Am 2. Novem­ber 2022 war Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler genau zwei Jahre im Amt. Im Rah­men einer Pres­se­kon­fe­renz hat er am 7. Novem­ber 2022 auf das lau­fende Jahr zurück­ge­blickt und einen Aus­blick für das Jahr 2023 präsentiert,©Landeshauptstadt Düsseldorf/Melanie Zanin

 

Am 2. Novem­ber 2022 ist Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler zwei Jahre im Amt. Im Rah­men einer Pres­se­kon­fe­renz hat er am 7. Novem­ber 2022 auf das lau­fende Jahr zurück­ge­blickt und einen Aus­blick für das Jahr 2023 präsentiert.

STRAHLKRAFT DÜSSELDORF
Düs­sel­dorf steht zuneh­mend im inter­na­tio­na­len Ram­pen­licht. Zu der Pre­miere der Welt­tour­nee von “Lady Gaga” in der MERKUR SPIELARENA reis­ten Fans aus der gan­zen Welt an. Der Besuch von Harry, Duke of Sus­sex und Meg­han, Duch­ess of Sus­sex, im Rah­men der Invic­tus Games in Düs­sel­dorf sorgte für inter­na­tio­nale Berichterstattung.

MTV Europe Music Awards
In die­sem Novem­ber ist der inter­na­tio­nale Musik-Fokus auf die Lan­des­haupt­stadt gerich­tet und Düs­sel­dorf wird zum Hot­spot der moder­nen Popkultur.

Am 13. Novem­ber fin­den im PSD BANK DOME die MTV EMA statt. Bei einem der größ­ten glo­ba­len Musik-Events des Jah­res wer­den Auf­tritte inter­na­tio­na­ler Stars prä­sen­tiert und die EMA wer­den auf MTV in mehr als 170 Län­dern ausgestrahlt.

In der lau­fen­den Woche vor den Awards, vom 4. bis 12. Novem­ber, wer­den im Rah­men der MTV Music Week 50 Events und eine MTV World Stage die viel­sei­tige kul­tu­relle Band­breite Düs­sel­dorfs präsentiert.
Schirm­herr der MTV Music Week Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler: “In der MTV Music Week wird Düs­sel­dorfs Musik- und Kul­tur­szene in den Fokus gerückt. Düs­sel­dorf ist eine leben­dige und kul­tu­relle Stadt mit einer reich­hal­ti­gen Musik­ge­schichte und bie­tet damit die per­fekte Kulisse für ein sol­ches Rahmenprogramm.”

NFL Head­quar­ter Bekanntgabe
Am 20. Sep­tem­ber 2022 haben die NFL Deutsch­land und die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf eine Absichts­er­klä­rung unter­zeich­net, die ver­schie­dene Maß­nah­men zur ganz­heit­li­chen För­de­rung und zum Aus­bau des Ame­ri­can Foot­ball-Stand­orts Düs­sel­dorf beinhal­tet. Ein zen­tra­ler Bestand­teil der Zusam­men­ar­beit ist die Eröff­nung des NFL Deutsch­land Head­quar­ters in der Sport­stadt Düs­sel­dorf. Die Lan­des­haupt­stadt NRWs wird somit zum admi­nis­tra­ti­ven Zen­trum der NFL in Deutsch­land. Ein wich­ti­ger Aspekt die­ser Zusam­men­ar­beit ist die Wei­ter­ent­wick­lung Düs­sel­dorfs als füh­rende Talent­schmiede des Ame­ri­can Footballs.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler: “Wir hei­ßen die NFL Deutsch­land herz­lich in der Sport­stadt Düs­sel­dorf will­kom­men. Diese Erklä­rung ist ein deut­li­ches Zei­chen dafür, dass wir die NFL bei der Bewer­bung um das Inter­na­tio­nal Game in vie­len Hin­sich­ten davon über­zeugt haben, dass sie und Düs­sel­dorf per­fekt zusam­men­pas­sen. Wir freuen uns auf viele wei­tere gemein­same Pro­jekte und den Auf­bau die­ser star­ken Partnerschaft.”

Die Finals
Vom 6. bis 9. Juli 2023 fin­den DIE FINALS in Düs­sel­dorf und Duis­burg statt. DIE FINALS sind eine Mul­tis­port­ver­an­stal­tung, bei der die Deut­schen Meis­ter­schaf­ten ver­schie­de­ner Sport­ar­ten zeit­gleich an einem Ort oder einer Region aus­ge­tra­gen wer­den und somit eine beson­dere Atmo­sphäre kre­ieren. Diverse Deut­sche Meis­ter­ti­tel in ins­ge­samt 18 Sport­ar­ten wer­den im Juli 2023 ver­ge­ben. Vor­aus­sicht­lich 9 davon in der Lan­des­haupt­stadt: Tae­kwondo, Judo und Tisch­ten­nis wer­den im CASTELLO Düs­sel­dorf aus­ge­tra­gen, Tri­ath­lon im Medi­en­ha­fen, 3x3 Bas­ket­ball auf dem Burg­platz sowie Gerä­te­tur­nen, Rhyth­mi­sche Sport­gym­nas­tik und Tram­po­lin­tur­nen im PSD BANK DOME. Eine poten­zi­elle Sport­stätte für Bogen­sport ist noch in Klärung.

ARD und ZDF berich­ten von die­sem Spit­zen­sport­event live und in den Media­the­ken und wer­den damit das Stan­ding Düs­sel­dorfs als Top-Desti­na­tion zur Aus­rich­tung von Sport­groß­ver­an­stal­tun­gen untermauern.

Invic­tus Games
Mit den Invic­tus Games 2023 steht der Sport­stadt Düs­sel­dorf eine Sport­groß­ver­an­stal­tung bevor, zu der die ganze Welt nach Düs­sel­dorf bli­cken wird.

Vom 9. bis 16. Sep­tem­ber 2023 kom­men rund 500 im Kriegs­ein­satz ver­wun­dete, ver­letzte und kranke Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten aus 21 Natio­nen sowie etwa 1.000 Family & Friends in Düs­sel­dorf zu einem beson­de­ren Sport­event zusam­men. Sie tre­ten in zehn ver­schie­de­nen Sport­ar­ten in einem freund­schaft­li­chen Sport­wett­be­werb an.

Euro 2024
Die Vor­be­rei­tun­gen für die EURO 2024 lau­fen schon jetzt auf vol­len Tou­ren. Am 14. Juni 2024 star­tet die Fuß­ball-Euro­pa­meis­ter­schaft – und Düs­sel­dorf wird Spiel­ort für gleich fünf Spiele, dar­un­ter sogar ein Viertelfinalspiel.

