Foto:   Hauptzollamt Düsseldorf

 

Düsseldorf – Das Fell eines Luchs, komplett mit Kopf, fanden Zöllner vom Düsseldorfer Flughafen in einer Frachtsendung aus Kasachstan. Ein Geschäftsmann (42) aus Düsseldorf wollte die Sendung abholen – angeblich für einen Freund…

Aufgefallen ist der Schmuggelversuch, als der Typ die Sendung abholen wollte. Er sagte, dass sie außer gebrauchter Kleidung auch zwei Teppichfelle enthalte.Bei der Kontrolle stellten die Zöllner schließlich fest, dass es sich bei den „Teppichfellen“ um die Felle eines eurasischen Luchses und eines Steppenzebras handelte.

Eurasische Luchse sind vom Aussterben bedroht und unterliegen daher dem Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen, da jeglicher Handel das Überleben der Art weiter gefährden würde. Das Steppenzebra ist nicht geschützt und die Einfuhr dieses Fells daher nicht verboten.

Zollsprecher Michael Walk: “Die Kollegen stellten das Luchsfell zunächst sicher. Sofern der Geschäftsmann nicht innerhalb eines Monats durch Vorlage einer so genannten CITES-Bescheinigung nachweist, dass das Fell legal gehandelt wurde, droht ein Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen die Artenschutzverordnung.“

Lokalbüro meint: So ein wunderschönes Tier gehört in den Wald, nicht vor einen Kamin…