Das Stark­re­ge­n­er­eig­nis hält die Düs­sel­dor­fer Feu­er­wehr wei­ter im Groß­ein­satz. Aktu­ell ste­hen bei der Feu­er­wehr etwa 450 wet­ter­be­dingte Ein­sätze an, 718 Unwet­ter­ein­sätze wur­den seit heute früh in der Nacht abge­ar­bei­tet. Dabei ver­tei­len sich die Ein­sätze über das gesamte Stadt­ge­biet. Ein­satz­schwer­punkte sind wei­ter­hin die Wohn­be­rei­che rund um die nörd­li­che Düs­sel, Berei­che rund um die Hil­de­ner Straße, dort steigt die Itter über ihren Bach­lauf sowie das Mari­en­hos­pi­tal in Düs­sel­dorf, wel­ches von einem gro­ßen Was­ser­ein­bruch betrof­fen ist. Auch die Anger im Düs­sel­dor­fer Nor­den wird ste­tig im Auge behal­ten. Nach bis­he­ri­gem Erkennt­nis­sen wur­den keine Men­schen durch das Unwet­ter verletzt.

Bei einem der­zei­ti­gen Pegel­stand von 3,01 Meter der nörd­li­chen Düs­sel läuft dort der Ein­satz die ganze Nacht wei­ter. Zum Schutz der angren­zen­den Wohn­ge­bäude wer­den wei­ter über 25.000 Sand­sä­cke zu einem 700 Metern lan­gen Damm ver­baut. Der­zeit arbei­ten Ein­satz­kräfte daran die­sen Damm an meh­re­ren Stel­len zu hal­ten und gleich­zei­tig zu erhö­hen, da in Tei­len der Sand­sack­wall über­spült wird.

Ein wei­te­rer Schwer­punkt beschäf­tigt die Ein­satz­kräfte im Mari­en­hos­pi­tal an der Rochus­straße. Dort tre­ten große Men­gen Was­ser ins Gebäude ein. Es wurde ein Sand­sack­wall gebaut und gleich­zei­tig pumpt die Feu­er­wehr 15.000 Liter pro Minute aus dem Gebäude. Die große Pump­leis­tung zeigte inzwi­schen seine Wir­kung, sodass das ein­ge­tre­tene Was­ser im Kel­ler lang­sam beginnt zu sin­ken. Im Düs­sel­dor­fer Süden tritt an der Hil­de­ner Straße die Itter über ihren Bach­lauf. Auch die­ses his­to­ri­sche Ereig­nis for­dert die Einsatzkräfte.

Die Leit­stelle wird die ganze Nacht per­so­nell ver­stärkt, sodass alle Dis­po­si­ti­ons­plätze und die Über­lauf­plätze besetzt sind. Unun­ter­bro­chen wer­den der Feu­er­wehr voll­ge­lau­fene Kel­ler gemel­det. Aktu­ell ste­hen rund 450 Unwet­ter­ein­sätze an, die nur nach und nach abge­ar­bei­tet wer­den kön­nen. Seit der letz­ten Nacht sind bereits 718 Ein­sätze abge­wi­ckelt worden.

Die Feu­er­wehr Düs­sel­dorf ist wei­ter mit 390 Ein­satz­kräf­ten im gan­zen Stadt­ge­biet im Ein­satz. Neben Kräf­ten der Berufs­feu­er­wehr sind alle Ein­hei­ten der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr ein­ge­setzt. Zusätz­lich wur­den dienst­freie Kräfte der Berufs­feu­er­wehr alar­miert. Hel­fe­rin­nen und Hel­fer des THW sowie der Düs­sel­dor­fer Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen unter­stüt­zen den gan­zen Tag und die lau­fende Nacht bei der Ein­satz­be­wäl­ti­gung. Es wird davon aus­ge­gan­gen, dass die Bewäl­ti­gung die­ser Extrem­wet­ter­ein­sätze auch den kom­men­den Tag fest die Ein­satz­kräfte fordert.

Die Feu­er­wehr bit­tet alle Bür­ge­rin­nen Bür­ger im Ver­ständ­nis, dass die extrem vie­len und lang­an­hal­ten­den Ein­sätze nur nach und nach und nach ent­spre­chen­der Prio­ri­tät abge­ar­bei­tet wer­den kön­nen. Die ehren­amt­li­chen Feu­er­wehr­leute sind teils seit über 18 Stun­den im Ein­satz. Sie wur­den in Tei­len mehr­fach aus­ge­tauscht und ent­spre­chend ver­sorgt. Die Feu­er­weh­ren in ganz NRW sind groß­flä­chig eben­falls im Unwet­ter­ein­satz, sodass eine nach­bar­schaft­li­che Unter­stüt­zung der­zeit nicht mög­lich ist.