“Es ist eine große Aus­zeich­nung und Wert­schät­zung unse­rer Arbeit, dass gleich fünf Spiele bei uns statt­fin­den. Das Ver­trauen der UEFA und des DFB ist für uns Beloh­nung und Moti­va­tion zugleich, dass wir in andert­halb Jah­ren eine groß­ar­tige EURO für Fans und unsere Bür­ge­rin­nen und Bür­ger mit einem viel­fäl­ti­gen und hoch­wer­ti­gen Pro­gramm in Düs­sel­dorf fei­ern wer­den”, betont Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Keller.

Um aus der EURO 2024 ein ech­tes Düs­sel­dor­fer Fuß­ball­fest zu machen, hat der Ober­bür­ger­meis­ter eine breit ange­legte Betei­li­gungs­in­itia­tive gestar­tet. Das Ziel der noch bis Anfang Novem­ber lau­fen­den Befra­gung ist es, Prä­fe­ren­zen, Mei­nun­gen und Ideen von Düs­sel­dor­fe­rin­nen und Düs­sel­dor­fern in den Pla­nungs­pro­zess für die EURO 2024 in der Lan­des­haupt­stadt zu inte­grie­ren. Dabei geht es um mehr als die fünf Spiele, die in der Düs­sel­dor­fer Arena aus­ge­rich­tet wer­den. Der Fokus liegt auf der gesam­ten Tur­nier­phase und den gemein­sa­men Erleb­nis­sen in und um die offi­zi­el­len Fan-Zonen. Alle inter­es­sier­ten Düs­sel­dor­fe­rin­nen und Düs­sel­dor­fer kön­nen noch bis Anfang Novem­ber unter duesseldorf.de/euro2024umfrage mitmachen.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler: “Mit der UEFA EURO 2024 blickt die Fuß­ball­welt auf die Lan­des­haupt­stadt. Wir wol­len diese inter­na­tio­nale Strahl­kraft in Düs­sel­dorf dazu nut­zen, die Auf­merk­sam­keit auf The­men zu legen, die viel­leicht nicht immer die größte mediale Bühne bekom­men, diese aber sicher­lich ver­die­nen. Die gesell­schaft­li­che Kraft des Sports, allen voran des Fuß­balls, mit ihren zen­tra­len Wer­ten Viel­falt und Teil­habe, liegt uns dabei ganz beson­ders am Her­zen. Mit unse­rem Bot­schaf­te­rin­nen-Team wol­len wir diese Werte nicht nur ver­kör­pern, son­dern mit ihnen vor und wäh­rend der UEFA EURO 2024 gemein­sam Raum geben. Wir freuen uns sehr, dass diese drei star­ken Frauen unsere Bot­schaf­te­rin­nen sind und unse­ren Weg bis 2024 mit uns gemein­sam aktiv mitgestalten.”

MOBILITÄT

Rad­we­ge­aus­bau
Mit dem Kon­zept der Rad­leit­rou­ten legt die Stadt den Fokus auf den Aus­bau zusam­men­hän­gen­der Rad­ver­kehrs­ach­sen, die das Rad­haupt­netz sinn­voll ergän­zen und den Aus­bau der Rad­in­fra­struk­tur in Düs­sel­dorf wei­ter vor­an­trei­ben. Zwei Rad­leit­rou­ten wur­den bereits vom Stadt­rat beschlos­sen. Die Pla­nungs­ar­bei­ten lau­fen und die ers­ten bei­den Teil­stü­cke wur­den bereits gebaut.

Mit der Fer­tig­stel­lung der Rad- und Fuß­ver­kehrs-Rampe am Joseph-Beuys-Ufer wurde der ers­ten Bau­ab­schnitt der Rad­leit­route Nord-Süd (West) rea­li­siert. Anfang 2023 geht es im Anschluss direkt mit der Sanie­rung des Robert-Lehr-Ufers bis zur Theo­dor-Heuss-Brü­cke wei­ter. Die Rad­leit­route 1 – Nord-Süd (West) führt über knapp 10 Kilo­me­ter Länge vom nörd­li­chen Stadt­ge­biet bis zum Süd­ring. Die Gesamt­kos­ten betra­gen knapp 15 Mil­lio­nen Euro.

Bei der Rad­leit­route West-Ost, die auf rund 12 Kilo­me­ter von der Böh­ler­straße in Heerdt bis zum Neus­ser Tor in Ger­res­heim füh­ren soll, wurde mit dem Aus­bau der Hof­gar­ten­rampe ein ers­tes Teil­stück der Route schon im Okto­ber 2022 fer­tig­ge­stellt. Mit dem Anschluss an den belieb­ten Rhein­rad­weg, über den auch die erste Rad­leit­route Nord-Süd (West) füh­ren wird, ist an der Hof­gar­ten­rampe und der Oeder­al­lee in die­sem Jahr ein zen­tra­ler Ver­kehrs­kno­ten für den Rad­ver­kehr in Düs­sel­dorf entstanden.

Ein Gesamt­kon­zept, das wei­tere Rad­leit­rou­ten ent­hält, wurde bereits erar­bei­tet. Anfang 2023 soll die­ses dann eben­falls vom Ord­nungs- und Ver­kehrs­aus­schuss und Stadt­rat beschlos­sen werden.

ÖPNV-Aus­bau
Unter dem Namen Rhein­Takt wer­den die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf und die Rhein­bahn den Nah­ver­kehr in Düs­sel­dorf stär­ken. Im Mit­tel­punkt des Pro­jekts steht das Schie­nen­netz als Rück­grat des Ange­bots der Rhein­bahn. Kern­punkte sind der Auf­bau eines ein­heit­li­chen Takt­sche­mas und das Anglei­chen des Takts aller Rhein­bahn­li­nien unter­ein­an­der sowie mit der S‑Bahn und mit den Linien im Umland. Auch im Bus­netz wird der Rhein­Takt spür­bar: Die bestehen­den Linien wer­den an den neuen Stan­dard im Bahn­netz ange­gli­chen und bei vie­len Linien wer­den Lücken im Takt­an­ge­bot geschlossen.

Die Bau­ar­bei­ten für den 1. Bau­ab­schnitt der U81 wur­den erfolg­reich wei­ter­ge­führt. Der wich­tige Mei­len­stein der Brü­cken­ver­schübe über die A44 ist zwi­schen­zeit­lich gelun­gen. Für den zwei­ten Bau­ab­schnitt wird die Ver­gabe der euro­pa­wei­ten aus­ge­schrie­be­nen Vor­pla­nung und Vari­an­ten­un­ter­su­chung zur Rhein­que­rung, mit­tels Brü­cke oder Tun­nel, vor­aus­sicht­lich noch in die­sem Jahr erfol­gen. Der Pro­jekt­start für den drit­ten Bau­ab­schnitt zum zur Anbin­dung des Flug­ha­fen-Fern­bahn­ho­fes ist eben­falls bis zum Ende des Jah­res vorgesehen.

