v.l.: Andreas Schmitz ‑Prä­si­dent IHK‑, The­resa Win­kels ‑Lei­te­rin Amt für Wirtschaftsförderung‑, Iryna Shum ‑Gene­ral­kon­su­lin Ukraine‑, Bir­gitta Kubsch-von-Har­ten ‑Agen­tur für Arbeit‑, Ingo Ziel­in­kow­sky ‑Jobcenter‑, Andreas Ehlert ‑Prä­si­dent Hwk- Foto: Wil­fried Meyer.

 

Die Job­messe „Arbei­ten in Düs­sel­dorf“ fand in der Zeit von 10 Uhr bis 17 Uhr in der Hand­werks­kam­mer Düs­sel­dorf statt.

Die Job­messe rich­tete sich an Men­schen aus der Ukraine, die in Düs­sel­dorf arbei­ten möch­ten. Gemein­schaft­lich haben die Agen­tur für Arbeit, das Job­cen­ter, die Indus­trie- und Han­dels­kam­mer, die Hand­werks­kam­mer und die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf ein attrak­ti­ves Rundum-Paket an Stel­len­an­ge­bo­ten für geflüch­tete Men­schen aus der Ukraine geschnürt. Der Schirm­herr der Job­messe „Arbei­ten in Düs­sel­dorf“ ist Dr. Ste­phan Kel­ler, Ober­bür­ger­meis­ter der Landeshauptstadt.

Die Vor­be­rei­tun­gen für die Job­messe lau­fen bereits seit eini­gen Wochen. Zunächst hatte das Job­cen­ter geflüch­tete Men­schen aus dem Her­kunfts­land Uk- raine dazu ein­ge­la­den, in Work­shops und in per­sön­li­chen Gesprä­chen Bewer­bungs­un­ter­la­gen zu erstel­len und sich über den Arbeits­markt in Düs­sel­dorf zu infor­mie­ren. Auch die Unter­neh­men wur­den vom gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice der Agen­tur für Arbeit und des Job­cen­ters gebe­ten, sich und die zu beset­zen­den Stel­len in einer Bro­schüre anschau­lich zu prä­sen­tie­ren. Somit konn­ten sich die Besu­che­rin­nen und Besu­cher ziel­ge­rich­tet und opti­mal auf den heu­ti­gen Tag vorbereiten.

Dol­met­sche­rin­nen und Dol­met­scher sowie Exper­tin­nen und Exper­ten zu arbeits­recht­li­chen Fra­gen wie Auf­ent­haltstaus und Arbeits­markt­zu­las­sung stan­den sowohl den Unter­neh­men als auch den Bewer­be­rin­nen und Bewer­bern mit Rat und Tat zur Seite.

Es wur­den 20 Düs­sel­dor­fer Unter­neh­men und rund 300 Bewer­be­rin­nen und Bewer­ber erwar­tet. Die Aus­wahl an freien Stel­len ist groß und breit gefä­chert. So suchen die Unter­neh­men bei­spiels­weise Handwerker*innen für die Berufe Möbelpolsterer*innen oder Zahntechniker*innen. Bank oder Immo­bi­li­en­kauf­leute wer­den genauso gesucht wie Lehrer*innen, Tier­ärz­tin­nen und ‑ärzte oder Social-Media-Manager*innen. Auch wer im Lebens­mit­tel­ver­kauf, in der Gas­tro­no­mie oder in Gesund­heits­be­ru­fen arbei­ten möchte, wird auf der Messe garan­tiert fündig.

“Schon bei der Ver­sor­gung von Geflüch­te­ten in unse­rer Stadt haben wir viel Unter­stüt­zung sei­tens der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger aber auch der Düs­sel­dor­fer Unter­neh­men erfah­ren. Darum freut es uns sehr, dass nun die Unter­neh­men und die Ukrai­ne­rin­nen und Ukrai­ner in der Lan­des­haupt­stadt auf der Job­messe die Mög­lich­keit haben, sich ken­nen­zu­ler­nen und ziel­ge­rich­tet in Kon­takt zu treten.”

