Tho­mas Jess­ber­ger, Geschäfts­füh­rer von Sasse Avia­tion Ser­vice, Ste­fan Bei­tels­mann, Lei­ter Infra­struk­tur beim Flug­ha­fen Düsseldorf.

 

Sie wischt und trock­net – und hat dabei immer einen guten Witz auf Lager: Fran­ziska heißt der spre­chende und sin­gende Rei­ni­gungs­ro­bo­ter, der der­zeit im Flug­ha­fen Düs­sel­dorf für Sau­ber- und Hei­ter­keit sorgt. Mit dem Pilot­pro­jekt prü­fen der Air­port und der Rei­ni­gungs­dienst­leis­ter Sasse Avia­tion Ser­vice noch bis zum 29. April 2022 sowohl die Leis­tungs­fä­hig­keit und Res­sour­cen­ef­fi­zi­enz der huma­no­iden Maschine als auch ihre Wir­kung auf Fluggäste.

NRWs größ­ter Air­port setzt auch in Sachen Rei­ni­gung auf inno­va­tive Lösun­gen und unter­stützt seine Part­ner dabei, neue Ent­wick­lun­gen unter Flug­ha­fen­be­din­gun­gen zu tes­ten. Die Leis­tun­gen der jüngs­ten Rei­ni­gungs­kraft sind viel­ver­spre­chend: Fran­ziska, kurz „Franzi“ geru­fen, steu­ert auto­nom bis zu zehn Stun­den durchs Ter­mi­nal und die Flug­steige, bevor sie wie­der zwei bis drei Stun­den lang ihre Akkus auf­la­den muss. Das ent­las­tet das Per­so­nal von ein­tö­ni­gen Arbei­ten, sodass es sich um anspruchs­vol­lere Auf­ga­ben küm­mern kann.

Dank eines aus­ge­klü­gel­ten Walz­sys­tems spart Fran­ziska im Ver­gleich zu her­kömm­li­chen Scheu­er­saug­ma­schi­nen bis zu 70 Pro­zent Was­ser und Rei­ni­gungs­mit­tel ein. Auf ihren Wegen bewegt sie sich sehr leise und lässt sie so gut wie keine Feuch­tig­keit zurück. „Die Flä­chen brau­chen nicht abge­sperrt und kön­nen sofort wie­der genutzt wer­den“, betont Tho­mas Jess­ber­ger, Geschäfts­füh­rer von Sasse Avia­tion Service.

Der Clou sind jedoch Fran­zis Inter­ak­ti­ons­mög­lich­kei­ten. Der rund ein Meter hohe Wischro­bo­ter bewegt den Kopf, zwin­kert im ova­len Gesichts­dis­play und bit­tet freund­lich Flug­gäste, einen Schritt zur Seite zu tre­ten, um ihn durch­zu­las­sen. Zusätz­lich singt er spo­ra­disch Lie­der und erzählt Witze. „Franzi trifft bei unse­ren Flug­gäs­ten auf eine hohe Akzep­tanz, die Kin­der lie­ben ihn“, hat Ste­fan Bei­tels­mann, Lei­ter Infra­struk­tur beim Flug­ha­fen Düs­sel­dorf, beob­ach­tet. „Damit lässt sich der Putz­ro­bo­ter auch tags­über auf unse­ren rund 127.000 qua­drat­me­ter­gro­ßen Publi­kums­flä­chen im Ter­mi­nal und den Flug­stei­gen ein­set­zen.“ Per­spek­ti­visch könnte das auto­nome Gerät damit als wei­te­rer Mosa­ik­stein des inno­va­ti­ven Flug­ha­fens Düs­sel­dorf die manu­elle Rei­ni­gung sowie das nächt­li­che Wischen mit den gro­ßen Maschi­nen ergän­zen. Franzi selbst kennt nur einen Auf­trag, den sie nach dem Ein­schal­ten aus­spricht: „Hey, mein Name ist Fran­ziska. Ich mache jetzt sauber!“