Kon­zert­ver­an­stal­tungs­ort Messe Düs­sel­dorf Foto: LOKALBÜRO

 

Das Minis­te­rium für Arbeit, Gesund­heit und Sozia­les,
die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf und „Live Nation“ tei­len mit:
Nach inten­si­ven Gesprä­chen in sehr kon­struk­ti­ver und sach­li­cher Atmo­sphäre haben sich heute das Minis­te­rium für Arbeit, Gesund­heit und Sozia­les, die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf und Kon­zert­ver­an­stal­ter Marek Lie­ber­berg („Live Nation“) auf ein gemein­sa­mes Vor­ge­hen im Hin­blick auf die Aus­rich­tung der Ver­an­stal­tung „Give Live A Chance“ in der Düs­sel­dor­fer „MERKUR SPIEL-ARENA“ am 4. Sep­tem­ber 2020 verständigt.

Vor dem Hin­ter­grund der besorg­nis­er­re­gend stei­gen­den Infek­ti­ons­zah­len in Nord­rhein-West­fa­len wie auch im Bun­des­ge­biet stel­len sich die Betei­lig­ten die Frage nach der Ver­ant­wort­bar­keit der geplan­ten Ver­an­stal­tung. Sie haben sich dar­auf ver­stän­digt, das Infek­ti­ons­ge­sche­hen und die pan­de­mi­sche Lage gemein­sam und im engen Dia­log wei­ter zu beob­ach­ten, im Lichte des­sen noch offene Fra­gen zu klä­ren und spä­tes­tens bis zum 31. August 2020 eine abschlie­ßende Ent­schei­dung zu tref­fen, ob die Ver­an­stal­tung statt­fin­den kann. Der Vor­ver­kauf läuft einst­wei­len wei­ter. Im Falle einer Absage wird den Besu­chern das Ein­tritts­ent­gelt ein­schließ­lich der Vor­ver­kaufs­ge­bühr zurückerstattet.

Gesund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Lau­mann macht deut­lich: „Nord­rhein- West­fa­len liegt heute bei einer Inzi­denz von 13,7. Im Ver­gleich mit ande­ren Lan­des­haupt­städ­ten liegt die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf mit einer Inzi­denz von 18,7 auf dem zwei­ten Platz bei den Infek­tio­nen. Solange sich Inzi­denz und Infek­ti­ons­ge­sche­hen auf hohem Niveau bewe­gen, wird eine Musik­ver­an­stal­tung in die­ser Grö­ßen­ord­nung nicht statt­fin­den kön­nen. Aber: Im Sinne der kon­struk­ti­ven Gesprä­che der letzt­en­Tage und in Aner­ken­nung des gewis­sen­haf­ten Kon­zepts für den Bereich der Arena wird heute keine abschlie­ßende Ent­schei­dung getroffen.“

Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Gei­sel erklärt: „Wir sind froh, dass wir zu der gewohnt guten Zusam­men­ar­beit mit dem Minis­te­rium zurück­ge­fun­den und eine für alle Sei­ten trag­bare Lösung gefun­den haben. Ich bin auch froh, dass das Minis­te­rium die gewis­sen­hafte Arbeit des Düs­sel­dor­fer Gesund­heits­am­tes aner­kennt, so wie es die Lan­des­haupt­stadt mit den Beden­ken des Minis­ters getan hat.“

Kon­zert­ver­an­stal­ter Marek Lie­ber­berg sagt: „Das ist eine kon­struk­tive, rich­tung­wei­sende Über­ein­kunft, die der Kul­tur eine Chance gibt und dabei die kon­krete Infek­ti­ons­ent­wick­lung berück­sich­tigt. Damit kön­nen Künst­ler, Fans und Ver­an­stal­ter leben.“

Exper­ten des Minis­te­ri­ums für Arbeit, Gesund­heit und Sozia­les hat­ten zuvor das von Lie­ber­berg und der Ver­an­stal­tungs­toch­ter der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf D‑Live ent­wi­ckelte Hygie­nekon­zept fach­lich geprüft. Sie bestä­tig­ten, dass es sich vor­be­halt­lich eini­ger Fra­gen um ein fach­lich durch­dach­tes Kon­zept han­delt, das den Anfor­de­run­gen des Infek­ti­ons­schut­zes für den Bereich der Arena ange­mes­sen Rech­nung trägt.