Maike Lins und Dirk Ehlen vom Digi­ta­len Ser­vices-Team der Stadtbüchereien,©Stadtbüchereien Düsseldorf

 

Bereits 2017 ist in der Zen­tral­bi­blio­thek der Stadt­bü­che­reien Düs­sel­dorf das Libra­ry­Lab als offene “Expe­ri­men­tier­platt­form” für digi­tale Ange­bote an den Start gegan­gen. Auch in der neuen Zen­tral­bi­blio­thek im KAP1 wird es das Libra­ry­Lab geben, jedoch in neuer Form: Das neue Libra­ry­Lab lässt dann mit dop­pel­ter Flä­che und neuem Kon­zept aus dem Pro­to­typ in der “alten Zen­tral­bi­blio­thek” einen opti­mier­ten, eta­blier­ten und vor allem noch bes­ser an den Wün­schen der Men­schen ori­en­tier­ten Ort wie­der­erste­hen. Es trägt den Erfah­run­gen des Teams und den Inter­es­sen der Besu­che­rin­nen und Besu­cher und der digi­tal affi­nen Com­mu­nity Rech­nung und setzt diese im neuen Raum um.

Einen Monat vor der Eröff­nung lau­fen die Vor­be­rei­tun­gen — wie in der gesam­ten Zen­tral­bi­blio­thek — auch im Libra­ry­Lab auf Hoch­tou­ren. Mit Möbel­lie­fe­run­gen und Schrei­ner­ar­bei­ten nimmt der Raum nach und nach Gestalt an, und das Team beginnt mit der Ein­rich­tung des Stu­dios, der Instal­la­tion der Geräte und damit, den Raum für die zukünf­ti­gen Besu­che­rin­nen und Besu­cher bereit zu machen.

3D-Dru­cker, Vir­tual-Rea­lity und Gaming
Im Libra­ry­Lab in der Zen­tral­bi­blio­thek im KAP1 fin­den die Besu­che­rin­nen und Besu­cher so zukünf­tig noch mehr Raum für das eigene Erfah­ren und Erle­ben von aktu­el­ler Tech­no­lo­gie und das Umset­zen ihrer eige­nen Pro­jekte. Es ste­hen zwei 3D-Dru­cker sowie ein 3D-Scan­ner zur Ver­fü­gung, die nach einer Ein­füh­rung in die Nut­zung von Kun­din­nen und Kun­den ab 16 Jah­ren eigen­stän­dig und wäh­rend der gesam­ten Öff­nungs­zei­ten für eigene Vor­ha­ben genutzt wer­den kön­nen. Im groß­zü­gi­gen Vir­tual-Rea­lity-Bereich kön­nen Inter­es­sierte VR-Bril­len und span­nende Anwen­dun­gen nut­zen und unge­stört vir­tu­elle Wel­ten genie­ßen. Gaming hat hier eben­falls sei­nen Platz: Sowohl an den zur Ver­fü­gung gestell­ten Spie­le­kon­so­len als auch ganz ana­log sol­len die Ange­bote Ein­la­dung und Anzie­hungs­punkt für Men­schen aller Alters­grup­pen und Kennt­nisse sein. Ein gro­ßer Arbeits­tisch lädt zum Zusam­men­kom­men mit Gleich­ge­sinn­ten, zu Dis­kus­sio­nen und Aus­tausch ein oder zur Ver­wirk­li­chung von Pro­jek­ten. Dazu kön­nen das Ein­scan­nen und Ent­wer­fen eige­ner Vor­la­gen für ein­zelne 3D-Druck­ob­jekte ebenso gehö­ren wie die Rea­li­sie­rung von Vor­ha­ben der Besu­che­rin­nen und Besu­cher, die mit Hilfe der ange­bo­te­nen Tech­nik und räum­li­chen Mög­lich­kei­ten umsetz­bar sind. Neu ist das Libra­ry­Lab-Stu­dio Eine kleine Bühne sorgt künf­tig für die Gele­gen­heit, hier Ver­an­stal­tun­gen statt­fin­den zu las­sen oder dient sonst mit gemüt­li­chen Sitz­ho­ckern als Aufenthaltsbereich.