Andreas Ehlert, Prä­si­dent der Hand­werks­kam­mer Düs­sel­dorf:
„Nach­dem Hand­wer­ke­rin­nen und Hand­wer­ker sich auch in Düs­sel­dorf in den letz­ten Mona­ten viel­fach durch Hilfs­lie­fe­run­gen und Werk­zeugspen­den ins Kriegs­ge­biet, aber auch bei der Instand­set­zung und Bereit­stel­lung von Wohn­raum für Geflüch­tete aus der Ukraine enga­giert haben, geht es heute darum, die hier ange­lang­ten Ukrai­ne­rin­nen und Ukrai­nern mit Aus­bil­dungs- und Beschäf­ti­gungs­mög­lich­kei­ten sowie mit Prak­tika zur Ein­stiegs­qua­li­fi­zie­rung zu ver­sor­gen, damit sie ihr Leben auf eige­nen Bei­nen fort­set­zen können.“

„Wir sind froh, dass durch das Fach­kräf­te­ein­wan­de­rungs­ge­setz eine Mög­lich­keit geschaf­fen wor­den ist, deut­lich schnel­ler Berufs­an­er­ken­nung und Arbeits­auf­nahme in den Unter­neh­men zu ermög­li­chen”, ergänzt Andreas Schmitz, Prä­si­dent der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer Düs­sel­dorf. „Denn die Unter­neh­men brau­chen ver­läss­li­che Rah­men­be­din­gun­gen, damit Job­mes­sen wie diese für alle Betei­lig­ten nach­hal­tig zum Erfolg füh­ren“, so Schmitz weiter.

Ingo Zielon­kow­sky, Vor­sit­zen­der der Geschäfts­füh­rung des Job­cen­ters Düs­sel­dorf: „Qua­li­fi­ka­tion und Moti­va­tion sind das A und O bei der Stel­len­su­che, und die Ukrai­ne­rin­nen und Ukrai­ner, die sich heute hier prä­sen­tie­ren, sind durch­weg gut aus­ge­bil­det und hoch­mo­ti­viert, end­lich wie­der zu arbei­ten und Per­spek­ti­ven auf­zu­bauen. Sprach­bar­rie­ren kön­nen leicht abge­baut wer­den, weil viele Eng­lisch spre­chen und einige auch zumin­dest Grund­kennt­nisse der deut­schen Spra­che haben.“

„Trotz des Wun­sches nach Rück­kehr in die Hei­mat sind viele Ukrai­ne­rIn­nen bereit, von der Mög­lich­keit der tem­po­rä­ren Beschäf­ti­gung Gebrauch zu machen. Sie ent­las­ten somit das deut­sche Sozi­al­sys­tem und kön­nen dem eige­nen Land und den Ver­wand­ten und Freun­den auch aus dem Aus­land hel­fen. In die­sem Sinne ist die Initia­tive der Job­messe „Arbei­ten in Düs­sel­dorf“ sehr wich­tig“, fin­det Iryna Shum, Gene­ral­kon­su­lin der Ukraine in Düs­sel­dorf, und führt fort: „Die Chan­cen­gleich­heit und die fai­ren Bedin­gun­gen für ukrai­ni­sche Arbeit­neh­me­rIn­nen sind dabei wich­tige Vor­aus­set­zun­gen. Wir im Gene­ral­kon­su­lat wer­den gemein­sam mit allen Part­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen auch dafür Sorge tra­gen, dass die Arb­ei­neh­me­rIn­nen­rechte zuver­läs­sig geschützt werden.“

Ingo Zielon­kow­sky, Vor­sit­zen­der der Geschäfts­füh­rung des Job­cen­ters Düs­sel­dorf: „Qua­li­fi­ka­tion und Moti­va­tion sind das A und O bei der Stel­len­su­che, und die Ukrai­ne­rin­nen und Ukrai­ner, die sich heute hier prä­sen­tie­ren, sind durch­weg gut aus­ge­bil­det und hoch­mo­ti­viert, end­lich wie­der zu arbei­ten und Per­spek­ti­ven auf­zu­bauen. Sprach­bar­rie­ren kön­nen leicht abge­baut wer­den, weil viele Eng­lisch spre­chen und einige auch zumin­dest Grund­kennt­nisse der deut­schen Spra­che haben.“

Bir­gitta Kubsch-von Har­ten, Vor­sit­zende der Geschäfts­füh­rung der Agen­tur für Arbeit Düs­sel­dorf: „Bei der heu­ti­gen Job­messe ste­hen die 300 Ukrai­ne­rin­nen und Ukrai­ner im Mit­tel­punkt, die sich in Düs­sel­dorf eine beruf­li­che Exis­tenz auf­bauen möch­ten. Für viele von ihnen ist noch unge­wiss, wie lange sie in Düs­sel­dorf blei­ben wer­den. Wie­der arbei­ten zu kön­nen, bedeu­tet aber schließ­lich auch, wie­der ein Stück Nor­ma­li­tät zurück zu erlan­gen. Für die Unter­neh­men ist der heu­tige Tag eine große Chance, neue Fach­kräfte zu gewin­nen und ihre Stel­len zu besetz­ten. Ich freue mich sehr, dass wir gemein­sam mit unse­ren Part­nern am Arbeits­markt den Unter­neh­men und den Besu­chern die­ses Ange­bot unter­brei­ten konnten.“