Sybol­bild Stadt­di­rek­tor Burk­hard Hintzsche (2.v.r.) und Jugend­amts­lei­ter Ste­phan Glare­min (r.) über­ge­ben den Schlüs­sel an die bei­den Ein­rich­tungs­lei­te­rin­nen Mar­got Tkocz (l.) und Chris­tiane Erkens (2.v.l.),©Foto: Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf / Wil­fried Meyer

 

Zum Start des neuen Kita­jah­res 2023/24 am Diens­tag, 1. August, gibt es 9.061 Betreu­ungs­plätze für Kin­der unter drei Jah­ren und 18.882 Plätze für Kin­der von drei Jah­ren bis zum Schul­ein­tritt. Damit steht für die Hälfte der Kin­der unter drei Jah­ren und für alle Kin­der über drei Jah­ren in Düs­sel­dorf ein Betreu­ungs­platz zur Verfügung.

“Wir ste­hen bei der Kin­der­be­treu­ung im Ver­gleich zu ande­ren Kom­mu­nen gut da, weil wir in den letz­ten Jah­ren sehr stark in den Aus­bau unse­rer Betreu­ungs­in­fra­struk­tur inves­tiert haben. Jetzt aber ist es vor allen Din­gen der Fach­kräf­te­be­darf, der mir Sor­gen berei­tet und der den wei­te­ren Aus­bau der Kin­der­be­treu­ung bremst”, erklärt Stadt­di­rek­tor und Jugend­de­zer­nent Burk­hard Hintzsche.

Der Per­so­nal­be­darf ist in den letz­ten Jah­ren durch den Bau neuer Kitas, aber auch auf­grund zusätz­li­cher Auf­ga­ben stark gestie­gen. Da jetzt par­al­lel gebur­ten­starke Jahr­gänge das Ren­ten­ein­tritts­al­ter errei­chen, ergibt sich eine schwie­rige Auf­gabe. “Diese Her­aus­for­de­rung kann nur in einer gemein­sa­men Kraft­an­stren­gung von Stadt, freien Trä­gern, aber vor allem auch von Land und Bund, die die Rah­men­be­din­gun­gen der Kin­der­be­treu­ung fest­le­gen, bewäl­tigt wer­den”, ergänzt Hintzsche.

Auch im neuen Kita­jahr wird es tem­po­rär zu Ein­schrän­kun­gen des Betreu­ungs­an­ge­bo­tes in Ein­rich­tun­gen kom­men; nicht zu jedem Zeit­punkt wer­den alle Betreu­ungs­plätze tat­säch­lich ange­bo­ten wer­den kön­nen. Das kann an feh­len­dem Per­so­nal lie­gen. Aber auch eine Sanie­rung oder ein Umbau kann dazu füh­ren, dass Kitas für eine bestimmte Zeit unter der Beschrän­kung des Ange­bo­tes in Ersatz­quar­tiere umzie­hen müssen.

Kam­pa­gne wirbt für Fachpersonal
Um neue erzie­he­ri­sche Fach­kräfte zu gewin­nen, hat das Amt für Sozia­les und Jugend eine groß ange­legte Wer­be­kam­pa­gne gestar­tet, die zur­zeit läuft. Zur Beson­der­heit der Kam­pa­gne erklärt Amts­lei­ter Ste­phan Glare­min: “Die dar­ge­stell­ten Per­so­nen sind alle­samt städ­ti­sche Mit­ar­bei­tende in Düs­sel­dor­fer Kitas, die sich in ihrem rea­len Umfeld haben ablich­ten las­sen, um neue Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen zu gewin­nen. Sie wol­len zei­gen, wie sinn­ge­bend ihre Auf­ga­ben sowohl für die Kin­der als auch für die Mit­ar­bei­ten­den selbst sind.”

In den städ­ti­schen Kitas gibt es mehr als 100 vakante Stel­len, für die Fach­kräfte gesucht wer­den. “Wir bil­den aber auch selbst mehr als 300 Fach­kräfte aus, sodass wir in jeder unse­rer Kitas im Durch­schnitt über drei Aus­zu­bil­dende beschäf­ti­gen”, sagt Glaremin.

