In der Grün­an­lage auf dem Tun­nel­de­ckel der Auto­bahn 44 süd­lich des Flug­ha­fens wird eine 27.000 Qua­drat­me­ter große Blüh­wiese angelegt,©Landeshauptstadt Düsseldorf/Melanie Zanin

 

Lan­des­haupt­stadt enga­giert sich wei­ter im Bun­des­pro­gramm “Stadt­grün Naturnah”

Über der Auto­bahn A44 summt und brummt es ab dem kom­men­den Jahr. Das Gar­ten­amt hat in der Grün­an­lage auf dem Tun­nel­de­ckel süd­lich des Flug­ha­fens durch Unter­stüt­zung der zustän­di­gen Bezirks­ver­tre­tung eine Blüh­wiese ange­legt. Die Stadt setzt damit ein wei­te­res Pro­jekt für mehr bio­lo­gi­sche Viel­falt um. Erst vor weni­gen Wochen hatte Düs­sel­dorf im Pro­gramm “Stadt­grün Natur­nah” eine Aus­zeich­nung in der Kate­go­rie Gold erhal­ten und sich so offi­zi­ell in die auf die­sem Gebiet füh­ren­den Kom­mu­nen in Deutsch­land eingereiht.

10.000 Wie­sen­stau­den haben die Stadt­gärt­ner in der Grün­an­lage auf dem Tun­nel­de­ckel der A44 gepflanzt. Dar­un­ter zum Bei­spiel Wie­sen-Mar­ge­ri­ten, Wit­wen­blu­men, Sei­fen­kraut, Kuckucks-Licht­nel­ken und Schlüs­sel­blu­men. Zusam­men mit der bestehen­den Bepflan­zung fügen sie sich zu einer arten­rei­chen Blüh­wiese auf einer Flä­che von ins­ge­samt rund 27.000 Qua­drat­me­ter. Im Laufe der kom­men­den Wochen set­zen die Stadt­gärt­ner außer­dem noch Zwie­beln für insek­ten­freund­li­che Früh­blü­her in den Boden. Ziel des Pro­jekts ist es, einen Bei­trag zur bio­lo­gi­schen Viel­falt in der Stadt zu leis­ten und Nah­rung und Lebens­raum für Insek­ten zu schaffen.

Die ent­ste­hende Blüh­wiese auf dem Tun­nel­de­ckel der A44 ist eines von rund 30 der­ar­ti­gen Pro­jek­ten, die allein in den ver­gan­ge­nen drei Jah­ren in Düs­sel­dorf ent­stan­den sind. Ins­ge­samt ver­fügt die Stadt über rund 85 Hektar Blüh­wie­sen­flä­che in den Parks sowie im Stra­ßen­be­gleit­grün. Bei­spiele dafür sind die Wie­sen­flä­chen an der Kai­sers­wert­her Straße und an der Hans-Sachs-Straße. Am Stau­fen­platz sind Ver­kehrs­in­seln mit insek­ten­freund­li­cher Kräu­ter­be­pflan­zung ent­stan­den. Auch hat das Gar­ten­amt auf eini­gen Düs­sel­dor­fer Fried­hö­fen Blüh­wie­sen ange­legt. Der Bestand wird kon­ti­nu­ier­lich ausgebaut.

Für ihr Enga­ge­ment im Bereich der bio­lo­gi­schen Viel­falt ist die Lan­des­haupt­stadt im Sep­tem­ber aus­ge­zeich­net wor­den. Im Bun­des­pro­gramm “Stadt­grün Natur­nah” erhielt Düs­sel­dorf das Label in der Kate­go­rie Gold. Mit der Aus­zeich­nung ehren das Bünd­nis “Kom­mu­nen für bio­lo­gi­sche Viel­falt” und die Deut­sche Umwelt­hilfe Städte und Gemein­den, die sich in Sachen natur­na­her Grün­flä­chen­ge­stal­tung und ‑pflege enga­gie­ren. Ins­ge­samt sind bun­des­weit 49 Kom­mu­nen in den Kate­go­rien Bronze, Sil­ber und Gold damit ausgezeichnet.

Seit Jah­ren ist die Lan­des­haupt­stadt im Natur­schutz aktiv. Für wei­tere natur­nahe Räume, mehr Grün in der Stadt und inno­va­tive Ideen für die Zukunft hat sich Düs­sel­dorf 2019 zur Teil­nahme am Labe­ling-Ver­fah­ren des Bun­des­pro­gramms “Stadt­grün natur­nah” ent­schie­den. Ziel ist es, öko­lo­gi­sche Stan­dards für die Bewirt­schaf­tung öffent­li­cher Grün­flä­chen zu eta­blie­ren und so die bio­lo­gi­sche Viel­falt in der Stadt zu erhal­ten. Dazu ent­wi­ckelt das Garten‑, Fried­hofs- und Forst­amt Aktio­nen und Ideen für die Stär­kung von bio­lo­gi­scher Viel­falt. Eine lokale Arbeits­gruppe aus der Ver­wal­tung und aus Düs­sel­dor­fer Ver­ei­nen, Initia­ti­ven und Orga­ni­sa­tio­nen beglei­tet das mehr­stu­fige Verfahren.