Zum Stadt­bahn-Anschluss des Ein­gan­ges “Messe Süd” wird Anfang 2023 die Durch­füh­rung einer Bür­ger­be­tei­li­gung begin­nen. Hier­bei sol­len alle Vor- und Nach­teile sowohl der unter- als auch ober­ir­di­schen Pla­nun­gen ver­glei­chend auf­ge­ar­bei­tet werden.

VIn­DUS (“Ver­kehrs­in­for­ma­tion und Dyna­mi­sche Umwelt­sen­si­tive Steuerung”)
Die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf baut ein modell­ba­sier­tes umwelt­sen­si­ti­ves Ver­kehrs­ma­nage­ment auf.
Hier­bei wer­den zum einen Umwelt­da­ten gesam­melt, um im nächs­ten Schritt poten­ti­elle Grenz­wert­über­schrei­tun­gen vor­her­sa­gen zu kön­nen und zum ande­ren Ver­kehrs­da­ten erfasst. Hier­für wird die bestehende Ver­kehrs­de­tek­tion erneu­ert und um ein­zelne Stand­orte erwei­tert. Um den erhöh­ten Anfor­de­run­gen gerecht zu wer­den, wer­den im Rah­men eines Pilot­pro­jek­tes ver­schie­dene Tech­no­lo­gien im Real­be­trieb getes­tet, bevor diese in grö­ße­rem Umfang umge­setzt wer­den. Der Pilot soll noch bis Jah­res­ende 2022 abge­schlos­sen sein. Das Umwelt­mo­dell im ers­ten Quar­tal 2023 vorliegen.

Auf Grund­lage des Ver­kehrs- und Umwelt­mo­dells kann anschlie­ßend gezielt Ein­fluss auf die Rou­ten­wahl des moto­ri­sier­ten Indi­vi­du­al­ver­kehrs genom­men wer­den. Hier­für wer­den suk­zes­sive die vor­han­de­nen Anzei­ge­ta­feln im Stadt­ge­biet (Am Heerd­ter Drei­eck, dem Ken­ne­dy­damm, etc.) erneuert.

Aus­bau E‑Ladeinfrastruktur
Der Aus­bau der Ladein­fra­struk­tur in Düs­sel­dorf schrei­tet zügig voran und ist ein wich­ti­ger Bei­trag zur ange­streb­ten Kli­ma­neu­tra­liät 2035. In den letz­ten 12 Mona­ten sind circa 350 Lade­punkte dazu­ge­kom­men, so dass momen­tan weit über 500 öffent­lich zugäng­li­che Lade­punkte ver­füg­bar sind. Hierzu zäh­len sowohl die Lade­punkte im öffent­li­chen Raum wie auch die Lade­punkte an den Tank­stel­len, bei den Dis­coun­tern und Park­haus­be­trei­bern etc. Der Aus­bau wird im nächs­ten Jahr mit Hoch­druck fort­ge­setzt, dazu wer­den dann circa 150 Schnell­la­de­punkte inte­griert sein.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler: “Wir legen beim Thema kli­ma­neu­trale Stadt den Turbo ein, schlie­ßen in Düs­sel­dorf fast jeden Tag einen neuen Lade­punkt an. Damit sind wir Spit­zen­rei­ter in NRW.”

DIGITALISIERUNG & BÜRGERSERVICES

DIGITALISIERUNG

Die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf hat sich zum Ziel gesetzt, eine best­mög­li­che Daten­an­bin­dung im Stadt­ge­biet für die unter­schied­lichs­ten Anwen­dungs­zwe­cke bereit­zu­stel­len. Im ver­gan­ge­nen Jahr erlebte die Stadt einen Schub im Aus­bau die­ser Daten­netze mit Glas­fa­ser und 5G-Mobil­funk. Der Fort­schritte im Ver­gleich zum Vor­jahr ist in der Stadt schon deut­lich zu erkennen.

5G/Litfaßsäulen
Als erste Stadt in Deutsch­land wer­den in Düs­sel­dorf Lit­faß­säu­len genutzt, um die Mobil­funk­netze der 5. Genera­tion auf­zu­bauen. 120 Säu­len wur­den bereits umge­baut. Sie wer­den aktu­ell mit der not­wen­di­gen Tech­nik aus­ge­stat­tet und in Betrieb genom­men. Die Tief­bau­ar­bei­ten zum Anschluss der Säu­len sind natur­ge­mäß auf­wän­di­ger. Mit dem Pro­jekt lie­gen wir voll im Zeit­plan. 25 Säu­len sind schon aktiv und sor­gen für die schnellst­mög­li­che Datenverbindung.

Glas­fa­ser
Seit Früh­jahr 2021 wur­den rund 23.000 Haus­halte und Unter­neh­men durch meh­rere gro­ßen Netz­be­trei­ber mit Glas­fa­ser­an­schlüs­sen ver­sorgt. Die Ver­wal­tung hat für einen schnel­le­ren Bear­bei­tungs- und Geneh­mi­gungs­pro­zess der not­wen­di­gen Tief­bau­ar­bei­ten die orga­ni­sa­to­ri­schen Rah­men­be­din­gun­gen mit dem Ein­rich­ten der “Ser­vice­stelle digi­tale Infra­struk­tur” und des “Com­pe­tence Cen­ters Tief­bau” opti­miert. Der gesetz­li­che Rah­men für die Antrags­be­ar­bei­tung beim Netz­aus­bau beträgt 3 Monate. In Düs­sel­dorf wer­den Geneh­mi­gun­gen inner­halb von 3 Wochen erteilt.

Smart City
Die digi­tale Trans­for­ma­tion in der Lan­des­haupt­stadt ist wei­ter eine große Her­aus­for­de­rung. Die Ver­wal­tung befin­det sich hier auf gutem Weg. Dies zeigt nicht zuletzt das Abschnei­den der Stadt unter den Top 10 im Smart City Ran­king deut­scher Groß­städte. Inner­halb eines Jah­res ist die Stadt im Ran­king der smar­tes­ten Groß­städte um zehn Plätze auf­ge­stie­gen und belegt Platz 9; in der Kate­go­rie Ver­wal­tung sogar den Rang 3.
BÜRGERSERVICES In die­sem Jahr star­tet ein umfang­rei­ches und län­ger­fris­tig ange­leg­tes ganz­heit­li­ches Pro­jekt zur Opti­mie­rung der Bür­ger­ser­vices, um wei­tere struk­tu­relle und orga­ni­sa­to­ri­sche Moder­ni­sie­run­gen kurz- und lang­fris­tig anzu­ge­hen. Im Fokus steht dabei der Aus­bau der digi­ta­len Ange­bote, die Ver­ein­fa­chung des Inter­auf­trit­tes, sowie opti­mierte Ange­bote zu Stoß­zei­ten (bsp. Schulferien).

