Foto: Stad­werke Düsseldorf

 

Die deut­li­che Kür­zung der Gas­lie­fe­run­gen durch Russ­land wirkt sich immer stär­ker auch auf die Preise für End­kun­den aus. Zwei neue, staat­li­che Umla­gen wer­den an unsere Kun­din­nen und Kun­den wei­ter­ge­reicht und füh­ren dazu, dass diese ab 1. Novem­ber mehr für Gas, und ab 1. Okto­ber auch für Fern­wärme zah­len müs­sen. Die aktu­elle Situa­tion auf den Ener­gie­märk­ten sorgt zudem bei der Fern­wärme für eine große Preis­stei­ge­rung, die sich in den Teil­net­zen Garath und Ein­brun­gen tur­nus­mä­ßig zum 1. Okto­ber ent­spre­chend nie­der­schlägt. Die Stadt­werke Düs­sel­dorf bedau­ern diese Situa­tion zutiefst. Das Unter­neh­men bleibt auch in die­ser Krise ver­läss­li­cher Part­ner der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger mit all sei­nen Ange­bo­ten – wie es die Düs­sel­dor­fer seit über 150 Jah­ren kennen.

Die Bun­des­re­gie­rung hat meh­rere Maß­nah­men ergrif­fen, um die Ver­sor­gungs­si­cher­heit zu stär­ken. Dazu gehört unter ande­rem die dras­tisch beschleu­nigte Ein­spei­che­rung von Erd­gas in die Gas­spei­cher. Dazu gehört auch die von der Bun­des­re­gie­rung beschlos­sene Stüt­zungs­maß­nahme für die gro­ßen Gas­im­port-Unter­neh­men, denen Gas­lie­fe­run­gen aus Russ­land weg­ge­bro­chen sind. Sie müs­sen diese Gas­men­gen, die einen Teil des Gas­be­darfs in Deutsch­land decken, jetzt in kür­zes­ter Zeit zu extrem hohen Prei­sen nach­be­schaf­fen. Zur Finan­zie­rung sol­cher Maß­nah­men hat die Bun­des­re­gie­rung unter ande­rem die soge­nannte Gas­be­schaf­fungs-Umlage sowie die soge­nannte Gas­spei­cher-Umlage neu eingeführt.

Die Stadt­werke Düs­sel­dorf als Ener­gie­ver­sor­ger sind gesetz­lich ver­pflich­tet, die aus die­ser Umlage erziel­ten Ein­nah­men voll­stän­dig abzu­füh­ren. Sie ver­blei­ben nicht im Unternehmen.

Für alle Kun­din­nen und Kun­den, die Erd­gas von den Stadt­wer­ken Düs­sel­dorf bezie­hen, bedeu­tet das eine Erhö­hung des Arbeits­prei­ses um 2,48 Cent/kWh (netto). Der Grund­preis bleibt unver­än­dert. Für einen Haus­halt mit 100 Qua­drat­me­tern Wohn­flä­che und einem durch­schnitt­li­chen jähr­li­chen Ver­brauch von 11.500 kWh bedeu­tet das eine monat­li­che Mehr­be­las­tung von etwa 28 Euro (netto). (Hin­weis: Die Bun­des­re­gie­rung hat ange­kün­digt, die Mehr­wert­steuer auf Gas­ver­brauch tem­po­rär von 19 auf 7 Pro­zent zu sen­ken. Mit Blick dar­auf nen­nen wir in die­ser PM Netto-Werte.)

Auch die Düs­sel­dor­fer Fern­wärme wird durch die neuen Gas­um­la­gen teu­rer. Zudem kommt für den Bereich Garath und das Teil­netz Ein­brun­gen ab dem 1. Okto­ber eine erheb­li­che finan­zi­elle Mehr­be­las­tung auf die Kun­din­nen und Kun­den zu, die der aktu­el­len Situa­tion auf den Ener­gie­märk­ten geschul­det ist. So zah­len die Bewoh­ner einer 60-Qua­drat­me­ter-Woh­nung in einem Sechs-Par­teien-Haus in Garath statt wie bis­her 771 Euro netto pro Jahr ab dem ers­ten Okto­ber 1.784 Euro netto inklu­sive Warmwasser.

