v.l.n.r. Heinz Mack, Vale­ria Maria Mack, Dirk Geuer – ©Gale­rie Geuer&Geuer, Foto­graf: Julia Carola Pohle

 

Mit der ZERO-Gruppe wurde er welt­be­rühmt: Heinz Mack! Jetzt fei­erte der Künst­ler die Ver­nis­sage sei­ner Aus­stel­lung „Die Archi­tek­tur der Farbe“ in der Düs­sel­dor­fer Gale­rie Geuer & Geuer Art, die seit Jah­ren eng mit ihm zusam­men­ar­bei­tet. Anlass: sein dies­jäh­ri­ger 90. Geburts­tag sowie die Prä­sen­ta­tion neuer und exklu­si­ver Werke.

Gezeigt wird eine Viel­zahl von bis­her noch in kei­ner musea­len Insti­tu­tion der Welt gezeig­ten Col­la­gen des Künst­lers. Im Rah­men der Aus­stel­lungs­er­öff­nung stellte Heinz Mack per­sön­lich die über­wie­gend mit­tel­gro­ßen bis klein­for­ma­ti­gen Col­la­gen aus hand­be­mal­tem Büt­ten­pa­pier, die pri­mär zwi­schen 2017 und 2020 ent­stan­den sind, exklu­siv der Öffent­lich­keit vor.

Gale­rist Dirk Geuer, der seit 1996 mit Heinz Mack per­sön­lich zusam­men­ar­bei­tet, betont: „Es freut mich immer wie­der, mit Heinz Mack zusam­men­zu­ar­bei­ten, ist er nicht nur einer der bedeu­tends­ten deut­schen Künst­ler unse­rer Zeit, son­dern es ver­bin­det uns auch eine Viel­zahl an gemein­sa­men Pro­jek­ten. Der Öffent­lich­keit nun eine ganz andere, neue und noch voll­kom­men unbe­kannte Seite des Künst­lers in unse­rer Gale­rie zu zei­gen, ist für mich ein ganz beson­de­res Privileg.“

Zahl­rei­che Gäste erwie­sen dem Künst­ler die Ehre – dar­un­ter Künst­ler­kol­le­gen wie Ste­phan Kaluza, Gaby Fey und Nic­las Cas­tello, UNESCO-Son­der­bot­schaf­te­rin Dr. h.c. Ute-Hen­ri­ette Oho­ven, Fecht­olym­pia­sie­ge­rin Britta Hei­de­mann, Star-Cho­reo­graph und Tän­zer Eric Gaut­hier, Foto­gra­fin Jea­nette Bak und Wolf­ram Kons, ntv-Mode­ra­tor und Gesamt­lei­ter des RTL-Spen­den­ma­ra­thons, den das Unter­neh­men Daim­ler seit Jah­ren enga­giert unterstützt.

Mack, der seine far­bi­gen Werke als „Spie­gel­bil­der (s)einer inne­ren Emp­fin­dun­gen“ ver­steht, setzt sich auch in die­sen Arbei­ten mit sei­nen zen­tra­len The­men Licht und Struk­tur aus­ein­an­der. Das Resul­tat: Ein­zig­ar­tige, gegen­stands­lose Werke, in denen das Licht zur Farbe gewor­den ist, die sich in der für Mack typi­schen inten­si­ven Leucht­kraft offen­bart. Die aus­ge­schnit­te­nen und über­ein­an­der oder anein­an­der gekleb­ten Farb­fel­der, die Mack vor­her mit leuch­ten­der Pig­ment­farbe über­zo­gen hat, erin­nern an seine berühm­ten Chro­ma­ti­schen Kon­stel­la­tio­nen, die er seit 1991 bestän­dig malt. Nur wir­ken die Farb­fel­der sei­ner Col­la­gen auf­grund ihrer Schnitt­kan­ten pla­ka­ti­ver und architektonischer.

Die Bil­der­schau läuft bis zum 5. Dezem­ber 2021. Anläss­lich der Aus­stel­lung erscheint ein Kata­log mit einem aus­führ­li­chen Inter­view, das Vale­ria Maria Mack, die Toch­ter von Heinz Mack, mit dem Künst­ler über seine Col­la­gen geführt hat.

Heinz Mack:

1957 grün­dete Heinz Mack gemein­sam mit Otto Piene in Düs­sel­dorf die berühmte und inter­na­tio­nal ein­fluss­rei­che Künst­ler­gruppe ZERO, der sich 1961 Gün­ther Uecker anschloss. Spek­ta­ku­läre, expe­ri­men­telle Kunst­ak­tio­nen sind für die ZERO-Zeit und ihre Prot­ago­nis­ten kenn­zeich­nend. Das Solo­mon R. Gug­gen­heim Museum in New York eröff­nete im Okto­ber 2014 eine ZERO-Aus­stel­lung, die 2015 im Mar­tin-Gro­pius-Bau (Ber­lin), im Stede­lijk Museum (Ams­ter­dam) sowie im Sakip Sabanci Museum (Istan­bul) gezeigt wurde. Das zen­trale künst­le­ri­sche Thema von Heinz Mack ist das Licht. Auf­se­hen erregt haben beson­ders seine expe­ri­men­tel­len Licht­re­li­efs sowie seine Licht-Instal­la­tio­nen in der Wüste.

In über 300 Ein­zel­aus­stel­lun­gen und zahl­rei­chen Grup­pen­aus­stel­lun­gen wur­den seine Arbei­ten bis­her der Öffent­lich­keit zugäng­lich gemacht. Seine Werke sind in 140 öffent­li­chen Samm­lun­gen vertreten.

Zudem schuf Mack zahl­rei­che Skulp­tu­ren für den öffent­li­chen Raum (u.a. für Düs­sel­dorf, Frank­furt, Mün­chen, Ber­lin, Stutt­gart, Köln, Müns­ter, Osna­brück), ist docu­menta-Teil­neh­mer und ver­trat 1970 Deutsch­land auf der Bien­nale in Vene­dig. Wei­tere Infos unter: https://www.mack-kunst.com/de/Zero.htm