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler: “Ich habe das Dezer­nat für Sport und Bür­ger­ser­vice beauf­tragt, den Bür­ger­ser­vice der Ver­wal­tung für die Düs­sel­dor­fe­rin­nen und Düs­sel­dor­fer neu zu den­ken und zu kon­zi­pie­ren. Wir brau­chen ein Ser­vice­ver­spre­chen bei der Ter­min­ver­gabe. wir müs­sen War­te­zei­ten abbauen. Dienst­stel­len müs­sen, egal auf wel­chen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­gen, zuver­läs­sig erreich­bar sein.”

In den ver­gan­ge­nen Mona­ten hat die Ver­wal­tung neue Akzente im digi­ta­len Bür­ger­ser­vice gesetzt. Hierzu zäh­len die Ein­füh­rung des Online-Trau­ka­len­ders, die rein digi­tale Abwick­lung zum Erhalt eines Anwoh­ner­park­aus­wei­ses (print@home) und die digi­tale Mel­de­be­schei­ni­gung. Auch im nächs­ten Jahr wer­den wei­tere digi­tale Dienst­leis­tun­gen für alle Düs­sel­dor­fe­rin­nen und Düs­sel­dor­fer ver­öf­fent­licht. So kann der Wohn­sitz inner­halb Düs­sel­dorfs online umge­mel­det wer­den. Anträge für För­der­mit­tel im Kul­tur­be­reich wer­den dann digi­tal bearbeitet.

STADTENTWICKLUNG

Oper der Zukunft
Der geplante Neu­bau des Opern­hau­ses ist eines der Leucht­turm­pro­jekte der Lan­des­haupt­stadt. Das Pro­jekt wird mit gro­ßem Enga­ge­ment der Ver­wal­tung vor­an­ge­trie­ben. Der­zeit erstel­len 20 Inter­na­tio­nale Archi­tek­tur­bü­ros einen städ­te­bau­li­chen-funk­tio­na­len Ent­wurf für beide Stand­orte. Die bes­ten acht Ent­würfe — je maxi­mal vier pro Stand­ort — wer­den durch eine unab­hän­gige Fach­jury prä­miert und zum Ende des ers­ten Quar­tals 2023 ver­kün­det. Im Anschluss wird eine Stand­ort­emp­feh­lung durch die Ver­wal­tung der Lan­des­haupt­stadt erar­bei­tet und dem Rat der Stadt zur Ent­schei­dung vorgelegt.

Par­al­lel läuft aktu­ell die zweite Phase der Öffent­lich­keits­be­tei­li­gung. In krea­ti­ven Work­shop-For­ma­ten, soll eine Aus­ein­an­der­set­zung mit den poten­zi­el­len Stand­or­ten und den damit ver­bun­de­nen Raum- und Funk­ti­ons­vor­ga­ben ermög­licht wer­den. Mit zusätz­li­chen Instru­men­ten der digi­ta­len und auf­su­chen­den Markt­for­schung in allen Stadt­be­zir­ken soll die Per­spek­tive der gesam­ten Stadt­ge­sell­schaft als Impuls in den spä­te­ren Rea­li­sie­rungs­wett­be­werb einfließen.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Kel­ler: “Nicht nur die archi­tek­to­ni­sche Aus­rich­tung und Idee eines Opern­hau­ses der Zukunft, son­dern auch die Bei­träge und Mei­nun­gen aller Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ebnen den Weg der ‘Oper für alle’ ”.

Schaf­fung von Wohn­raum mit Qualität
Ziel der Ver­wal­tung ist es, Wohn­bau­flä­chen zügig zu ent­wi­ckeln und gleich­zei­tig eine qua­li­ta­tive Bebau­ung sicher­zu­stel­len. Im Jahr 2023 wird die Ver­wal­tung min­des­tens zehn qua­li­täts­si­chernde Ver­fah­ren auf den Weg brin­gen, in denen gemein­sam mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern vor Ort städ­te­bau­li­che Kon­zepte für neue Wohn­flä­chen erar­bei­tet wer­den. Ben­ra­ther Rochade Im ver­gan­ge­nen Jahr hat die Stadt mit dem Pro­jekt “Ben­ra­ther Rochade” eine umfas­sende Quar­tier­s­ent­wick­lung auf den Weg gebracht. Gemein­sam mit der Stadt­toch­ter IDR wer­den hier dezer­nats- und ämter­über­grei­fend zwei Schu­len, eine Sport­halle, neue Wohn­ge­biete, ein Jugend­zen­trum und wei­tere Nut­zun­gen geplant und rea­li­siert. Die Pla­nun­gen wur­den in einer gut besuch­ten Ver­an­stal­tung am 28. Sep­tem­ber 2022 mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern vor Ort inten­siv erör­tert, der Stadt­rat hat die ers­ten Beschlüsse gefasst. Der Bau­start für die hoch­mo­der­nen und ener­gie­ef­fi­zi­en­ten Schu­len erfolgt bereits im Laufe des kom­men­den Jahres.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler: “Ich habe zur Umset­zung die­ses Pro­jek­tes eine neue Struk­tur in der Stadt­ver­wal­tung mit dem Ziel geschaf­fen, das Pro­jekt­ma­nage­ment und die pro­jekt­ori­en­tierte Umset­zung in der Stadt­ver­wal­tung zu stär­ken und zu opti­mie­ren. Bei stei­gende Zin­sen und stei­gen­den Bau­kos­ten erzielt ein zügi­ger Pro­jekt­fort­schritt den bes­ten Effekt für den städ­ti­schen Haus­halt. Dazu leis­tet — und das ist mir sehr wich­tig — eine gut auf­ge­stellte, leis­tungs­fä­hige Ver­wal­tung einen gro­ßen Beitrag.”

Nut­zung aller Mög­lich­kei­ten und Instru­mente zur Ent­wick­lung von Flächen
Mit der Auf­stel­lung von Vor­kaufs­recht­sat­zun­gen setzt die Stadt ein Instru­ment zur Durch­set­zung städ­te­bau­li­cher Ziele ein, mit dem Ziel, Grund­stü­cke zum Ver­kehrs­wert kau­fen zu kön­nen. Dies kann sich sowohl auf Gewerbe- und Indus­trie­flä­chen als auch auf Flä­chen für den Woh­nungs­bau bezie­hen. Zudem setzt die Stadt bei der Ent­wick­lung von Wohn­flä­chen ver­mehrt auf ver­läss­li­che Part­ner wie Genos­sen­schaf­ten, gemein­wohl­ori­en­tier­ten Woh­nungs­un­ter­neh­men und eta­blierte Partner.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler: “An die­ser Stelle ist mir eine klare Bot­schaft an Käu­fer wich­tig: Wir unter­stüt­zen alle kon­struk­ti­ven Bemü­hun­gen zu einer zügi­gen Rea­li­sie­rung von Wohn­raum, wer­den aber im Falle von Spe­ku­la­tio­nen oder einem wei­te­ren Lie­gen­las­sen der Flä­che alle ver­füg­ba­ren Instru­mente anwen­den, um den Still­stand zu ver­hin­dern. Die Stadt muss den Woh­nungs­bau aktiv in die Hand neh­men und so steu­ern, dass sub­stan­zi­ell mehr Woh­nun­gen in hoher städ­te­bau­li­cher Qua­li­tät und zu bezahl­ba­ren Mie­ten gebaut werden.”

