Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und THW Foto: LOKALBÜRO

Ein­satz­kräfte von Feu­er­wehr, Poli­zei und THW Foto: LOKALBÜRO

 

Mon­tag, 27. Juli 2020, 19.45, Lui­sen­straße, Fried­rich­stadt

Im Stadt­teil Fried­rich­stadt ist es zu einem Teil­ein­sturz eines Gebäu­des gekom­men. Zur­zeit wir noch ein 39-jäh­ri­ger Bau­ar­bei­ter ver­misst. Aktu­ell besteht akute Ein­sturz­ge­fahr des Gebäu­des. Ein Bau­ar­bei­ter wurde durch die Feu­er­wehr in ein Kran­ken­haus­trans­por­tiert. Zur Ret­tung des Ver­miss­ten müs­sen per­so­nal- und zeit­in­ten­sive Siche­rungs- und Vor­be­rei­tungs­maß­nah­men ein­ge­lei­tet wer­den. Vor­sorg­lich wur­den die Nach­bar­ge­bäude geräumt. 19 der Betrof­fe­nen Bewoh­ner wer­den aktu­elle durch die Stadt in Ersatz­un­ter­künfte unter­ge­bracht.

Seit den Mit­tag­stun­den ist die Feu­er­wehr Düs­sel­dorf bei einem Ein­satz an der Lui­sen­straße im Ein­satz. Aus bis­lang unge­klär­ter Ursa­che kam es dort zu einem Gebäu­de­ein­sturz. Ein über eine Höhe von drei­ei­halb Geschos­sen ange­setz­tes Bau­ge­rüst, sowie Teile des Gebäu­des stürz­ten in den Innen­hof. Der­zeit wird in den Trüm­mern ein 39-jäh­ri­ger Bau­ar­bei­ter ver­misst. Aktu­ell besteht wei­ter­hin Ein­sturz­ge­fahr des Gebäu­des und herrscht dort akute Lebens­ge­fahr. Ein wei­te­rer Bau­ar­bei­ter erlitt wäh­rend des Unfalls einen inter­nis­ti­schen Not­fall und wurde umge­hend durch den Ret­tungs­dienst der Lan­des­haupt­stadt in ein Kran­ken­haus zur wei­te­ren medi­zi­ni­schen Behand­lung trans­por­tiert. Seine neun Kol­le­gen wur­den zunächst von der Feu­er­wehr vor Ort betreut, konn­ten mitt­ler­weile aber unver­letzt die Ein­satz­stelle ver­las­sen. Das Gebäude ist zur­zeit leer­ste­hend und es fin­den dort Sanie­rungs­ar­bei­ten statt. Durch Mit­ar­bei­ter der Stadt­werke wurde das gesamte Gebäude von der Ener­gie­zu­fuhr getrennt. Vor­sorg­lich räumte die Feu­er­wehr in Zusam­men­ar­beit mit der Poli­zei die bei­den angren­zen­den Gebäude. Von der Räu­mung sind 23 Bewoh­ner betrof­fen, von denen zur­zeit 19 Men­schen durch die Lan­des­haupt­stadt in andere Woh­nun­gen unter­ge­bracht wer­den.

Für die wei­tere Suche des ver­miss­ten Bau­ar­bei­ters müs­sen umfang­rei­che Siche­rungs- und Vor­be­rei­tungs­maß­nah­men ein­ge­lei­tet wer­den, diese sich der­zeit als per­so­nal- und zeit­in­ten­siv her­aus­stel­len. Da wei­ter­hin akute Ein­sturz­ge­fahr besteht, müs­sen die Ein­satz­kräfte hier sehr beson­nen vor­ge­hen. Im Laufe des Ein­sat­zes kam es zu wei­te­ren Bewe­gun­gen von Trüm­mer­tei­len. Aus die­sem Grund hat die Feu­er­wehr auch den Groß­be­reich um die Lusi­en­straße vor­sorg­lich durch die Poli­zei sper­ren las­sen.

Zur Unter­stüt­zung hat die Feu­er­wehr früh­zei­tig Spe­zia­lis­ten vom städ­ti­schen Bau­auf­sichts­amt, Sta­ti­ker eines Inge­nieur­bü­ros, Fach­be­ra­ter des Tech­ni­schen Hilfs­wer­kes sowie ein Spe­zi­al­un­ter­neh­men hin­zu­ge­zo­gen. Alle Maß­nah­men wer­den in enger Abstim­mung mit den Fach­leu­ten durch­ge­führt. Ziel ist die Ber­gung der ein­zel­nen Trüm­mer­teile, nach kon­ti­nu­ier­li­cher Ein­schät­zung der Sta­tik, um den Ver­miss­ten zu ret­ten. Diese Arbei­ten wer­den aktu­ell vor­be­rei­tet.

Zur­zeit besteht kein Kon­takt zu dem Ver­schüt­te­ten, eine erste Ein­gren­zung des Fund­or­tes konnte in Rück­spra­che mit den Arbeits­kol­le­gen bereits früh­zei­tig erfol­gen.

Wei­ter­hin ste­hen elf Ret­tungs­hunde vom Bun­des­ver­band Ret­tungs­hunde für eine Suche nach dem Ver­miss­ten bereit.

Die Feu­er­wehr Düs­sel­dorf mit über 70 Ein­satz­kräf­ten vor. Der Ein­satz wird ver­mut­lich noch meh­rere Stun­den andau­ern. Wir wer­den kon­ti­nu­ier­lich und bei Lage­än­de­run­gen aktu­ell Berich­ten.

 Update Mon­tag, 27. Juli 2020, 20.12, Lui­sen­straße, Fried­rich­stadt

Die Ein­satz­stelle stellt sich wei­ter­hin als sehr dyna­misch dar. So dro­hen wei­tere Teile des Gebäu­des ein­zu­stür­zen. Vor­sorg­lich wird jetzt auch ein Gebäude auf der Rück­seite durch die Feu­er­wehr geräumt. In den Abend­stun­den mel­det sich erneut ein Arbeits­kol­lege des Ver­miss­ten bei der Feu­er­wehr­ein­satz­lei­tung und berich­tet, dass sie einen zwei­ten Arbeits­kol­le­gen ver­mis­sen der mit auf der Bau­stelle anwe­send war, sodass die Feu­er­wehr Düs­sel­dorf aktu­elle von zwei Ver­schüt­te­ten aus­ge­hen muss. Par­al­lel dazu ermit­telt die Poli­zei einen even­tu­el­len ande­ren Auf­ent­halts­ort.