Es ist soweit. Düs­sel­dorf bekommt seine ers­ten bei­den Umwelt­spu­ren auf der Prinz-Georg- und der Mero­win­ger­straße. Am Don­ners­tag began­nen flei­ßige Hände damit, die Mar­kie­run­gen auf die Stra­ßen zu pinseln.

Diese Son­der­spu­ren sol­len die Luft in der City sau­be­rer machen. Dar­auf her­um­fah­ren dür­fen Busse, Fahr­rä­der, Taxen, Autos und Motor­rä­der mit E‑Kennzeichen und OB Gei­sel mit sei­nem Dienst-Diesel.

Der kleine grüne Eddy, der garan­tiert sau­be­rer daher­kommt als der OB Die­sel, muss drau­ßen blei­ben. Elek­tro-Eddy darf nicht auf die Umweltspur.

Begrün­dung: Klein Eddy hat kein E‑Kennzeichen. Irr­sinn? Und ob. Meint übri­gens auch der ADAC. Spre­cher Tho­mas Müt­her: „Die aktu­elle Rege­lung für die Umwelt­spur betrifft nur die zulas­sungs­pflich­ti­gen Fahr­zeuge. Für diese gibt es ein E‑Kennzeichen. Die Eddys sind nicht zulas­sungs­pflich­tig, son­dern haben ein Ver­si­che­rungs­kenn­zei­chen. Für sie gibt es kein E‑Kennzeichen. Es obliegt dem­nach der Stadt, hier eine Ent­schei­dung zu tref­fen, die aus unse­rer Sicht ver­brau­cher-/nut­zer­freund­lich gestal­tet sein muss. Es ist abso­lut wün­schens­wert, dass die Elek­trorol­ler auch auf der Umwelt­spur fah­ren dürfen.“

Mitte Dezem­ber 2018 wur­den die ers­ten Pla­nun­gen für Umwelt­spur in den Bezirks­ver­tre­tun­gen dis­ku­tiert. Es war also über ein Vier­tel­jahr Zeit, sich über die pro­fes­sio­nelle Aus­ge­stal­tung die­ses für Düs­sel­dorf doch so wich­ti­gen Umwelt­pro­jek­tes Gedan­ken zu machen. Und nicht nur das Recht des OB zur Spur­nut­zung mit Zäh­nen und Klauen zu verteidigen.

LB fragt: Wer bitte, hat da gepennt?
Viel wich­ti­ger: Wann bitte, geden­ken die zustän­di­gen Exper­ten aufzuwachen?