Kon­trolle am Cor­ne­li­us­platz Fot: LOKALBÜRO

 

Die stren­gen Kon­trol­len der letz­ten Jahre und die aber­mals ange­kün­digte Null-Tole­ranz-Stra­te­gie der Poli­zei und der Stadt Düs­sel­dorf zum dies­jäh­ri­gen “Car-Frei­tag” dürf­ten Wir­kung gezeigt haben: Trotz des schö­nen Früh­lings­wet­ters zog es am Kar­frei­tag, 15. April, weni­ger Auto­po­ser in die Düs­sel­dor­fer Innen­stadt, als noch im Vorjahr.

121 (im Vor­jahr: 157) Fahr­zeuge und Fahr­zeug­füh­rer wur­den von den Behör­den ein­ge­hend über­prüft. Gegen einige Unbe­lehr­bare gin­gen die Ein­satz­kräfte mit Anzei­gen und Sicher­stel­lun­gen unmiss­ver­ständ­lich vor. Im Nach­gang zu den Kon­trol­len wer­den zahl­rei­che Auto­po­ser einen Buß­geld­be­scheid erhal­ten. Außer­dem kann auch das neue Instru­ment der Ord­nungs­ver­fü­gun­gen, bei dem auf­fäl­lig gewor­de­nen Fahr­zeug­füh­rern im Wie­der­ho­lungs­fall Zwangs­gel­der zwi­schen 5.000 und 10.000 Euro dro­hen, zur Anwen­dung kom­men. Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler sowie der Lei­ter der Direk­tion Ver­kehr des Poli­zei­prä­si­di­ums, Jür­gen Lan­kes, über­zeug­ten sich vor Ort von der erfolg­rei­chen Arbeit der Ein­satz­kräfte bei der gemein­sa­men Aktion.

“Düs­sel­dorfs Stra­ßen dür­fen nicht zur Selbst­in­sze­nie­rung miss­braucht wer­den. Auf­heu­lende Moto­ren, tech­nisch ille­gal ver­än­derte Fahr­zeuge und vor allem gefähr­li­che Fahr­ma­nö­ver dul­den wir nicht. Mit die­sem Ein­satz, aber auch bei jeder Ver­kehrs­kon­trolle wer­den wir das den­je­ni­gen klar­ma­chen, die sich nicht an die Regeln hal­ten. Die Erfah­run­gen aus dem gest­ri­gen Ein­satz haben deut­lich gemacht, dass wir gemein­sam mit der Stadt auf dem rich­ti­gen Weg sind”, so der lei­tende Poli­zei­di­rek­tor Jür­gen Lankes.

Auch Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler zeigt sich mit dem Ergeb­nis der Kon­trol­len zufrie­den: “Die höhe­ren Buß­gel­der und unser gemein­sa­mer Appell mit der Poli­zei haben offen­bar Wir­kung gezeigt. Wir wer­den daher wei­ter­hin in unse­ren Anstren­gun­gen gegen die Szene nicht nach­las­sen und gleich­zei­tig dar­über auf­klä­ren, dass es sich bei die­sen Posern nicht um miss­ver­stan­dene Auto­en­thu­si­as­ten han­delt, son­dern um Gefähr­der und Störer.”

Hier die Bilanz in Zahlen:
Ins­ge­samt zehn Fahr­zeuge wur­den von den Spe­zia­lis­tin­nen und Spe­zia­lis­ten der AG-Tuning vor­über­ge­hend “aus dem Ver­kehr gezo­gen”. Fünf der Fahr­zeuge waren tech­nisch so unzu­läs­sig ver­än­dert, dass sie bei den Kon­trol­len sicher­ge­stellt wur­den. Sie wer­den jetzt von einem amt­li­chen Sach­ver­stän­di­gen begut­ach­tet. Drei hoch­wer­tige Fahr­zeuge hat­ten kei­nen gül­ti­gen Ver­si­che­rungs­schutz und wur­den ent­stem­pelt. Zwei wei­tere wur­den aus gefah­ren­ab­weh­ren­den Grün­den sichergestellt.

Die Poli­zis­tin­nen und Poli­zis­ten schrie­ben vier Straf­an­zei­gen, unter ande­rem wegen Fah­rens ohne Fahr­erlaub­nis und Ver­stö­ßen gegen das Pflicht­ver­si­che­rungs­ge­setz. Dar­über hin­aus wur­den 31 Buß- und Ver­war­nungs­geld­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet. Im Wesent­li­chen wegen fest­ge­stell­ter tech­ni­scher Män­gel und weil die Betriebs­er­laub­nis der Fahr­zeuge erlo­schen war. In einem Ver­fah­ren wur­den ein Kenn­zei­chen­paar sicher­ge­stellt und ein Bericht an das Stra­ßen­ver­kehrs­amt geschrie­ben. 16 Ver­kehrs­teil­neh­mern wurde ein soge­nann­ter Kon­troll­be­richt aus­ge­hän­digt. Sie sol­len wegen unter­schied­li­cher Bean­stan­dun­gen ihr Fahr­zeug in den nächs­ten Tagen bei der zustän­di­gen Behörde mit den beho­be­nen Män­geln noch­mals vorführen.

Meh­rere Mit­ar­bei­ter der Stadt­kasse waren vor Ort und über­prüf­ten im Rah­men der Auto­po­ser-Kon­trol­len, ob gegen ange­trof­fene Per­so­nen Voll­stre­ckungs­ver­fah­ren wegen öffent­lich-recht­li­cher For­de­run­gen (z.B. Buß­gel­der oder Steu­ern) lau­fen – in die­sen Fäl­len wur­den die Außen­stände sei­tens der Stadt­kasse direkt vor Ort voll­streckt oder gepfän­det. Dabei wur­den 4.100 Euro eingenommen.

Kurz vor Ablauf des Tages zeigte sich dann noch eine Zivil­streife der Poli­zei Neuss an der Stadt­grenze zu Neuss auf­merk­sam. Die Poli­zis­tin­nen und Poli­zis­ten beob­ach­te­ten um 23:58 Uhr auf der Keve­lae­rer Straße in Heerdt einen 30-Jäh­ri­gen, der sei­nen Mer­ce­des AMG E63 S bei erlaub­ten 50 km/h auf über 130 km/h beschleu­nigte. Gegen ihn wurde ein Straf­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet, und der Pkw und der Füh­rer­schein des Man­nes wur­den beschlagnahmt.

Die Poli­zei wird gemein­sam mit der Stadt Düs­sel­dorf auch wei­ter­hin Ver­kehrs­kon­trol­len mit ähn­li­cher Schwer­punkt­set­zung im Stadt­ge­biet durchführen.

 

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler sowie der Lei­ter der Direk­tion Ver­kehr des Poli­zei­prä­si­di­ums, Jür­gen Lan­kes, über­zeug­ten sich vor Ort von der erfolg­rei­chen Arbeit der Ein­satz­kräfte bei der gemein­sa­men Aktion,©Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer