Film­mu­se­ums­di­rek­tor Bernd Desin­ger (l.) prä­sen­tiert zusam­men mit Kura­tor Phil­ipp Hanke die Aus­stel­lung “Ani­mal Actors — Tie­ri­sche Stars in Film und TV”, die vom 24. Novem­ber bis zum 31. Juli 2023 im Film­mu­seum läuft,©Landeshauptstadt Düsseldorf/Ingo Lammert

 

Aus­stel­lung “Ani­mal Actors — Tie­ri­sche Stars in Film und TV” ab 24. Novem­ber eröffnet

Das Film­mu­seum Düs­sel­dorf, Schul­straße 4, prä­sen­tiert mit sei­ner neuen Son­der­aus­stel­lung “Ani­mal Actors — Tie­ri­sche Stars in Film und TV” erst­mals einen umfas­sen­den Über­blick über den facet­ten­rei­chen Ein­satz von Tie­ren in Fil­men. Die Aus­stel­lung läuft von Don­ners­tag, 24. Novem­ber, bis zum 31. Juli 2023.

Miriam Koch, Bei­geord­nete für Kul­tur und Inte­gra­tion: “Ob Flip­per oder Las­sie, oft­mals haben ganze Genera­tio­nen eine beson­ders innige Ver­bin­dung zu tie­ri­schen Film-Cha­rak­te­ren. Neben dem Blick auf fil­mi­sche Phä­no­mene befasst sich die Aus­stel­lung mit der beson­de­ren Bezie­hung zwi­schen Mensch und Tier und geht auch auf Fra­gen der Tier­ethik ein. Außer­dem schaf­fen die vie­len vir­tu­el­len Mit­mach­mög­lich­kei­ten ein beson­de­res Erleb­nis für alle inter­es­sier­ten Tier- und Filmfans.”

Inter­ak­tive Erlebnis-Stationen
Ver­schie­dene inter­ak­tive Sta­tio­nen bie­ten den Besu­che­rin­nen und Besu­chern die Gele­gen­heit, den “fil­mi­schen Tie­ren” nahe­zu­kom­men. So kann man eine (vir­tu­elle) Katze auf den Arm neh­men und strei­cheln, gemein­sam einen Dia­log zwi­schen einem Wasch­bä­ren und einer Schild­kröte syn­chro­ni­sie­ren oder die eigene Mimik und Bewe­gung auf einen Hirsch­kopf übertragen.

Film­mu­se­ums­di­rek­tor Bernd Desin­ger: “Tiere sind aus dem Spiel­film als Beglei­ter der Akteure und oft­mals sogar als die eigent­li­chen Hel­den nicht weg­zu­den­ken. Letz­te­res gilt umso mehr für den Ani­ma­ti­ons­film. Der Tier-Doku­men­tar­film hin­ge­gen hat von den Anfän­gen der Kine­ma­to­gra­phie bis zu heu­ti­gen auf­wen­di­gen Pro­duk­tio­nen stets neue Quan­ten­sprünge für die Film­tech­nik ins­ge­samt geliefert.”
Nur sel­ten zu sehende Ori­gi­nal­re­qui­si­ten, Set­fo­tos, Film­aus­schnitte und Pro­duk­ti­ons­ma­te­ria­lien erlau­ben ein Wie­der­se­hen mit inter­na­tio­na­len Stars wie “Las­sie”, “Flip­per”, “Fury”, “Bambi” oder auch dem “Wei­ßen Hai”. Mit Letz­te­rem sogar ein per­sön­li­ches: war­tet die Aus­stel­lung doch mit einem ori­gi­nal­ge­treuen Nach­bau des furcht­erre­gen­den Mee­res­be­woh­ners auf. Zu wei­te­ren High­lights gehö­ren unter ande­rem die Ori­gi­nal-Schild­kröte “Morla” aus dem Film “Die unend­li­che Geschichte” oder eine Serie von Schim­pan­sen­köp­fen aus “Pla­net der Affen”.

