2.863 Einsätze an den „tollen Tagen“

Die Feuerwehrleitstelle hatte von Altweiber, 20. Februar 7 Uhr, bis Veilchendienstag, 25. Februar 7 Uhr viel zu tun. Besonders stark frequentiert an den Karnevalstagen war der Rettungsdienst mit 2.205 (2019: 2.145) Einsätzen, davon rückte zu 317 (2019: 284) Einsätzen der Notarzt aus. Darüber hinaus disponierten die Feuerwehrleute in der närrischen Zeit von der Leitstelle aus 38 Feuermeldungen (2019: 61) und 107 technische Hilfeleistungen (2019: 168). Insgesamt bearbeiteten die Mitarbeiter an allen Tagen zusammen 2.863 (2019: 2.972) Einsätze im gesamten Düsseldorfer Stadtgebiet. Am Tulpensonntag sorgte das Sturmtief „Yulia“ nicht nur für die Absage des Kö-Treibens sowie der Veedelszüge in den einzelnen Stadtteilen und des Tonnenrennens in Niederkassel, sondern auch für 33 wetterbedingte Einsätze bei der Feuerwehr Düsseldorf. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden keine Menschen durch den Sturm verletzt.

Die größtenteils ehrenamtlichen Helfer von der Johanniter Unfall Hilfe, Deutsches Rote Kreuz, Malteser Hilfsdienst und Arbeiter-Samariter-Bund kümmerten sich verteilt an den verschiedenen Tagen mit rund 600 Helfern in den Unfallhilfestellen und an den mobilen Rettungswachen um 513 (2019: 598) hilfsbedürftige Karnevalisten. Davon mussten 325 (2019: 299) Jecken zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert werden. Die hohe Anzahl der ins Krankenhaus transportierten Feiernden ist darauf zurückzuführen, dass bereits frühzeitig einer Überfüllung der nur begrenzten Versorgungsplätze in den Unfallhilfestellen vorgebeugt wurde. In der Planung für die gesamten Karnevalstage war dies bereits bei der Bemessung der Rettungsmittel berücksichtigt worden und zeigte vor allem in den einsatzreichen Zeiten an Altweiber und Rosenmontag großen Erfolg.

Überwiegend kamen die hilfesuchenden Jecken wegen zu starkem Alkoholgenuss, kleineren Verletzungen durch Platz- und Schürfwunden sowie Herzkreislaufprobleme in die Erste-Hilfe-Stationen. 77 (2019: 80) Jugendliche musste nach zu viel Alkoholgenuss betreut werden. Nachdem das Glasverbot in der Altstadt zum zehnten Mal zu den Karnevalstagen ausgerufen und durch die Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrolliert wurde, registrierten die Sanitäter nur acht (2019: 6) Schnittverletzungen durch Glasscherben.

Um das erhöhte Einsatzaufkommen zu den närrischen Tagen bewältigen zu können, hatte die Feuerwehr Düsseldorf unterstützt durch die Düsseldorfer Hilfsorganisationen eine umfangreiche Einsatzplanung erarbeitet. Zu den 196 Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsdienst, die täglich im regulären Dienst auf den Feuer- und Rettungswachen sowie der Leitstelle waren, kamen zusätzlich bis zu 320 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungs- und Sanitätsdienst an den jeweiligen Tagen zum Einsatz. Damit konnte jederzeit eine schnelle medizinische Versorgung der Jecken gewährleistet werden.

Erfahrene Feuerwehreinsatzleiter hielten Kontakt zum Sanitätsdienst und den weiteren Ordnungspartnern. Ein Feuerwehreinsatzleiter sondierte an Altweiber und Rosenmontag in der Altstadt die Einsatzlage, um immer bestens vorbereitet zu sein und auf die aktuellen Einsatzentwicklungen schnell reagieren zu können.