Baas Wolf­gang Rol­s­ho­ven, Cor­ne­lia Pas­t­ohr und Dr. Rein­hold Hahl­hege Foto: LOKALBÜRO

 

Aus­zeich­nung für eine Stein­met­zin mit brei­tem Leistungsspektrum

Cor­ne­lia Pas­t­ohr wurde der zum zwei­ten Mal ver­lie­hene För­der­preis der Jon­ges für das Hand­werk über­reicht. Die Preis­trä­ge­rin erhielt die Aus­zeich­nung für ihre außer­or­dent­li­che hand­werk­li­che Ent­wick­lung und ihre her­aus­ra­gende Leis­tung als Stein­met­zin und Stein­bild­haue­rin. Ein­zel­hei­ten zu ihrer Arbeit wur­den bereits im „Tor“ vorgestellt.

Im Gespräch mit Marina Mül­ler-Kloe­sel ver­riet sie am Ende des Abends, dass sie sich in die­sem eigent­lich typi­schen Män­ner­be­ruf vor allem des­halb durch­set­zen konnte, weil sie schnell unter Beweis stel­len konnte, dass sie ihr Hand­werk beherrscht. Trotz Staub und Dreck bei die­ser Arbeit, war ihre Berufs­wahl schon in frü­hen Jah­ren für sie klar, weil sie gerne drau­ßen arbei­tet und ihr eige­nes Ding machen möchte. Auf der „Walz“ sam­melte sie welt­weit Erfah­run­gen für ihren Wer­de­gang zunächst im deutsch­spra­chi­gen Raum, Mexiko City, in Kolum­bien, Feu­er­land, Sri Lanka oder in Pakistan.

Prof. Dr. Ulrich von Ale­mann, eme­ri­tier­ter Pro­fes­sor der Hein­rich-Heine-Uni­ver­si­tät, hatte zuvor Gedan­ken zum Hand­werk geäu­ßert, die er vor allem in eini­gen Kern­punk­ten, zemen­tiert sieht: Werk­zeug, Werk­statt, Ord­nung und Qua­li­tät. Er schlug dabei den Bogen von der Ent­wick­lung ein­fachs­ter Werk­zeuge über die Grün­dung der Zünfte und die ver­bind­li­che Fest­le­gung von Regeln für das Hand­werk bis hin zum Ein­satz hoch­mo­der­ner Maschi­nen in der heu­ti­gen Zeit. Das Hand­werk bürgt für ihn für Qua­li­tät und schon die alten Römer wuss­ten nach sei­nen Wor­ten: „Hand­werk stirbt nie!“.

Andreas Ehlert, Prä­si­dent der Hand­werks­kam­mer Düs­sel­dorf, wür­digte die Preis­trä­ge­rin, die doch die bes­ten Tugen­den des Hand­werks ver­kör­pert: Stolz und Indi­vi­dua­li­tät, dazu Qua­li­fi­ka­tion und Qua­li­tät. Als typisch bezeich­nete er zudem ihren Lebens­weg: Fun­dierte Aus­bil­dung und dann der Schritt in die Selbstständigkeit.

Für einen beschwing­ten Abend sorgte Peter van der Heu­sen mit sei­nen Ale Stars. Klas­si­sche Jazz-Wei­sen und zu guter Letzt das Jon­ges­lied in jaz­zi­ger Form und flot­tem Spiel. Ein wenig Zeit des ver­län­ger­ten Abends wurde dabei wie­der „rein­ge­holt“.

Text: Man­fred Blasczyk