Die Inte­gra­ti­ons­rats­mit­glie­der Obo­jah Adu, Katha­rina Kabata, Samy Char­chira, Leo­nie Ton­sen (v.l.) bei der Pflan­zung der Bäume im Nordpark,©Landeshauptstadt Düsseldorf/Philip Basarir

 

Gedenk­hain mit elf gepflanz­ten Bäu­men ensteht im Nordpark

Anläss­lich des Tages gegen den Ras­sis­mus am Mon­tag, 21. März, hat der Inte­gra­ti­ons­rat der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf elf Bäume im Nord­park gepflanzt. Der Inter­na­tio­nale Tag gegen Ras­sis­mus wird jähr­lich am 21. März began­gen und wurde 1966 von den Ver­ein­ten Natio­nen aus­ge­ru­fen. Mit der Kam­pa­gne “10+1 Bäume für die Opfer des NSU” wol­len der Lan­des­in­te­gra­ti­ons­rat NRW und die kom­mu­na­len Inte­gra­ti­ons­räte Erin­ne­rungs­orte schaffen.

Die Zahl Elf ergibt sich aus zehn Bäu­men für die zehn Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Unter­grunds (NSU) und einem Baum für alle ande­ren, zum Teil unbe­kann­ten Opfer ras­sis­ti­scher Angriffe. Ziel ist es, mit dem Erin­ne­rungs­ort über die Dimen­sion die­ser Ver­bre­chen zu infor­mie­ren. Der elfte Baum in Düs­sel­dorf steht sym­bo­lisch für die Opfer des Wehrhahn-Anschlags.

Katha­rina Kabata, stell­ver­tre­tende Vor­sit­zende des Inte­gra­ti­ons­ra­tes der Stadt Düs­sel­dorf:” Wir wol­len mit die­sem Ort den Opfern geden­ken. Gleich­zei­tig soll der Erin­ne­rungs­ort ein star­kes Signal des Wider­stands gegen Ras­sis­mus und den rechts­ex­tre­mis­ti­schen Ter­ror sen­den. Durch die Ein­rich­tung des Gedenk­or­tes für die Opfer des NSU und des Wehr­hahn-Anschlags setzt Düs­sel­dorf als Lan­des­haupt­stadt und Ort des viel­fäl­ti­gen und fried­li­chen Zusam­men­le­bens ein Zei­chen gegen Ras­sis­mus und Rechtsextremismus.”

Der ent­stan­dene Gedenk­hain befin­det sich am nord­west­li­chen Rand des Nord­parks. Die Gruppe aus elf unter­schied­li­chen Baum­ar­ten sym­bo­li­siert die Indi­vi­dua­li­tät der ein­zel­nen Schick­sale der Betrof­fe­nen. Die Stand­ort­wahl steht in einem bewuss­ten Span­nungs­ver­hält­nis zur His­to­rie des Nord­parks. Die­ser geht zurück auf die “Reichs­aus­stel­lung Schaf­fen­des Volk”, die im Jahr 1937 auf Ver­an­las­sung durch die Natio­nal­so­zia­lis­ten in Düs­sel­dorf ver­an­stal­tet wurde.

Der Erin­ne­rungs­ort befin­det sich außer­halb der Denk­mal­grenze in einem Park­teil, der durch weite Rasen­flä­chen und locker gestreute Baum­grup­pen bestimmt wird. Daher fügt sich die hainar­tige Pflan­zung der Bäume har­mo­nisch in die Umge­bung ein. Auf­grund der Anord­nung sowie der Auf­stel­lung einer Gedenk­stele ist der Gedenk­hain aller­dings als beson­de­rer Ort zu erkennen.