Stär­kung Bauaufsicht
Um die Erreich­bar­keit der Bau­auf­sicht zu ver­bes­sern und die War­te­zei­ten ins­be­son­dere im Bau­ak­ten­ar­chiv sowie die Bear­bei­tungs­zei­ten bei den Antrags­ver­fah­ren zu ver­kür­zen, wurde im Herbst 2021 das Pro­jekt “Stär­kung der Bau­auf­sicht” durch den Ober­bür­ger­meis­ter auf­ge­setzt. Die Anlie­gen der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sol­len schnell und gleich­zei­tig zuver­läs­sig bear­bei­tet wer­den. Dazu gehört sowohl die Opti­mie­rung und Digi­ta­li­sie­rung der Abläufe im Amt und mit Exter­nen als auch die Bereit­stel­lung der not­wen­di­gen Ressourcen.

Im Rah­men des Pro­jekts wurde im Okto­ber 2022 ein neues Bera­tungs­an­ge­bot ein­ge­führt. Hierzu zäh­len die tele­fo­ni­sche Erreich­bar­keit der Bau­auf­sicht bei der eine Erst­be­ra­tung und Aus­künfte zu Bau- und Denk­mal­recht sowie der Stand des Ver­fah­rens abge­fragt wer­den kön­nen. Außer­dem wer­den Vor­ort­ter­mine und die Bera­tung per Video­chat angeboten.

Um die Akten­ein­sicht zu beschleu­ni­gen, wur­den neue Stel­len geschaf­fen. Zudem soll es ab 2023 mög­lich sein, Bau­an­träge über das Bauportal.NRW des Lan­des zu stel­len. Im Vor­griff auf die Digi­ta­li­sie­rung der Bau­an­trags­ver­fah­ren läuft seit Anfang des Jah­res 2022 ein Ver­such zum digi­ta­len Aus­tausch von Antrags­un­ter­la­gen zwi­schen Antrag­stel­len­den und Bauaufsicht.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler: “Eine gut auf­ge­stellte Bau­auf­sicht mit schnel­len Wegen und Ver­fah­ren ist ein wesent­li­cher Fak­tor in Sachen Wirt­schafts­för­de­rung. Ich freue mich, dass die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter bei der Bau­auf­sicht sich enga­giert und mit vie­len guten Ideen einbringen.”

SICHERHEIT & SAUBERKEIT

SICHERHEIT

Aus­bau Per­so­nal­stärke Ord­nungs- und Ser­vice­diens­tes (OSD)
Der OSD hat im Jahr 181 Plan­stel­len für Ein­satz­kräfte im Außen­dienst – inklu­sive der 30 neu geschaf­fe­nen Stel­len. Bis zum Jah­res­ende sol­len sie alle besetzt sein.

Einen wich­ti­gen Teil zur Stär­kung des OSD macht die Über­nahme der eige­nen Aus­zu­bil­den­den im Bereich des OSD aus. In die­sem Jahr haben 6 Nach­wuchs­kräfte ihre Aus­bil­dung im OSD erfolg­reich been­det und konn­ten über­nom­men wer­den. Zudem wur­den erneut 15 Nach­wuchs­kräfte zum 1. Sep­tem­ber 2022 ein­ge­stellt – erst­mals als Beamte. Zum Ver­gleich: Vor zwei Jah­ren waren es ledig­lich 5 Nach­wuchs­kräfte. Ins­ge­samt absol­vie­ren damit zur­zeit 31 Nach­wuchs­kräfte eine Aus­bil­dung im OSD und wer­den nach ihrem erfolg­rei­chen Abschluss den OSD wei­ter verstärken.

Seit Beginn des Aus­baus der Per­so­nal­stärke des OSD konn­ten aus über 1500 Bewer­bun­gen bereits 85 Per­so­nen für eine Tätig­keit im OSD gewon­nen wer­den. 76 von ihnen ver­stär­ken den Ord­nungs- und Ser­vice­dienst bereits als neue Mit­ar­bei­tende, 9 wei­tere wer­den ihnen bis zum Jah­res­ende folgen.
Die Per­so­nal­ak­quise wird unver­min­dert fort­ge­führt. Die außer­ge­wöhn­li­che Job­kam­pa­gne, mit der die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf um Ver­stär­kung für den Außen­dienst wirbt, wurde im Som­mer auf Wer­be­flä­chen im gesam­ten Stadt­ge­biet sowie online auf Social Media aus­ge­spielt und hat sehr viele Inter­es­sen­tin­nen und Inter­es­sen­ten für diese Tätig­keit angesprochen.

Pro­jekt Sicher­heit in der Düs­sel­dor­fer Innen­stadt (“SIDI”)
Im Mai 2022 hat die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf gemein­sam mit dem Poli­zei­prä­si­dium Düs­sel­dorf das Pro­jekt Sicher­heit in der Innen­stadt (“SIDI”) gestar­tet. Erklär­tes Ziel ist es, die Sicher­heit in der Düs­sel­dor­fer Innen­stadt nach­hal­tig zu ver­bes­sern und ange­mes­sen auf die ver­än­derte Sicher­heits­lage im Bereich der Alt­stadt zu reagie­ren. Das Pro­jekt wurde ins Leben geru­fen, da in der Lan­des­haupt­stadt – wie auch im bun­des­wei­ten Trend – an Wochen­en­den oder vor Fei­er­ta­gen ver­mehrt stö­rende oder gewalt­be­reite Per­so­nen auf­fal­len. Es han­delt sich dabei um Grup­pen aus vor­wie­gend jun­gen Män­nern mit aus­wär­ti­gem Wohn­sitz. Diese Ent­wick­lung ist ins­be­son­dere im Bereich der Rhein­ufer­pro­me­nade und des Burg­plat­zes fest­zu­stel­len. Das Pro­jekt ist erfolg­reich ange­lau­fen. Um von den eta­blier­ten Struk­tu­ren wei­ter zu pro­fi­tie­ren wurde das Pro­jekt bis zum 31. Okto­ber 2023 ver­län­gert. “SIDI” wird wis­sen­schaft­lich durch die Zen­tral­stelle Eva­lua­tion des Lan­des­kri­mi­nal­amts und die Hoch­schule für Poli­zei und öffent­li­che Ver­wal­tung NRW begleitet.

