Am lan­des­wei­ten Warn­tag, 11. März, tes­tet die Feu­er­wehr Düs­sel­dorf 81 Warnanlagen,©Landeshauptstadt Düsseldorf/Feuerwehr

 

Bereits das vierte Jahr in Folge fin­det am Don­ners­tag, 8. Sep­tem­ber, der lan­des­weite Warn­tag statt. Dabei fin­det ein Test der Warn­si­re­nen in ganz Nord­rhein-West­fa­len statt. Hierzu führt die Feu­er­wehr Düs­sel­dorf einen Pro­be­alarm für das städ­ti­sche Warn­sys­tem in der Lan­des­haupt­stadt am Don­ners­tag ab 11 Uhr durch. Zen­tral durch das Land Nord­rhein-West­fa­len wird die Warn-App NINA (Not­fall-Infor­ma­ti­ons- und Nach­rich­ten-App) aus­ge­löst, um so auf den Pro­be­alarm hin­zu­wei­sen. Außer­dem wird auf den Face­book- und Twit­ter-Sei­ten von Stadt und Feu­er­wehr eben­falls über die Sire­nen­si­gnale infor­miert. Hier kön­nen eben­falls Rück­mel­dun­gen zu den Sire­nen sowie Fra­gen rund um das Thema War­nung gestellt wer­den. Zu die­sem Zweck wird auch das Gefah­ren­te­le­fon unter der Ruf­num­mer 38 89 889 am Don­ners­tag von 10.45 bis 12 Uhr besetzt. Die Feu­er­wehr bit­tet darum, die Not­ruf­num­mer 112 nur für das Anzei­gen von tat­säch­li­chen Not­fäl­len zu nutzen.

Ins­ge­samt wer­den 81 Sire­nen im gesam­ten Stadt­ge­biet getes­tet. Durch die regel­mä­ßi­gen Pro­be­alarme — die Stadt Düs­sel­dorf tes­tet selbst zwei­mal jähr­lich — wur­den bereits viele Beschal­lungs­lü­cken im Sire­nen­netz aus­fin­dig gemacht und beho­ben. Neben dem Test der Tech­nik und deren Reich­weite soll mit dem Warn­tag die Bevöl­ke­rung zum Thema War­nung und die damit ver­bun­de­nen Hand­lungs­an­wei­sun­gen sen­si­bi­li­siert wer­den. „Die regel­mä­ßi­gen Warn­tage die­nen dem Ken­nen­ler­nen der ein­zel­nen Warn­me­dien und bie­ten der Feu­er­wehr zusätz­lich die Mög­lich­keit zur Über­prü­fung der ein­zel­nen Sys­teme. Gerade nach dem kata­stro­pha­len Unwet­ter im ver­gan­ge­nen Jahr ist es erfor­der­lich, unsere Warn­sys­teme zu hin­ter­fra­gen, zu ver­bes­sern und zu beü­ben“, sagt Feu­er­wehr­chef David von der Lieth. „Nur wer die Bedeu­tung der Warn­si­re­nen, Radio­warn­durch­sa­gen, die Infor­ma­ti­ons­bot­schaf­ten über die sozia­len Netz­werke sowie das Inter­net und die Warn-App kennt und sicher die Infor­ma­tio­nen und Bot­schaf­ten deu­ten kann, kann im Not­fall auch rich­tig Handeln.“

Sire­nen­alarm
Um 11 Uhr wird durch das Land das modu­lare Warn­sys­tem, an dem die Warn-App NINA des Bun­des­amts für Bevöl­ke­rungs­schutz und Kata­stro­phen­hilfe ange­schlos­sen ist, mit dem Hin­weis „War­nung – Sire­nen­pro­be­alarm“ aus­ge­löst. Der Pro­be­alarm beginnt um 11 Uhr mit dem Signal “Ent­war­nung”. Zur Ent­war­nung wird ein Dau­er­ton von einer Minute ertö­nen. Dies bedeu­tet, dass die Gefahr vor­über ist. Um 11.06 Uhr erfolgt das Sire­nen­si­gnal “War­nung ” – ein auf- und abschwel­len­der Dau­er­ton von etwa einer Minute. Die­ses Warn­si­gnal for­dert die Bür­ger im Ernst­fall auf, Ruhe zu bewah­ren und sich kon­ti­nu­ier­lich über Radio (WDR 2 und Antenne Düs­sel­dorf), Fern­se­hen, Inter­net und auf den sozia­len Netz­wer­ken von Stadt und Feu­er­wehr zu infor­mie­ren. Um 11.12 Uhr ertönt erneut das Signal “Ent­war­nung”. Nach Ende des Sire­nen­pro­be­alarms wird erneut die Warn-App NINA mit der Infor­ma­tion „Ent­war­nung – Sire­nen­pro­be­alarm“ ausgelöst.

Nach den vie­len Rück­mel­dun­gen zum letz­ten Pro­be­lauf in der Lan­des­haupt­stadt haben die Fach­leute der Feu­er­wehr zusam­men mit der War­tungs­firma an vie­len Stand­or­ten Prü­fun­gen durch­ge­führt. Aktu­ell ist der Aus­tausch von sie­ben alten Sire­nen­an­la­gen gegen neue elek­tri­sche Sire­nen in der Pla­nung. Trotz der moder­nen Tech­nik und einer regel­mä­ßi­gen War­tung durch eine Fach­firma zeigt sich, wie wich­tig die Rück­mel­dun­gen aus der Bevöl­ke­rung für ein gut funk­tio­nie­ren­des Warn­sys­tem in der Lan­des­haupt­stadt sind. Somit konn­ten nicht nur tech­ni­sche Ein­schrän­kun­gen der Anla­gen loka­li­siert, son­dern an vie­len Orten Beschal­lungs­lü­cken im Sire­nen­netz aus­fin­dig gemacht werden.

