Nach einer neuen Stu­die der Uni­ver­si­tät Gie­ßen wiegt die Menge der unadres­sier­ten Wer­bung bis zu 1,83 Mil­lio­nen Ton­nen, was bis zu 10 Pro­zent des deut­schen Papier­kon­sums aus­macht. Die Ver­brau­cher­zen­trale möchte dies bewusst machen,©Landeshauptstadt Düs­sel­dorf, Aquazoo

 

Unter dem Motto “Wir gemein­sam für weni­ger Abfall — unsere Gemein­schaft für mehr Nach­hal­tig­keit!” gibt es vom 20. bis 28. Novem­ber Hin­weise für Verbraucher

Die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf betei­ligt sich an der Euro­päi­schen Woche der Abfall­ver­mei­dung. Das Motto in die­sem Jahr lau­tet “Wir gemein­sam für weni­ger Abfall — unsere Gemein­schaft für mehr Nach­hal­tig­keit!”. Von Sams­tag, 20. Novem­ber, bis Sonn­tag, 28. Novem­ber wird in der Stadt für die Müll­ver­mei­dung und die rich­tige Ent­sor­gung von Abfall geworben.

Umwelt­de­zer­nen­tin Helga Stul­gies begrüßt aus­drück­lich, dass “die mitt­ler­weile elfte Akti­ons­wo­che auch in der Lan­des­haupt­stadt wie­der genutzt wird, um inten­siv über die Ver­mei­dung von Abfäl­len, die Scho­nung von Res­sour­cen und Nach­hal­tig­keit zu infor­mie­ren und mit Men­schen ins Gespräch zu kom­men”. Es folgt eine Über­sicht von Ver­an­stal­tun­gen und Pro­jek­ten anläss­lich der Woche der Abfallvermeidung:

Mehr­weg und Werbemüll
Ein Schau­fens­ter unter dem Motto “Gemein­sam Res­sour­cen schüt­zen” haben die Ver­brau­cher­zen­trale Düs­sel­dorf und die Abfall­be­ra­tung der Awista gestal­tet. Zu sehen ist das Ergeb­nis ab Mon­tag, 15. Novem­ber, bis Don­ners­tag, 9. Dezem­ber, in den Fens­tern der Bera­tungs­stelle Düs­sel­dorf der Ver­brau­cher­zen­trale NRW an der Immer­mann­straße 51. Die Schwer­punkt­the­men hei­ßen Mehr­weg und Ver­mei­dung von Wer­be­müll. Im Schau­fens­ter sind Mehr­weg­be­hält­nisse aus­ge­stellt und aktu­elle Mehr­weg­an­bie­ter für die Gas­tro­no­mie benannt. Beglei­tend wird die Mehr­weg-Inter­net­seite www.mehrweg-duesseldorf.defrei­ge­schal­tet. Auf die­ser kön­nen sich Ver­brau­cher Restau­rants, Cafés oder sons­tige Betriebe, die in Düs­sel­dorf Mehr­weg­al­ter­na­ti­ven anbie­ten, auf einer Karte anzei­gen las­sen. Über www.awista.de und in den sozia­len Medien wer­den beglei­tende Infor­ma­tio­nen bereit­ge­stellt. Zusätz­lich wei­sen Pla­kate auf die neue Mehr­weg-Aktion hin. Ein über­gro­ßer Brief­kas­ten mit einem Auf­kle­ber “Keine Wer­bung” macht im Schau­fens­ter auf die Wer­be­müll­flu­ten auf­merk­sam, die die Ver­brau­cher regel­mä­ßig erreichen.

