Seit Mon­tag­nach­mit­tag sind die Umwelt­spu­ren wie­der für den all­ge­mei­nen Ver­kehr freigegeben.

Die Rhein­bahn fährt ab Mitt­woch mon­tags bis sams­tags nach dem Sams­tags­fahr­plan, sonn­tags gilt der Sonn­tags­fahr­plan. Über das Fahr­plan­an­ge­bot kön­nen Fahr­gäste sich in der Rhein­bahn App und hier infor­mie­ren: www.rheinbahn.de. Das Kun­den-Cen­ter, Fund­büro, Ser­vice Point,Büro für Fahr­geld-Ein­sprü­che (EBE) – blei­ben zunächst bis zum 19. April geschlossen.

Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Gei­sel stellt aktu­elle Maß­nah­men zur Ein­däm­mung der Corona-Pan­de­mie vor

Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Gei­sel stellte bei einer Pres­se­kon­fe­renz am Mon­tag, 16. März, aktu­elle Maß­nah­men zur Ein­däm­mung der Corona-Pan­de­mie vor. So sind inzwi­schen nicht nur Schu­len und Kin­der­gär­ten geschlos­sen, son­dern im Prin­zip alle Ver­an­stal­tun­gen, die vor­dring­lich der Gesel­lig­keit und dem Ver­gnü­gen die­nen, unter­sagt. Bei­spiels­weise Bars und Knei­pen, Clubs, Dis­ko­the­ken, Spiel­hal­len, Thea­ter und Kinos müs­sen ihren Betrieb ein­stel­len. Auch Fit­ness-Stu­dios, Schwimm- und Spaß­bä­der oder Sau­nen blei­ben zu. Gast­stät­ten, die der Ver­sor­gung die­nen, dür­fen offen blei­ben, wenn dort selbst zube­rei­tete Spei­sen ver­kauft wer­den, ein Min­dest­ab­stand von 1,50 Metern zwi­schen den Tischen ein­ge­hal­ten wer­den kann und die Besu­cher­zahl 50 Per­so­nen nicht über­schrei­tet. Der Schutz der Alten und Schwa­chen, der Men­schen mit Vor­er­kran­kun­gen und geschwäch­tem Imun­sys­tem hat jetzt oberste Prio­ri­tät. Jeder Betrieb kann für sich selbst ent­schei­den, ob die Öff­nung lohnt oder nicht. Der Zutritt zu Ein­rich­tungs­häu­sern, Ein­kaufs­zen­tren oder Fac­tory-out­lets soll nur noch zur Deckung des drin­gen­den Bedarfs unter stren­gen Auf­la­gen erlaubt sein.

Um die Ver­sor­gung die­ser Per­so­nen­gruppe sicher­zu­stel­len, hat das Amt für Sozia­les eine Hot­line unter 0211–8998999 geschal­tet. Wer sich nicht durch Ver­wandte, Freunde oder Nach­barn ver­sor­gen las­sen kann, fin­det dort die not­wen­dige Unter­stüt­zung. Es haben sich auch schon etli­che Frei­wil­lige gemel­det und ange­bo­ten, für Kranke ein­kau­fen zu gehen, berich­tete der Oberbürgermeister.

Um auch die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Stadt­ver­wal­tung vor Anste­ckungs­ge­fahr zu schüt­zen, sind der­zeit alle Dienst­stel­len mit Publi­kums­ver­kehr geschlos­sen. Mit Hoch­druck wird an krea­ti­ven Lösun­gen gear­bei­tet, not­wen­dige Dienst­leis­tun­gen (Mel­de­re­gis­ter, Kfz-Zulas­sung etc.) wie­der anbie­ten zu kön­nen. Wie das gesche­hen soll, wird vor­aus­sicht­lich am Mitt­woch, 18. März, vorgestellt.

Das zweite wich­tige Ziel ist der­zeit, die soge­nannte Kri­ti­sche Infra­struk­tur (Ver­sor­gung, Ent­sor­gung, Kran­ken­häu­ser etc) auf jeden Fall auf­recht zu erhal­ten. Des­halb sol­len die­je­ni­gen, die nicht zu die­sem Per­so­nen­kreis zäh­len, nach Mög­lich­keit zu Hause blei­ben und von dort arbei­ten. Das Akkre­di­tie­rungs­zen­trum für die Schlüs­sel­per­so­nen soll vor­aus­sicht­lich Mitte der Woche sei­nen Betrieb auf­neh­men. Um Kon­takte zu mini­mie­ren und auch um das Anste­ckungs­ri­siko der Fah­re­rin­nen und Fah­rer zu mini­mie­ren, wird die Rhein­bahn ab Mitt­woch nach Sams­tags­fahr­plan fahren.

Die Stadt hat einen Unter­stüt­zungs­fond zur Über­brü­ckung kurz­fris­ti­ger finan­zi­el­ler Not­la­gen von Düs­sel­dor­fer Unter­neh­men ein­ge­rich­tet. Die­ser ist zunächst mit 500.000 Euro aus­ge­stat­tet und soll dazu die­nen, bei­spiels­weise Ver­an­stal­ter oder Geschäfte vor der Insol­venz zu bewah­ren. Das soll kein Ersatz für die von Bund und Land in Aus­sicht gestell­ten Hil­fen, son­dern eine Art Über­brü­ckungs­hilfe sein, damit Unter­neh­men bis zur Zah­lung die­ser Hil­fen über­le­ben kön­nen. Das Ver­fah­ren soll unbü­ro­kra­tisch sein: Eine E‑Mail an FinanzhilfeCorona@duesseldorf.de soll als Antrag reichen.

