ben­ba­sis. Für die aus­ge­wähl­ten Per­so­nen besteht eine Aus­kunfts­pflicht. Auch Erhe­bun­gen an Anschrif­ten mit Son­der­be­rei­chen, wie Gemein­schafts­un­ter­künfte (Inter­nate, Alten- und Pfle­ge­heime etc.) und Wohn­heime (Stu­die­ren­den-/Aus­zu­bil­den­den­wohn­heime etc.) wer­den durch die Erhe­bungs­stelle durch­ge­führt. Zudem wir das Sta­tis­ti­sche Lan­des­amt IT.NRW bei der Gebäude- und Woh­nungs­zäh­lung und der Wie­der­ho­lungs­be­fra­gung unterstützt.