Amt für Ver­kehrs­ma­nage­ment und Rhein­bahn sind wie­der mit dabei Nach­dem im Sep­tem­ber 2020 beim ers­ten bun­des­wei­ten Warn­tag erst­ma­lig die 680 digi­ta­len Anzei­ge­ta­feln der Rhein­bahn an den Hal­te­stel­len sowie die städ­ti­schen Ver­kehrs­in­for­ma­ti­ons­ta­feln des Amtes für Ver­kehrs­ma­nage­ment mit Hin­wei­sen zum Sire­nen­pro­be­alarm bespielt wur­den, wer­den beide Part­ner auch die­ses Mal wie­der mit dabei sein. Ab dem Mor­gen des 8. Sep­tem­ber wer­den die Tafeln mit Hin­wei­sen zum Warn­tag sowie in der Warn­phase des Pro­be­alarms die Infor­ma­tion, dass keine Gefahr für die Bevöl­ke­rung besteht, infor­mie­ren. Somit wer­den nicht nur die Düs­sel­dor­fer, die im öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr unter­wegs sind, auf dem Lau­fen­den gehal­ten, son­dern auch die Pend­ler, die über die ver­schie­de­nen Ver­kehrs­wege in die Lan­des­haupt­stadt mor­gens mit dem Pkw einfahren.

Aus­bau der Warnmedien
Die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf hat das städ­ti­sche Sire­nen­netz in den letz­ten Jah­ren ste­tig erneu­ert und wei­ter aus­ge­baut. Ins­ge­samt ver­zeich­net der Ein­satz­leit­rech­ner der Feu­er­wehr Düs­sel­dorf im Moment 81 Warn­an­la­gen. Eben­falls wer­den ste­tig neue Ideen und Tech­ni­ken mit in die Infor­ma­tion und War­nung der Bevöl­ke­rung mit auf­ge­nom­men. Unter ande­rem wird beab­sich­tigt, zukünf­tig die bereits seit 2020 mit in den Pro­be­alarm ein­be­zo­ge­nen digi­ta­len Anzei­ge­ta­feln der Rhein­bahn sowie die Ver­kehrs­in­for­ma­ti­ons­ta­feln des Amtes für Ver­kehrs­ma­nage­ment mit in das Port­fo­lio der Warn­me­dien auf­zu­neh­men. Eben­falls kön­nen ab dem 31. August 2022 die ers­ten digi­ta­len Wer­be­ta­feln, die in der Stadt ver­teilt sind, im Bedarfs­fall direkt von der Feu­er­wehr mit Infor­ma­tio­nen bespielt wer­den. Neben neuen Ideen wer­den auch die iden­ti­fi­zier­ten Beschal­lungs­lü­cken nach und nach geschlos­sen. Dazu sehen die aktu­el­len Pla­nun­gen bis zu 15 neue Stand­orte vor. Eine aktua­li­sierte Infor­ma­ti­ons­bro­schüre zu den Sire­nen­si­gna­len sowie wei­tere Infor­ma­tio­nen zum Thema fin­den Sie im Inter­net unter: https://www.duesseldorf.de/fileadmin/Amt37/feuerwehr/Dateien/37–5_Praevention/20220203_37_Flyer_Sirenensignale_web_bf.pdf

Ver­hal­tens­hin­weise Sire­nen­war­nung im Ernstfall
• Ruhe bewahren!
• Infor­mie­ren Sie sich kon­ti­nu­ier­lich über Radio, Fern­se­hen, Inter­net und auf den sozia­len Netz­wer­ken von Stadt und Feu­er­wehr sowie über das Gefah­ren­te­le­fon – hier erhal­ten Sie kon­krete Handlungsempfehlungen.
• Infor­mie­ren Sie falls nötig ihre Fami­lie, Freunde und Nachbarn.
• Not­rufe (112 oder 110) nicht blo­ckie­ren! Nur im Not­fall anrufen.
• Mehr Infor­ma­tio­nen gibt es am Gefah­ren­te­le­fon 0211.38 89 889 und auf den Face­book-Sei­ten der Lan­des­haupt­stadt und der Feu­er­wehr unter www.facebook.com/duesseldorf www.facebook.com/duesseldorf.feuerwehr

NINA Warn-App vom BBK
Bereits seit sie­ben Jah­ren nutzt die Feu­er­wehr Düs­sel­dorf das modu­lare Warn­sys­tem mit der ange­schlos­se­nen Warn-App NINA vom Bun­des­amt für Bevöl­ke­rungs­schutz und Kata­stro­phen­hilfe. Damit wird die Bevöl­ke­rung nicht nur über bevor­ste­hende Gefah­ren mit einer soge­nann­ten Push-Benach­rich­ti­gung infor­miert, son­dern es wer­den wich­tige Hand­lungs­emp­feh­lun­gen und all­ge­meine Not­fall­tipps damit her­aus­ge­ge­ben. Die Warn-App ist kos­ten­los für Android und IOS erhältlich.