Beigeordnete Helga Stulgies, Baas Wolfgang Rolshofen, OB Thomas Geisel und Leiterin Gartenamt Doris Törkel

 

Wenn Bäume Emotionen zeigen könnten, hätten sie wohl Beifall geklatscht: 28 junge Linden, vom Gartenamt der Stadt sorgsam in den Boden gebracht, haben an der Ecke Kaiserstraße/Reitallee einen festen Platz bekommen. Fünf Jahre nach dem verheerenden Pfingststurm, der das öffentliche Grün Düsseldorfs in großen Teilen zerstörte, stehen die Linden für Zukunft. Aus Schlechtem sei Gutes gewachsen, formulierte Oberbürgermeister Thomas Geisel im Rahmen eines ziemlich bunten Treffens im Hofgarten.

Helga Stulgies, die Gründezernentin, und Amtsleiterin  Doris Törkel sind rundum zufrieden. Sie haben nicht einfach drauf los gepflanzt, als es ans Reparieren ging, sondern  alte Pläne hervorgeholt, um möglichst an den planerischen Urzustand heranzukommen. Auf Jonges-Seite hatten sie dabei einen Patron gefunden, der die Idee sofort aufnahm. Im Rücken hatte Architekt Vogel, seinerzeit Stadtbildpfleger des Vereins, ein auf den ersten Blick ungewöhnliches Bündnis: Die Jonges operierten nämlich nicht allein, sondern im Team mit den Versicherern Ergo und Arag, der Fritz-Henkel-Stiftung und der Kommunikationsagentur „Kunst und Kollegen“. Gemeinsam brachten sie 165 000 Euro auf, um mit privatem Geld öffentliches Grün wiederherzustellen. Geisel dankte für dieses Engagement und fügte hinzu, seit dem Pfingststurm nehme die Öffentlichkeit ihren Grün-Schatz stärker war als vorher.

Zur letzten Pflanzaktion des Bündnisses ging ein Scheck über 34 000 Euro ans Gartenamt. Die Agentur Kunst hatte w vor Ort wieder für eine entsprechende Optik gesorgt, der Caterer Dieter Ahrens (Münchhausen) für Wegzehrung und Glühwein. Aus der Kreativabteilung des Hauses Kunst stammt der Kernsatz „Wir pflanzen Frohnaturen“. Die Schlagzeile stand auch über dem Bündnis selbst. „Wir sind  zusammengewachsen und vertrauen uns“, sagte Jonges-Baas Wolfgang Rolshoven. Nicht nur er verbreitete gute Laune an diesem kaltnassen Vormittag.
Text: Ludolf Schulte(ls)