Archiv­bild Ver­weil­ver­bot Februar 2021 Foto: LOKALBÜRO

 

Düs­sel­dor­fer Kri­sen­stab schließt sich Emp­feh­lung von Poli­zei und DEHOGA Nord­rhein an

Der Kri­sen­stab der Lan­des­haupt­stadt­stadt Düs­sel­dorf hat sich der Emp­feh­lung der Poli­zei Düs­sel­dorf und der DEHOGA Nord­rhein ange­schlos­sen und ein Ver­weil- und Alko­hol­kon­sum­ver­bot in den Abend- und Nacht­stun­den für den öffent­li­chen Raum in der Düs­sel­dor­fer Alt­stadt und die Rhein­ufer­pro­me­nade beschlos­sen, das ab dem kom­men­den Wochen­ende für zunächst zwei Wochen gilt.

Ord­nungs­de­zer­nent und der­zei­ti­ger Kri­sen­stabs­lei­ter Chris­tian Zaum: “Die alko­ho­li­sierte, auf­heizte Stim­mung jen­seits der Ter­ras­sen der Außen­gas­tro­no­mie, in der kon­se­quent Abstands- und Mas­ken­re­geln ver­letzt wer­den und mit zuneh­men­dem Alko­hol­kon­sum jeg­li­cher Respekt vor ande­ren sowie den Ord­nungs­kräf­ten fehlt, kön­nen wir nicht tole­rie­ren. Die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf darf nicht zum Anzie­hungs­punkt für Besu­cher wer­den, die ein­fach nur stö­ren wollen.”

Dr. Klaus Göbels, Lei­ter des Gesund­heits­am­tes: “Wenn sich die Men­schen fort­be­we­gen und eine Maske tra­gen, ist auch der Auf­ent­halt in einer gut besuch­ten Alt­stadt kein Pro­blem, ebenso wenig wie der Auf­ent­halt auf einer Ter­rasse der Außen­gas­tro­no­mie, die mit star­ken Hygie­nekon­zep­ten arbei­ten. In einer sta­ti­schen, dicht­ge­dräng­ten Men­schen­menge hin­ge­gen besteht sehr wohl wei­ter­hin ein Infek­ti­ons­ri­siko. Ins­be­son­dere da auch wir mitt­ler­weile elf Fälle der soge­nann­ten indi­schen Virus-Vari­ante zu ver­zeich­nen haben, die noch­mals 20 bis 30 Pro­zent infek­tiö­ser ist als die bri­ti­sche Mutation.”

Nach der neuen Rege­lung gilt vor­aus­sicht­lich ab kom­men­den Frei­tag bis zum 11. Juni 2021 Folgendes:

  • Auf öffent­li­chen Stra­ßen und Wegen inner­halb des Gebiets ana­log der Mas­ken­pflicht für die Alt­stadt und das Rhein­ufer ist das Ver­wei­len unter­sagt. Dies gilt an Frei­ta­gen, Sams­ta­gen, Sonn­ta­gen und am Tag vor Fei­er­ta­gen jeweils von 20 Uhr bis 5 Uhr des Fol­ge­ta­ges, an den sons­ti­gen Wochen­ta­gen von 20 Uhr bis 1 Uhr des Folgetages.Ausgenommen sind War­te­schlan­gen vor Ein­zel­han­dels­ge­schäf­ten, Gas­tro­no­mie­be­trie­ben und sons­ti­gen geöff­ne­ten Einrichtungen.
  • Auf öffent­li­chen Stra­ßen und Wegen inner­halb des Gebiets ana­log der Mas­ken­pflicht für die Alt­stadt und das Rhein­ufer ist der Ver­zehr alko­ho­li­scher Getränke unter­sagt. Dies gilt an Frei­ta­gen, Sams­ta­gen, Sonn­ta­gen und am Tag vor Fei­er­ta­gen jeweils von 20 Uhr bis 5 Uhr des Fol­ge­ta­ges und an den sons­ti­gen Wochen­ta­gen von 20 Uhr bis 1 Uhr des Folgetages.

Die Abstim­mung mit dem MAGS erfolgt derzeit.

Bereits ges­tern (25. Mai) hat­ten sich Düs­sel­dorfs Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler und Ord­nungs­de­zer­nent Chris­tian Zaum mit Poli­zei­prä­si­dent Nor­bert Wes­se­ler und Thors­ten Fleiß, Lei­ter der Poli­zei­in­spek­tion Mitte, sowie Giu­seppe Saitta, Tho­mas Kola­ric und Dino Ces­l­jas als Ver­tre­ter der DEHOGA Nord­rhein getrof­fen. Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler: “Stadt, Poli­zei und DEHOGA waren sich einig, dass man gemein­sam sicher­stel­len möchte, dass alle ihren Alt­stadt-Auf­ent­halt in den geöff­ne­ten Berei­chen der Außen­gas­tro­no­mie und unter Beach­tung der gel­ten­den Hygie­ne­maß­nah­men coro­na­kon­form und ent­spannt genie­ßen können.”

Für das nun beschlos­sene abend­li­che Ver­weil- und Alko­hol­kon­sum­ver­bot im öffent­li­chen Raum in der Alt­stadt und der Rhein­ufer­pro­me­nade hatte sich auch die Poli­zei in dem Gespräch noch­mals stark gemacht und auch die Gas­tro­no­men befürwortet.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler und Poli­zei­prä­si­dent Nor­bert Wes­se­ler waren sich zudem einig, dass die beson­dere Situa­tion der Lan­des­haupt­stadt eine ver­stärkte Prä­senz von Ein­satz­kräf­ten erfordert.

Für die Königs­al­lee, die auch unab­hän­gig von der Corona-Pan­de­mie immer wie­der von der Auto­po­ser-Szene stark fre­quen­tiert wird, wurde dort bereits beschlos­sen, die Straße frei­tags, sams­tags und in Näch­ten vor Fei­er­ta­gen gene­rell und sonst anlass­be­zo­gen für den nächt­li­chen Auto­ver­kehr zu sperren.

Eine Zugangs­kon­trolle in die Alt­stadt (ähn­lich der Kon­trol­len beim Glas­ver­bot) wurde von allen Betei­lig­ten als nicht prak­ti­ka­bel und recht­lich auch nicht mög­lich ein­ge­stuft und daher als mög­li­ches Instru­men­ta­rium verworfen.