Nach einer neuen Stu­die der Uni­ver­si­tät Gie­ßen wiegt die Menge der unadres­sier­ten Wer­bung bis zu 1,83 Mil­lio­nen Ton­nen, was bis zu 10 Pro­zent des deut­schen Papier­kon­sums aus­macht. Ein Online-Forum “Gemein­sam Wer­be­müll stop­pen” fin­det am Mitt­woch, 24. Novem­ber, 17 bis 18 Uhr, statt. Infor­ma­tio­nen zu Umwelt­aspek­ten der Wer­bung und den recht­li­chen Mög­lich­kei­ten, etwas gegen Wer­be­müll zu tun, geben Frie­de­rike Far­sen und Silke Gerst­ler von der Ver­brau­cher­zen­trale NRW. Inter­es­sen­ten müs­sen sich anmel­den unter https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZYudOuqqT0sE90YwnazCi-LCq3hBwPqQCXg.

Kein Abfall ins Abwas­ser — Welttoilettentag
Der Welt­toi­let­ten­tag ist am Frei­tag, 19. Novem­ber. Awista, Stadt­ent­wäs­se­rungs­be­trieb und Ver­brau­cher­zen­trale bera­ten an die­sem Tag zwi­schen 11 und 17 Uhr an einem Info­stand in den Bil­ker Arca­den, Fried­rich­straße 133. Es geht darum, dass keine Abfälle — ins­be­son­dere Medi­ka­mente — in die Toi­lette und damit ins Abwas­ser gehö­ren. Neben Infor­ma­ti­ons­ma­te­ria­lien zum Thema “Fremd­stoffe im Abwas­ser” besteht die Mög­lich­keit vor Ort mit Exper­ten ins Gespräch zu kommen.

Macht den Abfluss nicht zur Müll­tonne “14 Pro­zent des Mülls wer­den immer noch fälsch­li­cher­weise über Toi­lette und Spüle ent­sorgt”, sagt Sebas­tian Dreyer, Lei­ter der Bera­tungs­stelle Düs­sel­dorf der Ver­brau­cher­zen­trale NRW. “Das möch­ten wir gerne ändern. Gemein­sam mit unse­ren Part­nern von der Awista, dem Stadt­ent­wäs­se­rungs­be­trieb und Haus und Grund Düs­sel­dorf for­dern wir des­halb: Macht den Abfluss nicht zur Müll­tonne!” Als pro­mi­nen­ten Mit­strei­ter für die gute Sache konnte die Ver­brau­cher­zen­trale NRW Manes Mecken­stock gewin­nen: Der Düs­sel­dor­fer Kaba­ret­tist erklärt in zwei amü­sant-infor­ma­ti­ven Videos, dass nur drei Dinge in die Toi­lette gehö­ren: große Geschäfte, kleine Geschäfte und Klo­pa­pier. “Keine Rake­ten­wis­sen­schaft, eigent­lich ganz ein­fach”, fin­det Mecken­stock. Die Videos sind ab sofort auf den Web­sei­ten und Social Media-Kanä­len sämt­li­cher Koope­ra­ti­ons­part­ner zu sehen.

Kurze Ver­sion (20 sek.) für Social Media https://youtu.be/9kzjxJNPFF8
Lange Ver­sion (2:38 Minu­ten), auf VZ-Seite https://youtu.be/Ki5VoN8UV‑c

Auf www.duesseldorf.de/abfallvermeiden hält das Amt für Umwelt- und Ver­brau­cher­schutz ganz­jäh­rig Tipps und Hin­weise zur Abfall­ver­mei­dung bereit. Wer eine sinn­volle Wei­ter­ver­wen­dung von Möbeln, Elek­tro­ge­rä­ten, Klei­dung, Werk- und Spiel­zeu­gen oder sons­ti­gem Haus­rat sucht, fin­det hier Rat. “Spen­den Sie kari­ta­ti­ven Orga­ni­sa­tio­nen oder Second-Hand-Läden. Oft kann jemand gerade das gut gebrau­chen, was weg­ge­wor­fen wer­den soll”, erläu­tert Tho­mas Loo­sen, Lei­ter des Amtes für Umwelt- und Ver­brau­cher­schutz. Wei­tere Ein­zel­hei­ten zum Pro­gramm fin­den sich online unter: www.wochederabfallvermeidung.de.