Rodrigo Butori setzt sich mit einer krea­ti­ven Idee dafür ein, die Meere vom Plas­tik­müll zu befreien,©Plastic Fisherman

 

Ein eng­lisch­spra­chi­ger Vor­trag von Rodrigo Butori im Aqua­zoo Löbb­ecke Museum

Der Grün­der von “Pla­s­tic Fisher­man” Rodrigo Butori stellt am Don­ners­tag, 25. Januar, 19 Uhr, im Aqua­zoo, Kai­sers­wert­her Straße 380, seine Pla­s­tic-Fishing-Initia­tive zum Schutz der Meere vor und erläu­tert, wie der Plas­tik­müll zukünf­tig als Roh­stoff her­hal­ten kann.

Der Werbe-Krea­tiv-Direk­tor inter­es­siert sich für die kom­ple­xen bio­lo­gi­schen Zusam­men­hänge und den Schutz des Mee­res. “Man muss heut­zu­tage nicht viel Zeit am Strand ver­brin­gen, um fest­zu­stel­len, dass die Ver­schmut­zung des Mee­res mit Plas­tik­müll all­ge­gen­wär­tig ist. Manch­mal ist sie offen­sicht­lich – man fin­det große Plas­tik­ton­nen, Plas­tik­tü­ten und Plas­tik­fla­schen. Wer genau hin­schaut, ent­deckt aber auch kleine Plas­tik­stück­chen im Sand. Vor vie­len Jah­ren habe ich damit begon­nen, die­sen Müll ein­zu­sam­meln und zu ent­sor­gen. Gleich­zei­tig habe ich über­legt, wie ich mög­lichst viele Men­schen dazu inspi­rie­ren kann, dies auch zu tun. So ent­stand die Idee zum Plastik-Fischen.”

Bei die­ser Methode wird aus den gefun­de­nen Plas­tik­tei­len ein Fisch oder ein ande­rer Mee­res­be­woh­ner zusam­men­ge­setzt. Die­ses kleine Kunst­werk wird dann foto­gra­fiert und zusam­men mit dem Hash­tag “Pla­s­tic­Fi­shing” in den sozia­len Medien gepos­tet. Anschlie­ßend wird der gesam­melte Müll ordent­lich ent­sorgt. Butori erzielte mit sei­nen Pos­tings schnell viel Auf­merk­sam­keit. Bald schon konnte er Schul­klas­sen und andere Grup­pen zum gemein­sa­men Plas­tik-Fischen an den Strand ein­la­den und fand Nach­ah­mende auf der gan­zen Welt – sogar in Düs­sel­dorf. Hier ist seit dem Jahr 2021 die Bewe­gung “Plas­tik­Fi­sher­man Ger­many” regel­mä­ßig am Rhein­ufer unter­wegs und befreit die­ses vom ange­schwemm­ten Müll.

Das Aqua­zoo Löbb­ecke Museum hat sich aktiv am Plas­tik-Fischen betei­ligt und eine Anlei­tung über seine Social-Media-Kanäle ver­brei­tet. Die Ver­schmut­zung der Meere ist seit Jahr­zehn­ten Thema in der Aus­stel­lung des Insti­tuts. Dr. Ste­fan Curth, Aus­stel­lungs- und Samm­lungs­ku­ra­tor im Aqua­zoo, freut sich daher sehr auf den Besuch aus Miami: “Wir wol­len in unse­rer Aus­stel­lung nicht allein die soge­nannte schöne heile Welt prä­sen­tie­ren, denn die­ser Zustand ist ein­fach kaum noch zu fin­den. Mensch­li­che Ein­flüsse prä­gen mitt­ler­weile nahezu alle Lebens­räume, und die Plas­tik­müll­ver­schmut­zung der Flüsse und Meere ist lei­der trau­rige Rea­li­tät. Auch wenn es nicht jedem unse­rer Gäste gefällt, haben wir ganz bewusst Aus­stel­lungs­be­rei­che regel­recht mit Plas­tik­müll ver­schan­delt, um auf die Situa­tion in den Mee­ren hin­zu­wei­sen. Mit unse­rem Kon­sum­ver­hal­ten tra­gen wir alle zu die­ser Situa­tion bei. Hier müs­sen wir anset­zen und immer wie­der dar­auf auf­merk­sam machen.”

Rodrigo Butori wird bei sei­nem Vor­trag im Aqua­zoo über den Beginn sei­nes Enga­ge­ments für die Meere spre­chen und auf­zei­gen, mit wel­chen Mit­teln seine Kam­pa­gne rasant expan­dierte und immer mehr Men­schen errei­chen konnte. Im Fokus steht außer­dem die Wei­ter­ent­wick­lung des Plas­tik-Fischens. Zukünf­tig soll der gesam­melte Plas­tik­müll direkt genutzt und wei­ter­ver­ar­bei­tet werden.

Der Vor­trag ist auf Eng­lisch. Eine Anmel­dung ist nicht erfor­der­lich. Durch die Unter­stüt­zung des Aqua­zoo-Freun­des­krei­ses ist der Besuch kostenfrei.

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