Bewer­bun­gen für Pla­nungs­werk­statt sind jetzt möglich
Inter­es­sierte Men­schen kön­nen sich ab Don­ners­tag, 26. Novem­ber, bewerben

An der Pla­nung für den zwei­ten Bau­ab­schnitt der Stadt­bahn­li­nie U81 sol­len — wie schon beim ers­ten Bau­ab­schnitt erfolg­reich prak­ti­ziert — die Men­schen vor Ort mit­wir­ken: Bei einer Pla­nungs­werk­statt dazu kön­nen 72 Men­schen aus dem Pla­nungs­raum ihre Ideen für den Ver­lauf der Trasse in die Pla­nung ein­brin­gen. Inter­es­sierte Men­schen kön­nen sich dafür ab kom­men­der Woche bewerben.

Die Bewer­bungs­frist zur Betei­li­gung an der Pla­nungs­werk­statt beginnt ab Don­ners­tag, 26. Novem­ber, unter https://www.duesseldorf.de/verkehrsmanagement.html und läuft bis Don­ners­tag, 10. Dezem­ber. Eine tele­fo­ni­sche Bewer­bung ist außer­dem unter 0211–38547546 — mon­tags bis frei­tags von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr — möglich.
“Ziel der Bür­ger­be­tei­li­gung in zwei Pha­sen soll die Erar­bei­tung einer Vor­zug­strasse unter Berück­sich­ti­gung von Umwelt­be­lan­gen und im Hin­blick auf ein mög­li­ches Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren sein. Gleich­zei­tig sol­len Lösun­gen für anwoh­ner­spe­zi­fi­sche Anlie­gen und Pro­bleme erar­bei­tet wer­den”, erläu­tert Ver­kehrs­de­zer­nen­tin Cor­ne­lia Zuschke. Beglei­tet wird der Bür­ger­dia­log durch externe Moderation.

Die 72 Teil­neh­mer der Pla­nungs­werk­statt wer­den am Sams­tag 30. Januar 2021, 10 bis 16.30 Uhr und Sonn­tag, 31. Januar 2021, 10 bis 13.30 Uhr im CCD Con­gress Cen­ter Düs­sel­dorf über den 2. Bau­ab­schnitt der U81 dis­ku­tie­ren. Damit die Ver­an­stal­tung auch unter Corona-Bedin­gun­gen statt­fin­den kann, wird es ein detail­lier­tes Hygie­nekon­zept geben. Im Not­fall wird auf ein vir­tu­el­les Ver­an­stal­tungs­for­mat zurück­ge­grif­fen und auch Teil­neh­mende ohne funk­ti­ons­fä­hige Lap­tops oder PCs die Teil­nahme ermöglicht.
Die Teil­neh­men­den erhal­ten die Mög­lich­keit, sich durch Vor­träge, Orts­be­sich­ti­gun­gen und Grup­pen­ar­beit inten­siv mit den räum­li­chen Bedin­gun­gen aus­ein­an­der­zu­set­zen. Erste Ideen für Tras­sen­ver­läufe des 2. Bau­ab­schnitts der U81 sol­len in die Pla­nung ein­ge­bracht werden.

Auch bis­her Unbe­tei­ligte sol­len zu Wort kom­men Für direkte Bewer­bun­gen ste­hen den Men­schen aus Düs­sel­dorf, Neuss, Meer­busch und Kre­feld 36 Plätze zur Ver­fü­gung – jeweils zwei Plätze für eine defi­nierte Teil­re­gion. So soll die Viel­falt der Per­spek­ti­ven auf die Pla­nung ins­ge­samt gewahrt blei­ben. Die Plätze wer­den nach einem räum­li­chen Ver­teil­schlüs­sel ver­lost. Auch zufäl­lig aus­ge­wählte Bür­ge­rin­nen und Bür­ger wer­den beteiligt.