Von tie­ri­schen Hel­den bis zu tier­ethi­schen Fragen
Die Aus­stel­lung setzt sich auch mit hoch­ak­tu­el­len tier­ethi­schen Fra­gen aus­ein­an­der und unter­sucht das “fil­mi­sche Tier” hin­sicht­lich lite­ra­ri­scher und iko­no­gra­phi­scher Rück­griffe auf die Kul­tur- und Kunst­ge­schichte: als Freund und Gefährte ebenso wie als Pro­jek­ti­ons­flä­che für Ängste und unter­drückte Triebe. Nicht sel­ten gestal­tet sich das beson­dere Ver­hält­nis zwi­schen Mensch und Tier im Film als Hybri­di­sie­rung — die Tiere wer­den ver­mensch­licht oder ihre Eigen­schaf­ten den Men­schen zuge­schrie­ben. Kura­tor Phil­ipp Hanke: “Beim Blick hin­ter die Kulis­sen wird der Bogen gespannt vom Tier­trai­ning bis zur heu­ti­gen Mög­lich­keit, ein natür­lich erschei­nen­des Tier voll­stän­dig vir­tu­ell im Com­pu­ter zu entwickeln.”
Weit­hin bekannt sind Heinz Siel­mann und Bern­hard Grzimek für die Erfor­schung und den Schutz des “ober­ir­di­schen” Tier­reichs. Eine ähn­li­che Bedeu­tung für die Unter­was­ser­welt hat der deut­sche Tau­cher und Mee­res­for­scher Hans Hass. So gilt ein Schwer­punkt auch den fas­zi­nie­ren­den Mee­res­be­woh­nern. Aus dem Nach­lass hat das Film­mu­seum eine Samm­lung von Unter­was­ser-Kame­ras vom Aqua­zoo Löb­be­cke Museum über­nom­men und prä­sen­tiert in Koope­ra­tion dazu wei­tere beein­dru­ckende Tauch­ge­rät­schaf­ten. Her­vor­zu­he­ben unter den zahl­rei­chen wei­te­ren Part­nern der Aus­stel­lung ist auch das Düs­sel­dor­fer Mario­net­ten-Thea­ter, das Figu­ren aus der Insze­nie­rung des Romans “Die unend­li­che Geschichte” von Michael Ende beisteuert.

Aus­ge­wählte Film­reihe als Disney-Weihnachtsgeschenk
Das Kino “Black Box” im Film­mu­seum zeigt wäh­rend der gesam­ten Aus­stel­lung ein viel­sei­ti­ges Begleit­pro­gramm mit monat­lich wech­seln­den Schwer­punk­ten. Die The­men rei­chen von Zir­kus und Dres­sur über Tier­hor­ror bis hin zu her­aus­ra­gen­den Tier-Doku­men­tar­fil­men und beson­de­ren Ani­ma­ti­ons­fil­men. Im Dezem­ber prä­sen­tiert das Film­mu­seum als Weih­nachts­ge­schenk ein Spe­cial mit aus­ge­wähl­ten Dis­ney-Klas­si­kern. Der Ein­tritt ist frei.

Außer­dem wird die Aus­stel­lung von einem umfang­rei­chen Bil­dungs­pro­gramm beglei­tet, das alle Genera­tio­nen und Men­schen mit ver­schie­dens­ten kul­tu­rel­len und gesell­schaft­li­chen Hin­ter­grün­den berück­sich­tigt. For­mate wie Füh­run­gen, Semi­nare oder Work­shops för­dern die Teil­habe an The­men wie Tier­ethik, Umwelt, Natur oder Hel­den der Kind­heit. Auch zu film­spe­zi­fi­schen Inhal­ten wie Tier­do­ku­men­ta­tion, Ani­ma­tion und Trick­film oder Sprach­syn­chro­ni­sa­tion ste­hen span­nende Ange­bote bereit.

 

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