Düs­sel­Land Foto: LOKALBÜRO

 

 

Mehr als 100.000 Besu­cher im DüsselLand
Fünf Wochen tem­po­rä­rer Frei­zeit­park unter Corona-Bedin­gun­gen, am Sonn­tag­abend hat das Düs­sel­Land auf dem Düs­sel­dor­fer Mes­se­ge­lände seine Pfor­ten geschlossen.

Mit einer gemisch­ten Bilanz ist das Pro­jekt zu Ende gegan­gen. Ver­an­stal­ter Oscar Bruch jr. zeigte sich zufrie­den, dass er und seine Kol­le­gen mehr als 100.000 Besu­cher, dar­un­ter vor allem Fami­lien, in der Feri­en­zeit eine Freude machen und Abwechs­lung bie­ten konnte.

Auf dem 70.000 Qua­drat­me­ter gro­ßen Gelände gab Oskar Bruch jr. 50 Schau­stel­lern und deren Mit­ar­bei­tern die Mög­lich­keit, mit ihren Fahr­ge­schäf­ten und Imbiss­bu­den fünf Wochen lang arbei­ten zu kön­nen – wenn auch unter Corona-Bedin­gun­gen. „Kei­ner von uns hatte seit Weih­nach­ten Geld ver­dient“, sagt Bruch, der bemän­gelt, dass die Schau­stel­ler wäh­rend der Pan­de­mie von der Poli­tik so gut wie keine Unter­stüt­zung bekom­men hätten.

Rund 100.000 Besu­cher kamen in den Frei­zeit­park mit Rie­sen­rad, Wild­was­ser­bahn, Wil­der Maus und Ach­ter­bahn. „Ich hatte auf mehr Gäste gehofft“, sagt Bruch. Er danke den Spon­so­ren – dem OB, der Messe Düs­sel­dorf, den Stadt­wer­ken und der Rhein­bahn -, ohne die diese Pro­jekt nicht mög­lich gewe­sen wäre. Vor allem die Messe Düs­sel­dorf unter der Lei­tung von Wer­ner M. Dorn­scheidt und des­sen Nach­fol­ger Wolf­ram Die­ner habe die Chance eröff­net, den Frei­zeit­park zu rea­li­sie­ren. Ein Pilot­pro­jekt, das inzwi­schen in der gan­zen Repu­blik zahl­rei­che Nach­fol­ger gefun­den hat.

Immer wie­der wurde wäh­rend der ver­gan­ge­nen fünf Wochen das Pro­jekt modi­fi­ziert, weil sich die jewei­li­gen Corona-Bedin­gun­gen geän­dert hat­ten. Denn das Düs­sel­Land wurde zunächst unter ver­schärf­ten Kon­di­tio­nen Anfang April geplant – wäh­rend des Lock­downs. Abstands­re­geln und Hygie­ne­maß­nah­men sowie ein Mund­schutz auf den Fahr­ge­schäf­ten waren bis zuletzt erforderlich.

„Wir sind kein Ersatz für die Kir­mes“, hat Bruch immer wie­der betont, „son­dern etwas Eigen­stän­di­ges“. Dazu zähl­ten auch die Hoch­seil­ar­tis­ten „Geschwis­ter Weis­heit“, die täg­lich mehr­fach mit ihren Motor­rä­dern akro­ba­ti­sche Höchst­leis­tun­gen auf dem in 40 Meter Höhe gespann­ten Seil zeig­ten. Zum Ren­ner am Nach­mit­tag wurde das Kas­perle-Thea­ter für die klei­nen Besucher.

Bruch hofft, dass er und die übri­gen Aus­stel­ler im nächs­ten Jahr wie­der auf den Ober­kas­se­ler Rhein­wie­sen sein wer­den, bei der Größ­ten Kir­mes am Rhein. Doch schon jetzt machen sich alle Betei­lig­ten Gedan­ken, wie es wei­ter gehen soll, und hof­fen auf die Weih­nachts­märkte. Bruch: „Für Düs­sel­dorf arbei­ten wir bereits an einem Kon­zept für den Burg­platz und   für die DEG Winterwelt“.