Die Stadt Düs­sel­dorf möchte sicher­stel­len, dass auch bis­her unbe­tei­ligte Bür­ge­rin­nen und Bür­ger die Chance haben, an der Pla­nungs­werk­statt teil­zu­neh­men. Das Amt für Ver­kehrs­ma­nage­ment zieht dafür aus dem Ein­woh­ner­mel­de­re­gis­ter eine Zufalls­stich­probe. Die zufäl­lig aus­ge­wähl­ten Men­schen wer­den anschlie­ßend direkt und per­sön­lich ange­schrie­ben. Auch dar­aus erfolgt die Aus­wahl von 36 Teil­neh­men­den nach einem räum­li­chen Schlüs­sel und im Zwei­fel per Losverfahren.

Trans­pa­renz von Anfang an
Das im Sep­tem­ber gestar­tete Ver­fah­ren zur Pla­nung des zwei­ten Bau­ab­schnit­tes zeich­net sich von Anfang an durch beson­dere Trans­pa­renz und eine hohe Dia­log­be­reit­schaft des Amts für Ver­kehrs­ma­nage­ment der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf aus. Und das kommt gut an in der Region. Bereits bei der Auf­takt­ver­an­stal­tung am 10. Sep­tem­ber 2020 nah­men rund 200 Inter­es­sierte aus Düs­sel­dorf, Kre­feld, Meer­busch und Neuss im Con­gress Cen­ter Düs­sel­dorf teil. Online ver­folg­ten noch­mals etwa 180 Inter­es­sierte die Diskussion.

Die Pla­nung des zwei­ten Bau­ab­schnitts der U81 ist fach­lich kom­plex. Um am Ende die best­mög­li­che Tras­sen­va­ri­ante der Quer­ver­bin­dung zwi­schen Messe und Hand­wei­ser im Düs­sel­dor­fer Nor­den zu ermit­teln, müs­sen unter­schied­li­che Schutz­gü­ter und öffent­li­che Belange in einem auf­wen­di­gen Pro­zess abge­wo­gen wer­den. Dafür möchte das Amt für Ver­kehrs­ma­nage­ment der Stadt Düs­sel­dorf in einem Bür­ger­dia­log Inter­es­sierte und Betrof­fene aus Ver­wal­tung, Wirt­schaft und Zivil­ge­sell­schaft ein­bin­den. Den Anfang machen die Men­schen mit einer Pla­nungs­werk­statt, also einem zwei­tä­gi­gen Intensivworkshop.

Poli­tik und Öffent­lich­keit wer­den informiert
Wei­tere Infor­ma­tio­nen zur Pla­nungs­werk­statt und zum Bewer­bungs­ver­fah­ren fin­den sich auf der Pro­jekt­web­site der Stadt­bahn­stre­cke U81: https://www.duesseldorf.de/verkehrsmanagement/mit-bus-und-bahn/stadtbahnstrecke-u81/buergerdialoge.html. Nach der Pla­nungs­werk­statt wer­den dort die Ergeb­nisse für poli­ti­sche Ent­schei­dungs­trä­ger und die Öffent­lich­keit auf­be­rei­tet und flie­ßen in den wei­te­ren Pla­nungs­dia­log zum 2. Bau­ab­schnitt der U81 ein.

Hin­ter­grund Stadt­bahn­stre­cke U81
Die neue Stadt­bahn­stre­cke U81 ist in ins­ge­samt vier Bau­ab­schnitte unter­teilt. Mit dem bereits gestar­te­ten ers­ten Bau­ab­schnitt der U81 vom Frei­li­grath­platz bis Flug­ha­fen Ter­mi­nal erfolgt eine direkte Anbin­dung der Innen­stadt, der Messe und der Mer­kur Spiel-Arena an den Flughafen.

Der zweite Bau­ab­schnitt der U81, die soge­nannte Rhein­que­rung, ver­län­gert die Stadt­bahn­trasse in den links­rhei­ni­schen Raum Düs­sel­dorfs und schafft eine ein­fa­che und drin­gend not­wen­dige Ver­bin­dung bis nach Düs­sel­dorf-Lörick, Neuss, Meer­busch und Krefeld.