Win­ter­räum­dienst Foto: Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf

 

Die Stadt wird gemein­sam mit der Awista den Win­ter­dienst die­ser Win­ter­sai­son zeit­nah ana­ly­sie­ren. Opti­mie­rungs­mög­lich­kei­ten — ins­be­son­dere für die Räu­mung der Rad­wege — wer­den geprüft und spä­tes­tens bis zur nächs­ten Win­ter­sai­son wird ein neues Kon­zept erstellt.

“Die Lan­des­haupt­stadt wird den Win­ter­dienst im Zuge des Aus­baus des Rad­we­ge­net­zes im Sinne einer fahr­rad­freund­li­chen Ent­wick­lung aus­deh­nen. Vor dem Hin­ter­grund der Vor­ga­ben der Ver­wal­tungs­vor­schrift zur Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung, die für neue Rad­fahr­strei­fen und ‑wege ohne­hin deut­lich grö­ßere Brei­ten vor­sieht, wird der Win­ter­dienst auf die­sen Rad­we­gen in den kom­men­den Jah­ren ange­passt, erwei­tert und auch zuneh­mend sepa­rat aus­ge­führt wer­den. Das wird auch dazu füh­ren, dass der Über­sichts­plan ‘Win­ter­stre­cken’ aktua­li­siert wird”, betonte Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Keller.

Für kon­krete Vor­schläge zur Aus­wei­tung des Rad­wege-Win­ter­diens­tes sei er dank­bar, führte der Ober­bür­ger­meis­ter aus. Fach­ver­wal­tung und Awista wür­den diese Vor­schläge gerne in die Prü­fung zur zukünf­ti­gen grund­sätz­li­chen Opti­mie­rung des Win­ter­diens­tes aufnehmen.

Die Stadt hat in die­sem Win­ter auf Beschwer­den unmit­tel­bar — in kon­struk­ti­ver Zusam­men­ar­beit mit der Awista — reagiert und noch vor­han­dene Reser­ven an Ein­satz­mög­lich­kei­ten für die Räu­mung wei­te­rer Rad­wege akti­viert. So wur­den die fol­gen­den Rad­wege-Abschnitte mit höhe­rer ver­kehr­li­cher Bedeu­tung zusätz­lich in den Rad­wege-Win­ter­dienst “ad-hoc” aufgenommen:

  • Karl­straße: Graf-Adolf-Platz bis Ackerstraße
  • Prinz-Georg-Straße: Jäger­hof­straße bis Bagelstraße
  • Aache­ner Straße: Koper­ni­kus­straße bis Lud­wig-Ham­mers-Platz Fried­richs­straße: Her­zogstraße bis Ludwig-Hammers-Platz
  • Nie­der­rhein­straße: Dan­zi­ger Straße bis Lohau­ser Dorfstraße
  • Wers­te­ner Feld: Lud­wig­straße bis Süd­li­cher Zubrin­ger (Brü­cke)
  • Hen­kel­straße: Reis­hol­zer Bahn­straße bis Niederheiderstraße

Die Awista hat im Laufe des Sonn­tag, 7. Februar, an dem es zu star­ken Schnee­fäl­len kam, ihr Win­ter­dienst-Voll­pro­gramm zwei­mal abge­ar­bei­tet und dies am Fol­ge­tag zwei­mal wie­der­holt. Dies beinhal­tet auch das Radwege-Hauptnetz.

Grund­züge des bis­he­ri­gen Winterdienstkonzeptes
Bis­lang gilt: Die Awista erle­digt den Win­ter­dienst auf Fahr­bah­nen, Rad­we­gen und an gefähr­li­chen Stel­len im Stadt­ge­biet nach Auf­trag der Stadt anhand eines abge­stimm­ten Win­ter­dienst­kon­zep­tes. Danach küm­mert sich die Awista im Auf­trag der Stadt um alle ver­kehrs­wich­ti­gen Fahr­bah­nen (Haupt­ver­kehrs­stra­ßen, das sind im Wesent­li­chen die­je­ni­gen mit ÖPNV-Stre­cken), Haupt­rad­wege, Fuß­gän­ger­über­wege und beson­ders gefähr­li­che Stel­len. Ein Win­ter­dienst­ein­satz der Awista nimmt etwa drei bis vier Stun­den in Anspruch, so dass nicht alle zu erle­di­gen­den Flä­chen auf ein­mal geräumt sein kön­nen. Ein­ge­setzt wer­den bis zu 160 Mit­ar­bei­ter, über­wie­gend für die “hän­di­sche” Arbeit an den Fuß­gän­ger­über­we­gen und gefähr­li­chen Stel­len, außer­dem Fah­rer für 20 große Streu­fahr­zeuge für die Fahr­bah­nen und 14 klei­nere Streu­fahr­zeuge auf den Radwegen.