Zu den Bau­stei­nen des Pro­jekts “SIDI” zählt die Gemein­same Anlauf­stelle von Poli­zei und OSD (GASt), die Anfang Juli von NRW-Innen­mi­nis­ter Her­bert Reul und Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler am Rat­haus­ufer 8 eröff­net wurde. OSD und Poli­zei kön­nen hier ihre gemein­sa­men Ein­sätze bespre­chen. Durch die Ansprech­bar­keit und die gemein­same Prä­senz – beson­ders am Rhein­ufer – wird das Sicher­heits­ge­fühl der Besu­che­rin­nen und Besu­cher sowie der Anwoh­ner­schaft gestärkt. Bereits im Dezem­ber 2021 wurde in der Düs­sel­dor­fer Alt­stadt eine Waf­fen­ver­bots­zone ein­ge­rich­tet. Allein auf den Zeit­raum Mai bis Sep­tem­ber ent­fie­len 4.047 Kon­trol­len. Seit Ein­füh­rung der Waf­fen­ver­bots­zone wur­den mehr als 170 Waf­fen festgestellt.
Ein simp­les aber über­aus effek­ti­ves Mit­tel zur Erhö­hung des Sicher­heits­ge­fühls ist der kon­se­quente Ein­satz von Licht. Hierzu zählt die Beleuch­tung der Burg­treppe sowie die Erneue­rung der Beleuch­tung in der Alt­stadt auf der Häu­ser­seite. Für Anfang 2023 ist geplant, an die­sen Plät­zen Stra­ßen­la­ter­nen zu instal­lie­ren, die sich dim­men las­sen und deren Inten­si­tät die Poli­zei bei Bedarf ver­stär­ken kann. Auch eine Erneue­rung der Leuch­ten der Rhein­ufer­pro­me­nade ist beabsichtigt.

Ein wei­te­rer Bestand­teil des Pro­jekts ist der Ein­satz von Street­wor­kern in der Alt­stadt. Diese leis­ten wert­volle und erfolg­rei­che Arbeit. Die Erfah­run­gen in 2022 sind posi­tiv und der Ein­satz soll fort­ge­führt und ver­ste­tigt wer­den. Bis zu drei Teams aus jeweils zwei Mit­ar­bei­ten­den hal­ten Kon­takt zu rund 300 Jugend­li­chen, the­ma­ti­sie­ren ihre Moti­va­tion in die Innen­stadt zu kom­men oder in eini­gen Fäl­len sogar Mes­ser oder ähn­li­che Waf­fen bei sich zu tra­gen. Für einen bes­se­ren Infor­ma­ti­ons­aus­tausch geht die LHD aktiv auf die jewei­li­gen Kom­mu­nen und Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den zu, in denen die Jugend­li­chen woh­nen. Mit der akti­ven Prä­ven­ti­ons­ar­beit wer­den auf­kei­mende Kon­flikte mög­lichst früh dees­ka­liert und ein sozi­al­päd­ago­gi­scher Zugang zu den Jugend­li­chen hergestellt.

Spä­tes­tens ab dem 2. Quar­tal 2023 sol­len klei­nere Ver­an­stal­tun­gen die Innen­stadt noch attrak­ti­ver machen und mit einem fried­li­chen Publi­kum bele­ben, das anspre­chende Unter­hal­tung sucht. Ein ver­ein­fach­tes Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren wird die Aus­rich­tung sol­cher Events erleichtern.

SAUBERKEIT
Die Sau­ber­keit einer Stadt trägt maß­geb­lich zu ihrem Erschei­nungs­bild bei und erhöht den Wohl­fühl­fak­tor für Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner ebenso wie für Besu­che­rin­nen und Besu­cher. Um die Rei­ni­gung in der Innen­stadt zu opti­mie­ren, sind täg­lich drei Glut­tons im Ein­satz. Diese akku­be­trie­be­nen Müll­sau­ger kön­nen auch klein­tei­li­gen Müll wie Kron­kor­ken oder Ziga­ret­ten­kip­pen aus dem Alt­stadt­pflas­ter entfernen.

Sau­ber­keits­of­fen­sive
Ein gan­zes Bün­del von Maß­nah­men zur Ver­bes­se­rung der Stadt­sau­ber­keit befin­det sich in der Umset­zung. So wer­den in Parks und Grün­an­la­gen grö­ßere Abfall­be­häl­ter und zusätz­li­che Lee­run­gen an den Wochen­en­den instal­liert. Spe­zi­elle Ein­satz­teams küm­mern sich gezielt um Grün­flä­chen, Stra­ßen und Schil­der und ille­gal ent­sorg­ten Abfall. So kann schnell und ein­satz­spe­zi­fisch auf Ver­un­rei­ni­gung im Stadt­bild reagiert wer­den. Zur effi­zi­en­te­ren Besei­ti­gung gro­ßer Men­gen Abfall­ab­la­ge­rung ist nun bei der AWISTA zusätz­lich ein Team mit einem Press­fahr­zeug im Einsatz.

Zudem bekom­men die “Müll­de­tek­tive” Ver­stär­kung. Das Team wird von 9 auf 11 Mit­ar­bei­tende auf­ge­stockt. Neben den haupt­amt­li­chen Müll­wer­kern, mel­den sich zuneh­mend ehren­amt­li­che Abfall-Initia­ti­ven, die vom Amt für Umwelt- und Ver­brau­cher­schutz bei­spiels­weise durch die Aus­gabe von Hand­schu­hen und Müll­sä­cken und die Bereit­stel­lung von Hand­grei­fern unter­stützt wer­den. 2018 haben 23 pri­vate Sam­mel­ak­tio­nen statt­ge­fun­den, mit Stand 21. Okto­ber 2022 sind es aktu­ell bereits 220.

SCHULEN & KITAS

SCHULE

Schul­bau­of­fen­sive wird fortgeführt
Die Schul­bau­of­fen­sive wird erfolg­reich fort­ge­führt. Bis 2026 wird die Stadt ins­ge­samt 1,4 Mil­li­ar­den Euro inves­tie­ren. Im ver­gan­ge­nen Jahr erfolg­ten 7 Grund­stein­le­gun­gen für Erwei­te­rungs­bau­ten oder Neu­bau­ten, 1 Richt­fest wurde gefei­ert und 5 Eröff­nun­gen erfolgten.

Für das Jahr 2023 ist die Fer­tig­stel­lung von 3 Um- und Erwei­te­rungs­bau­ten vor­ge­se­hen, viele wei­tere Schul­bau-Groß­pro­jekte fol­gen in den nächs­ten Jahren.

Schnel­les Inter­net per Glasfaser
An aktu­ell 32 Schul­stand­or­ten steht bereits eine Band­breite von 1Gbit/s zur Ver­fü­gung. Bis spä­tes­tens Ende 2025 einen zukunfts­fä­hi­gen Glas­fa­ser­an­schluss erhal­ten. 60 Schul­stand­orte wer­den dabei an das Glas­fa­ser-Metro­netz der LHD bis Ende 2023 angebunden.