Im Herbst soll eine Image­kam­pa­gne zusam­men mit allen Trä­gern von Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen die Attrak­ti­vi­tät der erzie­he­ri­schen Berufe her­aus­stel­len. Zudem ist für den 21. Okto­ber 2023 in der Zen­tral­bi­blio­thek am Kon­rad-Ade­nauer-Platz 1 (KAP 1) eine Job- und Infor­ma­ti­ons­börse geplant. Gemein­sam mit den freien Trä­gern der Kin­der- und Jugend­hilfe in Düs­sel­dorf, den Berufs­kol­legs und dem Job­cen­ter wird dort über die Berufs­bil­der, Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten und Job-Ange­bote informiert.

Kita-Aus­bau schrei­tet voran
Plätze für Kin­der bis zum Schul­ein­tritt wer­den in Düs­sel­dorf wei­ter aus­ge­baut, bis der Rechts­an­spruch auf einen Betreu­ungs­platz in allen Alters­grup­pen umge­setzt wer­den kann. Es wer­den wei­tere neue Ein­rich­tun­gen gerade in Stadt­tei­len geplant, in denen noch eine unter­durch­schnitt­li­che Ver­sor­gung erkenn­bar ist oder in Neu­bau­ge­bie­ten, in denen neuer Bedarf an Betreu­ungs­plät­zen ent­steht. Ein wei­te­rer Aus­bau ist auch not­wen­dig, um ältere Ein­rich­tun­gen mit höhe­rem Sanie­rungs­be­darf schritt­weise durch neue Ein­rich­tun­gen mit einem aktu­el­len Raum­pro­gramm zu erset­zen. Im letz­ten Kin­der­gar­ten­jahr wur­den drei ältere, klei­nere Kitas daher geschlossen.

In die­sem Jahr konn­ten bis­lang sechs neue oder erwei­terte Kitas fer­tig­ge­stellt wer­den: die Kita auf dem Nie­der­kass­ler Loh­weg mit 30 Plät­zen, davon zehn für Kin­der unter drei Jah­ren, die Kita auf dem Dorn­rös­chen­weg (ein Ersatz­neu­bau, daher keine neuen Plätze), die Erwei­te­rung der Kita auf der Ful­daer Straße mit 40 neuen Plät­zen, davon zwölf für Kin­der unter drei Jah­ren, die Erwei­te­rung der Kita Stür­zel­ber­ger Straße mit 20 neuen Plät­zen, dar­un­ter sechs Plät­zen für Kin­der unter drei Jah­ren, die Kita am Lich­ten­broi­cher Weg mit 70 Plät­zen, davon 22 Plätze für Kin­der unter drei Jah­ren und die Erwei­te­rung des Fami­li­en­zen­trums Kal­den­ber­ger Straße 45 mit 18 neuen Plät­zen, dar­un­ter sechs Plätze für Kin­der unter drei Jahren.

Noch in die­sem Kita-Jahr fer­tig­ge­stellt oder erwei­tert wer­den sol­len Kitas auf der Bochu­mer Straße, Pal­men­straße, Vage­des­straße, Völk­lin­ger Straße, Worrin­ger Straße, Met­zer Straße, Prin­zen­al­lee sowie am Ser­mer Weg.

Zur Platz­ver­gabe von Betreu­ungs­plät­zen sagt Burk­hard Hintzsche: “Die Platz­ver­gabe für das neue Kin­der­gar­ten­jahr 2023/2024 ist noch nicht abge­schlos­sen. Viele Eltern, die noch kei­nen Betreu­ungs­platz für ihr Kind erhal­ten haben, wer­den bis Ende des Jah­res noch eine Zusage erhal­ten, da bin ich mir sicher. Das liegt an den Ein­rich­tun­gen, die noch fer­tig­ge­stellt wer­den und neue Betreu­ungs­plätze anbie­ten. Dar­über hin­aus wer­den Trä­ger wei­tere Plätze in bestehen­den Kitas ver­ge­ben, sobald sie zusätz­li­ches Per­so­nal gefun­den haben. Wir tun alles erdenk­lich Mög­li­che, um die Betreu­ungs­si­tua­tion für Kin­der bis zum Schul­ein­tritt kon­ti­nu­ier­lich zu verbessern.”