Das beim Win­ter­dienst von der Awista zu räu­mende Haupt­rad­we­ge­netz, wel­ches auf der städ­ti­schen Inter­net­seite als pfd-Plan, dort grün gekenn­zeich­net, zur Ver­fü­gung steht, siehe https://www.duesseldorf.de/fileadmin/Amt19/umweltamt/strassenreinigung/pdf/uebersichtsplan_winterdienst.pdf , umfasst rund 285 Kilo­me­ter bau­lich sepa­rat geführte Radwege.

Der pdf- Win­ter­dienst­plan im Inter­net gibt eine Über­sicht der Rad­wege und Stra­ßen, die geräumt wer­den. Je nach Zeit­punkt eines Win­ter­ein­bruchs kann es jedoch vor­kom­men, dass nicht sofort alle zu räu­men­den Wege frei sind. Mög­lich ist auch, dass in Ein­fahr­ten oder an Kreu­zun­gen Schnee oder Matsch von der Seite auf eine Fahr­bahn oder einen Rad­weg getra­gen werden.

Wei­tere Akteure im Winterdienst
Das Amt für Ver­kehrs­ma­nage­ment küm­mert sich um den Win­ter­dienst an “spe­zi­el­len” Stel­len (etwa öffent­li­che Trep­pen ohne Anlie­ger, Fußgängerbrücken),
Stra­ßen NRW ist zustän­dig für Auto­bah­nen und einige Haupt­stra­ßen außer­halb der geschlos­se­nen Orts­lage, Die Rhein­bahn ist für Hal­te­stel­len auf Mit­tel­in­seln zuständig.
Für die Geh­wege inklu­sive der Zuwe­gung zu Depot­con­tai­nern und zu auf dem Geh­weg befind­li­chen Hal­te­stel­len sind die Grundstückseigentümer*innen zustän­dig. (siehe § 2 Absatz 2, § 3 Absatz 3, 4 der städ­ti­schen Stra­ßen­rei­ni­gungs­sat­zung https://www.duesseldorf.de/stadtrecht/1/19/19–103.html.) Für städ­ti­sche Grund­stü­cke ist die Stadt Düs­sel­dorf verpflichtet.

Details sind auf der städ­ti­schen Home­page unter www.duesseldorf.de/winterdienst dargestellt.

Der Win­ter­dienst der Awista auf Fahr­bah­nen bear­bei­tet im Wesent­li­chen die ÖPNV-Stre­cken, also Stre­cken mit Stra­ßen­bahn- oder Bus­li­nien. Dazu kom­men Abschnitte mit gefähr­li­chen Stel­len wie Gefäll­stre­cken, scharfe Kur­ven, Stra­ßen­ver­en­gun­gen, Brü­cken, und Stra­ßen mit Unfall­schwer­punk­ten und das Hauptradwegenetz.

Gerade wäh­rend Win­ter­er­eig­nis­sen gel­ten die Grund­re­geln der Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung in beson­de­rem Maße: “Die Teil­nahme am Stra­ßen­ver­kehr erfor­dert stän­dige Vor­sicht und gegen­sei­tige Rücksicht.”

Mit­ar­bei­ter des Amtes für Umwelt- und Ver­brau­cher­schutz haben vor Ort stich­pro­ben­ar­tig die Auf­ga­ben­er­le­di­gung durch die Awista über­prüft. Wei­ter­hin kön­nen die Tou­ren der Streu­fahr­zeuge anhand von GPS-Log-Daten nach­voll­zo­gen wer­den. Umwelt­de­zer­nen­tin Helga Stul­gies: “Ich bin den Mit­ar­bei­tern der Awista, die unter wid­ri­gen Bedin­gun­gen nun wie­der­holt diese Arbei­ten aus­ge­führt haben, für Ihren Ein­satz dank­bar und bedaure sehr, dass die Kom­mu­ni­ka­tion der Awista dazu nicht immer ange­mes­sen war.”