WLAN

Um dem Ziel, zukünf­tig einen Access Point in jedem unter­richt­lich genutz­ten Raum ein­brin­gen zu kön­nen, näher zu kom­men, wer­den bis zum Ende des Jah­res 2022 ins­ge­samt wei­tere 1.200 Access Points an Schu­len ein­ge­bracht wor­den sein.

Aus­stat­tung mit mobi­len Endgeräten
An Düs­sel­dor­fer Schu­len gibt es bereits rund 32.000 mobile End­ge­räte für Schü­le­rin­nen und Schü­ler. Dies ent­spricht einer Aus­stat­tungs­quote von 1 zu 2,5.

Unter Berück­sich­ti­gung der För­der­ge­räte aus React-EU und der Digi­tal­aus­stat­tungs­of­fen­sive NRW (ins­ge­samt 13.500) wer­den zum Ende des Jah­res 2022 bereits 35.075 Tablets für die Nut­zung durch Schü­le­rin­nen und Schü­ler vor­han­den sein. Wei­tere digi­tale End­ge­räte (Lap­tops, Dru­cker, PC und Moni­tore) ste­hen zusätz­lich an Schu­len zur Ver­fü­gung. Die Ver­sor­gungs­quote wird dann bes­ser als 1:2 (1 Gerät pro 2 Schü­le­rin­nen und Schü­lern) liegen.

Durch wei­tere Inves­ti­tio­nen erhöht sich die Anzahl der End­ge­räte im Jahr 2023 auf rund 45.000.

KITA

Betreu­ungs­quo­ten
2021/2022 stan­den ins­ge­samt rund 9.000 Betreu­ungs­an­ge­bote für U3-Kin­der zur Ver­sor­gung, was einer Ver­sor­gungs­quote von ca. 50 Pro­zent ent­spricht. Damit liegt Düs­sel­dorf 11 Punkte über Lan­des- und 15 über Bundesschnitt.

Ins­ge­samt wer­den am Ende des Kin­der­gar­ten­jah­res 2022/2023 circa 29.500 Betreu­ungs­plätze für Kin­der in Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen und in Tages­pflege zur Ver­fü­gung ste­hen, davon rund 10.000 Plätze für Kin­der unter drei Jah­ren und rund 19.500 Plätze für Kin­der über drei Jahren.

Es wird damit eine Ver­sor­gungs­quote von rund 55 Pro­zent bei den U3-Kin­dern und 103 Pro­zent bei den Ü3-Kin­dern erreicht. Bis zum Ende des Kin­der­gar­ten­jah­res 2022/2023 wer­den 10 Tages­ein­rich­tun­gen für Kin­der fer­tig­ge­stellt. Das ent­spricht 545 Plät­zen. Davon ste­hen 194 Plätze für Unter­drei­jäh­rige zur Verfügung.
Per­so­nal­of­fen­sive Die Ver­füg­bar­keit von Per­so­nal ist in den Kom­mu­nen zum ent­schei­den­den Fak­tor zur Siche­rung des Rechts­an­spruchs auf einen Betreu­ungs­platz gewor­den. Gemein­sam mit allen Kita-Trä­gern hat die Stadt daher einen Maß­nah­men­ka­ta­log zur Gewin­nung von erzie­he­ri­schem Fach­per­so­nal ent­wi­ckelt, der die Hand­lungs­fel­der “Image & Wer­bung”, “Zugänge”, “Boar­ding­pro­zesse” und “Bin­dungs­maß­nah­men” betrifft. Zur­zeit wer­den über 60 Ideen zu Ein­zel­maß­nah­men der Gewin­nung, Bin­dung und Ent­wick­lung von päd­ago­gi­schem Fach­per­so­nal auf Umsetz­bar­keit geprüft.

Kin­der­schutz­pro­jekt
Die Siche­rung des Kin­der­schut­zes in fami­liä­ren Kri­sen­si­tua­tio­nen wurde bis­lang von mon­tags bis frei­tags in der Zeit von 8 bis 17 Uhr durch den Bezirks­so­zi­al­dienst wahr­ge­nom­men. Um die Erreich­bar­keit von sozi­al­päd­ago­gi­schen Fach­kräf­ten und den Schutz­auf­trag für Kin­der und Jugend­li­che an 365 Tagen rund um die Uhr zu sichern, wurde 2022 damit begon­nen, einen 24-Stun­den-Kin­der­schutz­dienst mit den bestehen­den Qua­li­täts­stan­dards im Kin­der­schutz einzurichten.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler: “Die Sicher­stel­lung des Kin­der­schut­zes ist wesent­li­ches Ziel der Jugend­hilfe. Das Thema ist auch mir ein Her­zens­an­lie­gen. Kin­der­schutz­the­men kön­nen rund um die Uhr rele­vant sein. Wir müs­sen Hil­fe­stel­lung auch außer­halb der übli­chen Öff­nungs­zei­ten anbie­ten und leisten.”
Seit August ist der 24-Stun­den-Dienst kon­kret im Auf­bau. Der 24-Stun­den-Kin­der­schutz­dienst wird im Rah­men mit 20 Fach­kräf­ten sowie einer Sach­ge­biets­lei­tung in der Abtei­lung Kin­der­schutz und Hil­fen zur Erzie­hung im Jugend­amt ein­ge­rich­tet. Die Stel­len sind bereits in der Ausschreibung.

KLIMASCHUTZ

Luft­qua­li­tät
Die Umset­zung der Maß­nah­men des Luft­rein­hal­te­plans zielt nicht nur auf die dau­er­hafte Ein­hal­tung der Grenz­werte ab, son­dern bewirkt die wei­tere Ver­bes­se­rung der Luft­qua­li­tät, wie die Mess­werte des Lan­des bis ein­schließ­lich Juli 2022 zei­gen. Für die Mero­win­ger Straße und die Cor­ne­li­us­straße erge­ben sich jeweils Werte von 36 µg/m³. Der fest­ge­legte Grenz­wert für Stick­stoff­di­oxid von 40 μg/m³ wird damit deut­lich ein­ge­hal­ten. Noch bis zum Jahr 2019 wur­den an der Mess­sta­tion auf der Mero­win­ger­straße deut­li­che Grenz­wert­über­schrei­tun­gen für Stick­stoff­di­oxid (NO2) gemes­sen. Seit 2020 wird der gesetz­li­che Grenz­wert für den Jah­res­mit­tel­wert für NO2 dort eingehalten.

