Las­ten­rad­sta­tion Foto: LOKALBÜRO

 

Drei E‑Lastenräder kön­nen an der Karo­lin­ger­straße in Bilk für Mie­ter der SWD rund um die Uhr aus­ge­lie­hen werden
Buchung und Bezah­lung erfolgt per App

Um die Nach­frage nach Las­ten­rä­dern vor Ort bes­ser bedie­nen zu kön­nen, hat die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf gemein­sam mit der Con­nec­ted Mobi­lity Düs­sel­dorf (CMD) einen Las­ten­rad-Auto­ma­ten ent­wi­ckelt und mit Unter­stüt­zung der SWD Städ­ti­sche Woh­nungs­ge­sell­schaft Düs­sel­dorf auf­ge­stellt. Seine Beson­der­heit: Die Las­ten­rä­der, die dort zunächst von den SWD-Bewoh­nern aus­ge­lie­hen wer­den kön­nen, haben eine elek­tri­sche Antriebs­hilfe und wei­sen dadurch einen hohen Fahr­kom­fort auf. Der Las­ten­rad-Auto­mat ist am Don­ners­tag, 3. Februar, an der Karo­lin­ger­straße 28 in Bilk in Betrieb gegangen.

“Das inno­va­tive Pro­jekt­vor­ha­ben ‘Las­ten­rad-Auto­mat’, das nun mit dem Stand­ort Karo­lin­ger­straße star­tet, wird per­spek­ti­visch ein wich­ti­ger Mosa­ik­stein zur Mobi­li­täts­wende sein. Am Wohn­ort star­ten und enden die Wege der städ­ti­schen Bevöl­ke­rung. Dort wer­den die Wei­chen gestellt, wel­ches Ver­kehrs­mit­tel für die Wege genutzt wird”, erklärte Mobi­li­täts­de­zer­nent Jochen Kral, der auch Vor­sit­zen­der des Auf­sichts­ra­tes der CMD ist, bei der Inbe­trieb­nahme des Lastenrad-Automaten.

Der Las­ten­rad-Auto­mat besteht aus einer Stele und einem Bügel mit Lade­punk­ten für die E‑Lastenräder. Ins­ge­samt drei Räder, zwei für den Trans­port grö­ße­rer und eines für klei­nere Las­ten, ste­hen dort für die Anwoh­ner der SWD zum Ver­leih bereit. Sie erhal­ten in Kürze einen Zugangs­code und kön­nen dann rund um die Uhr dar­auf zugrei­fen. Das sta­ti­ons­ba­sierte Sys­tem schafft Ord­nung und erfor­dert die Rück­gabe der Draht­esel am Ort ihrer Aus­gabe. Per­so­nal ist dafür nicht erfor­der­lich. Die Buchung und Bezah­lung erfolgt per App. Die App heißt “Velo­city mobi­lity” und ist in den gän­gi­gen Apps­to­res zu finden.

Die CMD ist mit der Pla­nung, der Rea­li­sie­rung und dem Betrieb des Auto­ma­ten beauf­tragt. Am Stand­ort Karo­lin­ger­straße koope­riert sie mit der städ­ti­schen Woh­nungs­ge­sell­schaft SWD und stellt der Anwoh­ner­schaft das voll­au­to­ma­ti­sche Las­ten­rad-Ver­leih­sys­tem, das rund um die Uhr nutz­bar ist, zur Ver­fü­gung. Der Leih-Auto­mat befin­det sich im Innen­hof des Quar­tiers Burghof‑, Karo­lin­ger- und Hen­ri­et­ten­straße. Dort wer­den von der SWD noch bis 2026 über 150 Woh­nun­gen in unter Denk­mal­schutz ste­henden Häu­sern ener­ge­tisch saniert und moder­ni­siert. Durch die­ses Pilot­pro­jekt am SWD-Stand­ort sol­len zen­trale Erkennt­nisse aus einem sol­chen Ange­bot im urba­nen Wohn­um­feld gewon­nen wer­den. Nach­frage, Ziel­gruppe und Nut­zungs­cha­rak­te­ris­ti­ken wer­den im Zuge des Pro­jek­tes unter­sucht. Die Erkennt­nisse wer­den mit dem Umwelt­amt im Hin­blick auf die Kli­ma­schutz­stra­te­gie und dem Amt für Ver­kehrs­ma­nage­ment im Hin­blick auf den Mobi­li­täts­plan D geteilt, um größt­mög­li­chen Nut­zen dar­aus zu zie­hen. Sollte sich das Las­ten­rad-Ver­leih­sys­tem bewäh­ren, könnte dies auch bei wei­te­ren Neu­bau­vor­ha­ben oder auch bei bestehen­den Wohn­an­la­gen Nach­ah­mer fin­den. Die Mobi­li­täts­fach­leute der CMD beschei­ni­gen dem Fahr­rad-Auto­ma­ten gro­ßes Poten­zial. So sol­len Auto­ma­ten, wenn das Pilot­pro­jekt erfolg­reich läuft, im gesam­ten Stadt­ge­biet durch das Pro­gramm der Mobil­sta­tio­nen ange­bo­ten wer­den — nicht zuletzt, um dadurch das Ziel der Kli­ma­neu­tra­li­tät 2035 schnel­ler zu errei­chen. Zwei wei­tere Sta­tio­nen sol­len in die­sem Jahr noch in Betrieb gehen, davon eine am Kirch­platz, die dann auch allen Bewoh­ner zugäng­lich ist. Die Kos­ten einer Sta­tion soll bei 20.000 € liegen.

Das Pilot­pro­jekt wird mit den Mit­teln des kom­mu­na­len Kli­ma­schutz-Fonds und der Unter­stüt­zung des Umwelt­amts rea­li­siert. Gleich­zei­tig wird mit dem neuen Auto­ma­ten das Ziel des Mobi­li­täts­plan D “Neue Mobi­li­täts­kul­tur eta­blie­ren und Kfz-Fahr­ten ver­la­gern” ver­folgt. Die leichte und nie­der­schwel­lige Zugäng­lich­keit alter­na­ti­ver Mobi­li­täts­an­ge­bote ist bei die­sem Ziel des Mobi­li­äts­plans ein Schlüsselkriterium.

Von kom­plet­ten Mobil­sta­tio­nen bis hin zu ein­zel­nen Sharing-Ange­bo­ten unter­stützt die CMD die Stadt­ver­wal­tung bei der ope­ra­ti­ven Umset­zung ver­schie­de­ner Mobi­li­täts­an­ge­bote. In Kürze wer­den auch Trai­nings­pro­gramme der CMD für die Anwoh­ner anlau­fen, um eine sichere Nut­zung der E‑Lastenräder zu gewähr­leis­ten und Unent­schlos­sene von den neuen Ange­bo­ten zu über­zeu­gen. Infor­ma­tio­nen dazu gibt es bei der CMD online unter www.lastenrad-automat.de, Tele­fon 0211–421 61 800 oder per E‑Mail an info@mobildus.de. Für die Anmel­dung ist eine ein­ma­lige Regis­trie­rung erfor­der­lich. Diese kos­tet für die Bewoh­ner der SWD-Woh­nun­gen als Ken­nen­lern­an­ge­bot bis Don­ners­tag, 31. März, fünf Euro, ab 1. April dann 10 Euro. Für die Nut­zung der Las­ten­rä­der wird je ange­fan­ge­ner Stunde ein Euro berechnet.

 

Mobi­li­täts­de­zer­nent Jochen Kral Foto: LOKALBÜRO