Mit “Exzel­lente Fuß­ar­beit” ste­hen Foto­gra­fien im Zen­trum einer Foto­aus­stel­lung, die oft nicht als eigen­stän­dige Kunst­werke beach­tet wer­den. Die Aus­stel­lung läuft von 19. April bis bis 9. Februar 2025,©Landeshauptstadt Düsseldorf/Wilfried Meyer

 

Auch am Thea­ter­mu­seum im Hof­gärt­ner­haus ist die Vor­freude auf die UEFA EURO 2024 groß. Daher hal­ten nun Fuß­ball­fo­tos Ein­zug ins Hof­gärt­ner­haus. Dort tref­fen sie in der Son­der­aus­stel­lung “Exzel­lente Fuß­ar­beit” auf Bal­lett­fo­tos aus den Samm­lun­gen des Thea­ter­mu­se­ums. Sowohl die Fuß­ball- als auch die Bal­lett­fo­tos wer­den größ­ten­teils zum ers­ten Mal in einer Aus­stel­lung präsentiert.

Zur Eröff­nung am Frei­tag, 19. April, 19 Uhr, hält Bür­ger­meis­ter Josef Hin­kel ein Gruß­wort und Insti­tuts­lei­ter Dr. Sascha Förs­ter führt in die Aus­stel­lung ein. Der Abend wird mit einer Party im Lore-Lorentz-Saal beschlos­sen. Die Aus­stel­lung läuft bis 9. Februar 2025. Sie wird unter­stützt mit Mit­teln der Lan­des­haupt­stadt für kul­tu­relle Bei­träge im Rah­men der UEFA EURO 2024 und ist eine Koope­ra­tion mit der Deut­schen Oper am Rhein und For­tuna Düsseldorf.

Mit “Exzel­lente Fuß­ar­beit” ste­hen Foto­gra­fien im Zen­trum einer Foto­aus­stel­lung, die oft nicht als eigen­stän­dige Kunst­werke beach­tet wer­den. Bewe­gun­gen im ent­schei­den­den Moment fest­zu­hal­ten, ist nicht ein­fach und erfor­dert ein gutes Gespür für die Spiele und Auf­füh­run­gen. Durch das Zusam­men­brin­gen von Bal­lett und Fuß­ball fal­len Details in den Fotos und ihrem Abbil­den von Bewe­gun­gen auf, die sonst leicht über­se­hen werden.

Bal­lett und Fuß­ball pas­sen hier­für per­fekt zuein­an­der, denn mit den Bewe­gun­gen auf der Bühne und im Sta­dion wer­den ath­le­ti­sche Höchst­leis­tun­gen voll­bracht, die vor allem auf “exzel­len­ter” Fuß- und Bein­ar­beit beru­hen. Im Zen­trum ste­hen die Bewe­gun­gen zweier wich­ti­ger Düs­sel­dor­fer Mann­schaf­ten, wes­halb im Thea­ter­mu­seum das Bal­lett am Rhein auf For­tuna Düs­sel­dorf trifft.

In fünf Aus­stel­lungs­räu­men prä­sen­tiert das Team des Thea­ter­mu­se­ums in “Exzel­lente Fuß­ar­beit” Farb- und Schwarz­weiß­fo­tos, Kos­tüme und Kos­tüm­ent­würfe, Tri­kots, Sam­mel- und Auto­gramm­kar­ten, Schuhe, ein Aqua­rell des Künst­lers Alex­an­der Danov, eine Figur des Düs­sel­dor­fer Mario­net­ten-Thea­ters und vie­les mehr. Im ers­ten Raum sind über­di­men­sio­nale Fotos zu sehen, die die Fas­zi­na­tion für die Fotos von Bal­lett und Fuß­ball ent­zün­den sol­len. Die Besu­che­rin­nen und Besu­cher kön­nen zwi­schen Fotos vom “ster­ben­den Schwan” und aus der Mer­kur-Spiel-Arena hin- und her­wan­dern. In Vitri­nen wird Mate­rial vor­ge­stellt, das ver­deut­licht, wie schwie­rig es ist, Kör­per in Bewe­gung foto­gra­fisch fest­zu­hal­ten, oder wel­ches Trai­ning Tän­ze­rin­nen und Tän­zer und Spie­le­rin­nen und Spie­ler durch­lau­fen, um die Bewe­gun­gen absol­vie­ren zu kön­nen. Auf Bild­schir­men sind kurze Inter­views mit ver­schie­de­nen Exper­tin­nen und Exper­ten zu sehen.

Zwei wei­tere Räu­men fokus­sie­ren his­to­ri­sche Momente des Bal­letts am Rhein und der For­tuna getrennt: einer­seits die Insze­nie­rung der “stei­ner­nen Blume” in der Cho­reo­gra­fie des legen­dä­ren Erich Wal­ter zur Musik von Ser­gej Pro­kof­jew aus dem Jahr 1976, ande­rer­seits die Finals um den Euro­pa­po­kal der Pokal­sie­ger und um den DFB-Pokal (beide 1979), die als Mei­len­steine in die For­tuna-Geschichte ein­ge­gan­gen sind. Dabei hatte die For­tuna das Euro­pa­po­kal-Finale sogar ver­lo­ren gehabt.

Der vierte Raum bil­det das Herz der Aus­stel­lung. Dort sind über 70 ver­schie­dene Bal­lett- und Fuß­ball­fo­tos der letz­ten sie­ben Jahr­zehnte in unter­schied­li­che Dia­loge mit­ein­an­der gesetzt. Unter Schlag­wor­ten wie “Treppe”, “For­ma­tion”, “zün­deln” und vie­len mehr sind Bil­der von tän­ze­ri­schen und spie­le­ri­schen Aktio­nen zusam­men ange­ord­net. Einige der Bil­der waren Grund­lage für ein Par­ti­zi­pa­ti­ons­pro­jekt mit “Hispi — Hilfe bei der sprach­li­chen Inte­gra­tion”, in dem Motive neu zusam­men­ge­stellt und mit eige­nen Gefüh­len ver­bun­den wurden.

Der fünfte Raum ist einem Foto der Künst­le­rin Corina Gertz gewid­met, das letz­tes Jahr für die Samm­lun­gen des Thea­ter­mu­se­ums ange­kauft wurde und das Raben-Kos­tüm aus Demis Vol­pis “Krabat”-Choreografie por­trä­tiert. Wer in der Aus­stel­lung Lust am Bewe­gen bekom­men hat, kann sich sogar an einer Bal­lett­stange aus­pro­bie­ren und dabei über eine Foto­ta­pete in die Mer­kur-Spiel-Arena blicken.

Zur Aus­stel­lung gehört ein Begleit­heft, das die The­men der Aus­stel­lung ver­tieft. Alle Wand­texte sind auf Deutsch und Eng­lisch, außer­dem sind die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen auch in Leich­ter Spra­che zugänglich.