Der Ältes­ten­rat der Stadt hat sich heute dar­auf ver­stän­digt, alle Sit­zun­gen von Rat und Aus­schüs­sen bis zum 19. April aus­zu­set­zen. Auch die Bezirks­ver­tre­tun­gen wol­len sich die­ser Ent­schei­dung anschlie­ßen. Der Ältes­ten­rat will statt­des­sen wöchent­lich tagen und die not­wen­di­gen Beschlüsse als soge­nannte Dring­lich­keits­be­schlüsse (§ 60 Gemein­de­ord­nung) fassen.

Wegen der aktu­el­len Gefähr­dungs­lage durch das Corona-Virus hat der Kri­sen­stab der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf bis auf Wei­te­res die Auf­he­bung der Umwelt­spu­ren Mero­win­ger­straße, Prinz-Georg-Straße und Wers­te­ner Straße beschlos­sen. Die Auf­he­bung wird mit Anpas­sung der ört­li­chen Beschil­de­rung ab heute, Mon­tag, 16. März, aktiv. Laut Emp­feh­lung des Robert-Koch-Insti­tu­tes soll zur Ein­däm­mung der Aus­brei­tung des Corona-Virus, die Nut­zung des Öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehrs ver­mie­den wer­den. Falls es dadurch zum Anstieg des Kfz-Ver­kehr kom­men sollte, soll dies durch eine tem­po­räre Aus­set­zung der Umwelt­spu­ren auf­ge­fan­gen wer­den. Wenn sich die Gefähr­dungs­lage ent­spannt hat, wer­den die Umwelt­spu­ren wie­der in Betrieb genommen.

Das Garten‑, Fried­hofs- und Forst­amt hat im Zuge der Maß­nah­men zur Ein­däm­mung des Corona-Virus alle Dienst­stel­len mit Publi­kums­ver­kehr – dar­un­ter die Ver­wal­tungs­stelle Kai­sers­wert­her Straße 390 sowie die Zweig­stel­len – für Besu­che­rin­nen und Besu­cher geschlos­sen. Schil­der wei­sen vor Ort auf die Schlie­ßun­gen hin.

Kin­der­spiel­plätze sind wei­ter­hin geöff­net. Die drei Frei­zeit­an­la­gen – in Heerdt, an der Ulen­berg­straße und am Nie­der­hei­der Wäld­chen – sind ab Diens­tag, 17. März, geschlos­sen. Der Wild­park samt Wald­schule bleibt eben­falls bis auf Wei­te­res geschlos­sen. Der Beer­di­gungs­be­trieb ist sicher­ge­stellt. Der Bau­ern­hof im Süd­park sowie das dor­tige Café samt Mini­golf­an­lage und Hof­la­den sind eben­falls für den Besu­cher­ver­kehr geschlos­sen. Beer­di­gun­gen sol­len mög­lichst in einem klei­nen Rah­men gehal­ten und damit große Men­schen­an­samm­lun­gen ver­mie­den wer­den; über wei­tere Anfor­de­run­gen wer­den die Bestat­ter informiert.

Da auch Ver­an­stal­tun­gen abzu­sa­gen sind, wird die Füh­rungs­reihe “Unter­wegs im Grü­nen” bis auf Wei­te­res aus­ge­setzt. Die schon ange­mel­de­ten Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer wer­den durch das Gar­ten­amt infor­miert. Auch die geplante Pflan­zen­tausch­börse am Sams­tag, 4. April, im Ball­haus im Nord­park muss vor dem Hin­ter­grund der aktu­el­len Ent­wick­lun­gen abge­sagt werden.

Auch die Recy­cling­höfe in Lohau­sen und Garath sind geschlos­sen, der Recy­cling­hof in Flin­gern bleibt geöffnet.

Gesund­heits­amts­lei­ter Dr. Klaus Göbels machte deut­lich, dass es nun nicht mehr nur darum gehe, die Aus­brei­tung des Coro­na­vi­rus ein­zu­gren­zen, son­dern zuneh­mend der Schutz der soge­nann­ten vul­nerablen Grup­pen (Schwa­che und Kranke) in den Vor­der­grund trete. Stand Mon­tag, 16. März, gibt es in Düs­sel­dorf 80 bestä­tigte Corona-Fälle. Er geht aber von einer weit­aus höhe­ren Dun­kel­zif­fer aus. 200 Men­schen ste­hen der­zeit unter Qua­ran­täne, ein Mensch konnte als gesund aus der Qua­ran­täne ent­las­sen wer­den. “Auf­grund der begrenz­ten Test­ka­pa­zi­tä­ten sol­len Test nur noch bei Per­so­nen aus der kri­ti­schen Infra­stru­kur durch­ge­führt wer­den, weil diese zwin­gend für das Leben in der Stadt auf­recht erhal­ten wer­den muss. Da die respi­ra­to­ri­schen Infekte (Atem­wegs­er­kran­kun­gen) im Früh­ling zurück­ge­hen, wer­den sich die Corona-Infek­tio­nen demas­kie­ren. Die­je­ni­gen, die eine rele­vante respi­ra­to­ri­sche Sym­pto­ma­tik haben, soll­ten vor­sorg­lich in Qua­ran­täne, um nicht wei­tere Per­so­nen anzu­ste­cken. Soll­ten schwere Krank­heits­sym­ptome auf­tre­ten, ste­hen der Ret­tungs­dienst und die Kran­ken­häu­ser dafür bereit. Das Robert Koch Insti­tut über­ar­bei­tet gerade seine Emp­feh­lung in diese Rich­tung”, sagte Dr. Göbels.

Beim Infor­ma­ti­ons­te­le­fon unter der Ruf­num­mer 0211–8996090 wur­den am Mon­tag, 16. März, bis 16 Uhr ins­ge­samt 1.388 Anrufe beantwortet.