Gleich­zei­tig steigt das Preis­ni­veau für Gas und Strom an den Ener­gie­bör­sen wei­ter. Ein Absin­ken ist der­zeit nicht abseh­bar. Das gilt auch für län­ger­fris­tige Lie­fe­run­gen. Kos­tete eine Mega­watt­stunde Gas im August 2021 für das Fol­ge­jahr noch durch­schnitt­lich unter 32 Euro netto, lag deren Bör­sen­preis im August 2022 durch­schnitt­lich bei mehr als 213 Euro. Damit haben sich die Beschaf­fungs­preise für das Fol­ge­jahr mehr als ver­sechs­facht. Auf­grund die­ser Ent­wick­lung hat­ten die Stadt­werke Düs­sel­dorf zum 1. August bereits die Erd­gas-Preise anhe­ben müssen.

Eben­falls stark ange­stie­gen sind die Strom­preise. Kos­tete eine Mega­watt­stunde Strom im August 2021 für das Fol­ge­jahr noch durch­schnitt­lich unter 82 Euro netto, lag deren Bör­sen­preis im August 2022 durch­schnitt­lich bei mehr als 535 Euro – auch das ist mehr als eine Ver­sechs­fa­chung. Diese Ent­wick­lung hat die Stadt­werke zu der bereits ange­kün­dig­ten Preis­er­hö­hung zum 01.11.22 veranlasst.

Die Stadt­werke Düs­sel­dorf bedau­ern diese Ent­wick­lung außer­or­dent­lich, da abzu­se­hen ist, dass es Men­schen in unse­rer Stadt gibt, die mit die­sen und wei­te­ren Preis­er­hö­hun­gen an ihre finan­zi­el­len Gren­zen kom­men. Als Ver­sor­ger der Düs­sel­dor­fe­rin­nen und Düs­sel­dor­fer sieht sich das Unter­neh­men aber auch in die­ser schwie­ri­gen Zeit als ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ter Geschäfts­part­ner sei­ner Kun­din­nen und Kun­den mit all deren Nöten und Sor­gen. Dem­entspre­chend will das Unter­neh­men auch han­deln und in Not­la­gen mit den Kun­din­nen und Kun­den Lösun­gen suchen und finden.

Die Stadt­werke Düs­sel­dorf emp­feh­len zudem das kos­ten­lose Ange­bot der haus­ei­ge­nen Ener­gie­be­ra­tung. Die Tipps der Expert:innen Ener­gie­spar­tipps / Ener­gie­spa­ren im Haus­halt | Stadt­werke Düs­sel­dorf (swd-ag.de) sind ebenso lebens­nah wie nütz­lich. Und auch wenn sich teil­weise nur kleine Men­gen ein­spa­ren las­sen, gibt doch am Ende die Summe die­ser Klei­nig­kei­ten den Aus­schlag. Denn jeder Euro und jede Kilo­watt­stunde zäh­len in die­ser schwie­ri­gen Zeit. Den Stadt­wer­ken Düs­sel­dorf ist bewusst, dass auch das eigene Tun einen klei­nen Bei­trag zum Gan­zen leis­tet. Des­halb bleibt die Außen­be­leuch­tung der Fir­men­ge­bäude des Ener­gie­ver­sor­gers in den kom­men­den Mona­ten nachts abge­schal­tet. Für die Heiz­pe­ri­ode wird zudem in allen Gebäu­den der Stadt­werke Düs­sel­dorf die Raum­tem­pe­ra­tur gesenkt.

Das Ser­vice-Cen­ter ist mon­tags bis frei­tags von 8 bis 20 Uhr sowie an Wochen­en­den und Fei­er­ta­gen von 8 bis 16 Uhr unter 0211–821821 erreich­bar. Ter­mine für einen Besuch im Kun­den-Cen­ter der am Höher­weg 100 kön­nen ver­ein­bart wer­den unter: www.swd-ag.de/kontakt-service/service