Mobi­li­täts­de­zer­nent Jochen Kral über­reichte gemein­sam mit Till Ponath von der Rhein­bahn und Kri­mi­nal­rat Chris­toph Simon von der Poli­zei Düs­sel­dorf den 30 neuen Fahr­zeug­be­glei­tern ihre Urkunden,©Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer

 

Die Düs­sel­dor­fer Fahr­zeug­be­glei­ter erhal­ten Zuwachs: 21 Schü­ler der Joseph-Beuys-Gesamt­schule und neun der Städ­ti­schen Ben­zen­berg-Real­schule haben erfolg­reich die erfor­der­li­che Aus­bil­dung abge­schlos­sen. Diese Teams wer­den sich ab sofort für die Sicher­heit auf dem Schul­weg sowie in Bus­sen und Bah­nen ein­set­zen. Die offi­zi­elle Urkun­den­über­gabe fand am Mon­tag, den 4. Dezem­ber, im Rat­haus statt, wo die neuen Fahr­zeug­be­glei­ter ihre Ein­satz­be­reit­schaft signa­li­sier­ten. Die Urkun­den wur­den von Jochen Kral, Dezer­nent für Mobi­li­tät und Umwelt der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf, Kri­mi­nal­rat Chris­toph Simon, Lei­ter Kri­mi­nal­in­spek­tion 4 der Poli­zei, und Ralf Lüde­king, Bereichs­lei­ter Betrieb der Rhein­bahn, überreicht.

Die Initia­tive “Fahr­zeug­be­glei­ter — gemein­sam stark” ist eine lang­jäh­rige Koope­ra­tion zwi­schen der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf, der Rhein­bahn, den bei­den wei­ter­füh­ren­den Schu­len, dem Kri­mi­nal­prä­ven­ti­ven Rat und der Poli­zei. Seit 2005 setzt sich das Pro­jekt dafür ein, den Schul­weg siche­rer zu gestal­ten und gleich­zei­tig das Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein und die Zivil­cou­rage der Schü­ler zu för­dern. Ange­sichts der Gewalt­be­reit­schaft unter Kin­dern und Jugend­li­chen ist das Ziel, sowohl Gewalt als auch Unfälle zu verhindern.

Ins­ge­samt haben 30 Schü­ler nun ein Ehren­amt über­nom­men, das von ihnen Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein und Zivil­cou­rage gegen­über ihren Mit­schü­lern erfor­dert. Jochen Kral, Mobi­li­täts- und Umwelt­de­zer­nent, betont: “Die Fahr­zeug­be­glei­te­rin­nen und ‑beglei­ter sind nun sen­si­bi­li­siert, mit offe­nen Augen durch die Welt zu gehen, für Grund­sätze ein­zu­ste­hen und danach zu han­deln. Das Motto, das übri­gens für die gesamte Gesell­schaft gilt, muss des­halb lau­ten: Ein­grei­fen statt Zuschauen!”

Die Schü­ler der Jahr­gangs­stu­fen 8 haben eine umfas­sende Fahr­zeug­be­glei­ter-Aus­bil­dung absol­viert. Dabei erlern­ten sie Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­ni­ken der Gewalt­vor­beu­gung und Gewalt­ab­schwä­chung für Kon­flikt­si­tua­tio­nen. Dees­ka­la­ti­ons­trai­ner unter­stütz­ten sie dabei, sich auf beson­dere und kri­ti­sche Situa­tio­nen in Bus­sen und Bah­nen vor­zu­be­rei­ten. Zusätz­lich wur­den sie darin geschult, durch ele­men­tare Ver­hal­tens­re­geln an Hal­te­stel­len und Über­we­gen Unfall­ur­sa­chen vor­zu­beu­gen. Diese Kennt­nisse wer­den die Fahr­zeug­be­glei­ter nun in der Pra­xis an ihre Mit­schü­ler wei­ter­ge­ben und dabei selbst ihre Fähig­kei­ten vertiefen.

Das gesamte Pro­jekt besteht aus drei Bau­stei­nen, begin­nend mit der “Bus­schule” für untere Klas­sen, gefolgt von einem Dees­ka­la­ti­ons­trai­ning und der eigent­li­chen Fahr­zeug­be­glei­ter-Aus­bil­dung. Seit Pro­jekt­be­ginn im Jahr 2005 haben ins­ge­samt 587 Schü­ler an den Schu­lun­gen teil­ge­nom­men. Wei­tere Teil­pro­jekte sowie Schu­lun­gen durch die Poli­zei haben seit­dem 13.595 Schü­ler erreicht. Das Pro­jekt trägt nicht nur zur phy­si­schen Sicher­heit der Schü­ler bei, son­dern för­dert auch eine posi­tive und ver­ant­wor­tungs­be­wusste Ein­stel­lung gegen­über der Gemeinschaft.

 

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