Eine Erwei­te­rung des Raums erfährt das Libra­ry­Lab im neuen Haus durch das Libra­ry­Lab-Stu­dio: dies steht für Men­schen bereit, die einen ruhi­gen Ort suchen, um eige­nen Ton­auf­nah­men wie z.B. Pod­casts zu erstel­len und hier außer­dem Mög­lich­kei­ten für das Bear­bei­ten von Bil­dern, Videos und Ton zu fin­den. Das Libra­ry­lab-Team stellt im Libra­ry­Lab-Stu­dio das ent­spre­chende Equip­ment wie Mikro­fone, Auf­nah­me­ge­räte, Kopf­hö­rer und PCs mit geeig­ne­ter Soft­ware und farb­ech­ten Moni­to­ren bereit.

Das Libra­ry­Lab Team der Stadt­bü­che­reien hat in engem Aus­tausch mit den Besu­che­rin­nen und Besu­chern und in fort­wäh­ren­der fle­xi­bler Anpas­sung der Ange­bote, For­mate und Ver­an­stal­tun­gen eine Grund­lage für die Neu­aus­rich­tung des Libra­ry­Lab im KAP1 geschaf­fen. Das Team hat mit geplan­tem Expe­ri­men­tie­ren und freiem Expe­ri­men­tie­ren­las­sen so ein Kon­zept ent­wi­ckelt, das den Bedürf­nis­sen der Besu­che­rin­nen, Besu­cher und Gäste entspricht.

Maike Lins, Lei­te­rin der digi­ta­len Ser­vices: “Der Raum bie­tet dabei ledig­lich das Set­ting — den Ort und die Aus­stat­tung -, belebt wird das Ganze erst durch die Men­schen, durch Gäste und durch die Com­mu­nity, die im Libra­ry­Lab ihr zwei­tes Wohn­zim­mer oder den Hob­by­raum außer­halb der eige­nen vier Wände fin­den und den Cha­rak­ter des Libra­ry­Lab aus­ma­chen. Die Men­schen kön­nen sich im Libra­ry­Lab an einem öffent­li­chen, zen­tra­len und nicht-kom­mer­zi­el­len Ort tref­fen und sind ein­ge­la­den, sich den Raum zu eigen zu machen.“

Ein Herz­stück der Zentralbibliothek
Das Libra­ry­Lab ist damit ein Raum der Men­schen, ein Herz­stück der Zen­tral­bi­blio­thek, das digi­tal Inter­es­sierte jeden Alters und mit oder ohne tech­ni­sche Vor­kennt­nisse dazu ein­lädt, die ange­bo­te­nen Geräte zu nut­zen, Zeit zu ver­brin­gen, sich aus­zu­tau­schen oder sogar eigene Ver­an­stal­tun­gen und Ange­bote zu rea­li­sie­ren. Regel­mä­ßige Ver­an­stal­tun­gen durch das Team, externe Gäste oder Koope­ra­ti­ons­part­ner bil­den den Rah­men und wer­den als drit­tes Ele­ment neben Aus­stat­tung und Com­mu­nity dazu anre­gen, sich über das Ange­bot zu infor­mie­ren oder in Dis­kus­sio­nen über digi­tale The­men ein­zu­tre­ten. Libra­ry­Lab und Libra­ry­Lab-Stu­dio las­sen sich ganz eigen­stän­dig nut­zen, alter­na­tiv ist das Team des Libra­ry­Lab regel­mä­ßig ansprech­bar und hilf­reich vor Ort oder ergänzt das Gerä­te­an­ge­bot mit ein­füh­ren­den und the­men­be­zo­ge­nen Ver­an­stal­tun­gen. Ein­füh­run­gen in die digi­ta­len Dienste der Stadt­bü­che­reien gehö­ren hier ebenso dazu wie 3D-Druck-Schu­lun­gen, Ein­blick in Pro­jekte des Teams oder VR-Stun­den, in denen regel­mä­ßig inter­es­sante Anwen­dun­gen vor­ge­stellt werden.

Zusätz­lich fin­den regel­mä­ßig Ver­an­stal­tun­gen zu den The­men Gaming und Digi­ta­les mit exter­nen Gäs­ten statt, die Infor­ma­tion ebenso bie­ten wie Raum zur Dis­kus­sion. Ganz gemäß der “Vision 2025” der Zen­tral­bi­blio­thek gibt das Libra­ry­Lab “…Men­schen einen geschütz­ten Raum und ein opti­ma­les Umfeld für Inspi­ra­tion, Ler­nen, Wis­sens­tausch, Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung, Kom­mu­ni­ka­tion und Ent­span­nung…” und schafft bei opti­ma­ler Zugäng­lich­keit der Räum­lich­kei­ten eine hohe Auf­ent­halts­qua­li­tät und Wohlfühlatmosphäre.