Schau­stel­ler­eh­rung 2022 im Rat­haus­in­nen­hof: Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler (l.), die geehrte Schau­stel­le­rin Dag­mar Ossel­mann mit Urkunde und Schüt­zen­chef Lothar Inden mit Porzellan-Jan-Wellem,©Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer

 

Schau­stel­ler­eh­rung des St. Sebas­tia­nus Schüt­zen­ver­eins Düs­sel­dorf 1316 im Innen­hof des Rathauses

Der St. Sebas­tia­nus Schüt­zen­ver­ein Düs­sel­dorf 1316 ehrt Schau­stel­ler, die durch ihr unter­neh­me­ri­sches Enga­ge­ment in beson­de­rer Weise dazu bei­getra­gen haben, dass die “Größte Kir­mes am Rhein” heute zu den größ­ten und ange­se­hens­ten Ver­an­stal­tun­gen die­ser Art in ganz Deutsch­land gehört. In die­sem Jahr wurde Dag­mar Ossel­mann geehrt.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler hat die Ehrung am Mon­tag, 18. Juli, gemein­sam mit Schüt­zen­chef Lothar Inden wäh­rend einer Fei­er­stunde im Innen­hof des Düs­sel­dor­fer Rat­hau­ses vor­ge­nom­men und ihr eine Urkunde sowie eine Jan-Wel­lem-Figur aus Por­zel­lan überreicht.

Dag­mar Ossel­mann war bereits vor 17 Jah­ren — im Jahr 2005 — anläss­lich der Ehrung ihres dama­li­gen Ehe­manns Ernst-Wil­helm Ossel­mann Gast im Düs­sel­dor­fer Rat­haus. Nur drei Jahre spä­ter ver­starb er.

Als Witwe musste sie ent­schei­den, ob und wie es für sie und für ihr Fahr­ge­schäft, den Auto­scoo­ter Dia­mond, wei­ter­geht. Nach Bera­tung mit ihrer Fami­lie und mit deren Zuspruch ent­schied sie sich gegen einen Ver­kauf und für ein Wei­ter­ma­chen. Seit­dem ist sie die allei­nige Che­fin eines der — mit 350 Qua­drat­me­tern Flä­che — größ­ten Auto­scoo­ter Deutschlands.

Dag­mar Ossel­mann stammt nicht aus einer Schau­stel­ler­fa­mi­lie, hatte viel­mehr in jun­gen Jah­ren eine Aus­bil­dung als Bau­zeich­ne­rin bei der Kreis­ver­wal­tung Mett­mann gemacht und wollte eigent­lich Archi­tek­tur stu­die­ren. Doch der Liebe zu ihrem ver­stor­be­nen Ehe­mann Ernst-Wil­helm wegen kam sie in die Schau­stel­ler­bran­che und ist dort nun fest ver­wur­zelt — beruf­lich wie pri­vat. Inzwi­schen ist sie wie­der ver­hei­ra­tet. Ihr Gatte, Uwe Wyn­oh­r­ad­nyk, bereist mit sei­nem Man­del­wa­gen eben­falls Plätze in nah und fern.

Die Geehrte inves­tiert regel­mä­ßig in ihr Geschäft, um es zu moder­ni­sie­ren und heu­ti­gen Anfor­de­run­gen zu genü­gen. So gibt es inzwi­schen auf ihrem Auto­scoo­ter auch einen behin­der­ten­ge­rech­ten Wagen. Zudem kann das Per­so­nal einige der Wagen auf Knopf­druck drif­ten lassen.

Die Coro­na­pan­de­mie mit der Absage zahl­rei­cher Feste war auch für Dag­mar Ossel­mann eine harte Bewäh­rungs­probe. Sie musste Per­so­nal ent­las­sen, und nun ist es schwer, neues zu fin­den. Den­noch hat sie sich ihren Opti­mis­mus bewahrt. Die “Größte Kir­mes am Rhein” ist für sie ein Heim­spiel und ihr “zwei­tes Zuhause”. Auch dies­mal wer­den ihre Töch­ter Sarah und Nina sie wie­der unter­stüt­zen. Sie haben ihr in all den Jah­ren zur Seite gestan­den, und dies obwohl beide als Bank- bezie­hungs­weise als Hotel­fach­frau in ande­ren Beru­fen arbeiten.

 

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