60-Mil­lio­nen-Paket
Die Stadt Düs­sel­dorf hält am Ziel 2035 kli­ma­neu­tral zu sein wei­ter­hin fest. Das für den Kli­ma­schutz jähr­lich zur Ver­fü­gung gestellte 60-Mil­lio­nen-Euro-Paket wurde im Jahr 2022 fast voll aus­ge­schöpft. Mit den Mit­teln wurde die ener­ge­ti­sche Sanie­rung städ­ti­scher Gebäude vor­an­ge­trie­ben und Pho­to­vol­taik-Anla­gen auf städ­ti­schen Gebäu­den instal­liert. Der städ­ti­sche Fuhr­park wird auf emis­si­ons­freie Mobi­li­tät umge­stellt. Die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf ver­fügt bereits über 130 städ­ti­sche Elek­tro­fahr­zeuge, zwei Was­ser­stoff­fahr­zeuge und 19 Hybrid­fahr­zeuge. Mit einem Bud­get von 6 Mil­lio­nen för­dert die LHD ener­ge­ti­sche Sanie­rungs­maß­nah­men sowie den Ein­satz erneu­er­ba­rer Ener­gie ihrer Bür­ge­rin­nen und Bür­ger. Das erfolg­rei­che För­der­pro­gramm zum Erwerb eines Las­ten­fahr­rads wird auch 2023 fort­ge­setzt mit einem För­der­vo­lu­men von ins­ge­samt 1 Mil­lio­nen Euro.

Anpas­sung des öffent­li­chen Grüns
Ein wei­te­rer Schwer­punkt liegt auf Pro­jek­ten in vom Kli­ma­wan­del bedroh­ten Grün­an­la­gen und Parks sowie Ent­sie­ge­lungs­pro­jek­ten. Bei­spiel­haft dafür steht das Pro­jekt “Stadt-Wald / Wald-Stadt” in der Albert­straße. Die Stadt ent­sie­gelt dort im kom­men­den Jahr eine 1.850 Qua­drat­me­ter große Flä­che in der hoch­ver­dich­te­ten Innen­stadt und legt einen klei­nen “Pocket­park” mit flä­chi­ger Baum­be­pflan­zung an.

KRISEN MEISTERN

Auch das Jahr 2022 ist geprägt von Kri­sen. Seit Februar herrscht Krieg in Europa. Der Angriff Russ­lands auf die Ukraine bringt uner­mess­li­ches Leid über die Men­schen dort und seine Aus­wir­kun­gen sind auch in der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf spürbar.

Als eine der ers­ten Städte in NRW haben wir in Düs­sel­dorf einen Kri­sen­stab zur Ener­gie- und Gas­man­gel­lage ein­be­ru­fen. Das Gre­mium tagt unter Lei­tung von Herrn Bei­geord­ne­ten Chris­tian Zaum in regel­mä­ßi­gen Abstän­den, um die Aus­wir­kun­gen einer rück­läu­fi­gen Gas- und Ener­gie­ver­sor­gung für Düs­sel­dorf zu bera­ten und Hand­lungs­kon­zepte zu Ener­gie­spar­maß­nah­men kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Trotz spür­ba­rer Preis­er­hö­hun­gen reißt die Hilfs­be­reit­schaft der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger und der hier ansäs­si­gen Unter­neh­men für die Ukrai­ne­rin­nen und Ukrai­ner nicht ab. Düs­sel­dorf hat sei­ner Part­ner­stadt Czer­no­witz im Okto­ber vier wei­tere Kom­mu­nal­fahr­zeuge über­ge­ben und einen Mit­ar­bei­ter aus Czer­no­witz in Düs­sel­dorf in der Bedie­nung eines Kanal­saug- und Spül­wa­gens geschult. 10.000 Pakete mit Hilfs­gü­tern wur­den im Som­mer gemein­sam mit der Cari­tas nach Czer­no­witz gebracht.

Aktu­ell fin­det die Aktion “Eine Dose für Czer­no­witz” statt, bei der rund um St. Mar­tin (1. Bis 18. Novem­ber) in über 40 Schu­len der Lan­des­haupt­stadt Lebens­mit­tel in Dosen gesam­melt wer­den, die dann mit Hilfe der Deut­sche Bahn Cargo nach Czer­no­witz trans­por­tiert und über den ört­li­chen Cari­tas­ver­band ver­teilt werden.
Haus­halt Der Krieg und die Corona-Pan­de­mie brin­gen haus­halts­po­li­tisch his­to­ri­sche Her­aus­for­de­run­gen mit sich. Den­noch hat die Ver­wal­tung im Sep­tem­ber einen aus­ge­gli­che­nen Haus­halts­ent­wurf in den Rat ein­ge­bracht. Die Gesamt­auf­wen­dun­gen betra­gen rund 3,41 Mil­li­ar­den Euro. Die Gesamt­erträge haben eine Höhe von rund 3,233 Mil­li­ar­den Euro. Im Jahr 2023 ste­hen rund 333 Mil­lio­nen Euro für Inves­ti­tio­nen zur Ver­fü­gung. Im gesam­ten Pla­nungs­zeit­raum bis 2026 wer­den es rund 737 Mil­lio­nen Euro sein. Allein im Jahr 2023 ent­steht durch die Inves­ti­tio­nen wei­te­res Ver­mö­gen in Höhe von rund 149 Mil­lio­nen Euro und bil­det wei­tere, nach­hal­tige Werte für die Düs­sel­dor­fe­rin­nen und Düsseldorfer.

Bei Fort­schrei­bung der Belas­tun­gen des Jah­res 2022 für die Bewäl­ti­gung der Fol­gen des Ukrai­ne­kriegs wer­den sich die Fol­gen von Krieg und Corona bis 2024 auf 1,15 Mrd. Euro sum­mie­ren. Zum Ver­gleich: Die Wirt­schafts- und Finanz­krise nach der “Leh­mann-Pleite” im Jahr 2008 hat im Haus­halt der LHD zu einem Min­der­be­trag in Höhe von rd. 110 Mil­lio­nen Euro bei der Gewer­be­steuer geführt. Dies sind noch nicht ein­mal 10 Pro­zent des jet­zi­gen Effektes.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler: “Nach der Corona-Pan­de­mie, der völ­ker­rechts­wid­ri­gen Inva­sion Russ­lands in die Ukraine und der Gas­man­gel­lage in Folge des Krie­ges ist klar, dass uns unvor­her­ge­se­hene Ereig­nisse mit radi­ka­ler Aus­wir­kung auf unsere Stadt auch in den kom­men­den Jah­ren mei­ner Amts­zeit erei­len kön­nen. Aber die letz­ten zwei Jahre haben gezeigt, dass wir es schaf­fen uns gleich­zei­tig um diese Kri­sen zu küm­mern und die Stadt nach vorne zu brin­gen. Sie alle ken­nen die kri­sen­be­ding­ten finan­zi­el­len Aus­wir­kun­gen. Und den­noch zei­gen wir jeden Tag ein­drucks­voll, dass sich soli­da­ri­sches Han­deln und das Stre­ben nach Erst­klas­sig­keit nicht aus­schlie­ßen. Und dafür stehe ich als Oberbürgemeister.”