Grup­pen­bild vor dem rhei­ni­schen Som­mer­derby: Auf dem Gelände der Feu­er­wehr­schule in Garath tra­ten die Düs­sel­dor­fer EG, die Kre­feld Pin­guine und die Köl­ner Haie gegen­ein­an­der beim Feu­er­wehr­con­test an,©Landeshauptstadt Düsseldorf/Melanie Zanin

 

Eis­ho­ckey-Pro­fis stel­len sich sport­li­chem Wett­kampf bei der Feu­er­wehr Düsseldorf/Krefeld Pin­guine gewin­nen knapp vor der Düs­sel­dor­fer EG

Dreh­lei­ter erklim­men, Ziel­schie­ßen, Hin­der­nis­lauf: Beim sport­li­chen Feu­er­wehr­con­test am Don­ners­tag, 29. Juli, muss­ten sich die rhei­ni­schen Eis­ho­ckey­pro­fis der Deut­schen Eis­ho­ckey­liga (DEL) ordent­lich ins Zeug legen. An fünf unter­schied­li­chen Sta­tio­nen auf dem Gelände der Feu­er­wehr­schule Düs­sel­dorf in Garath wett­ei­fer­ten die Düs­sel­dor­fer EG, die Kre­fel­der Pin­guine und die Köl­ner Haie mit­ein­an­der um den Titel der bes­ten Mann­schaft im Rhein­land. Nach einem span­nen­den Wett­kampf sicherte sich schließ­lich das Team der Kre­feld Pin­guine mit knap­pem Vor­sprung vor der DEG den Sieg.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler: “Die rhei­ni­schen Eis­ho­ckey-Clubs leben, pfle­gen und lie­ben den Kon­kur­renz­kampf unter­ein­an­der — und tra­gen mit ihrem Rhei­ni­schen Derby bezie­hungs­weise den Stra­ßen­bahn­du­el­len zur Attrak­ti­vi­tät des deut­schen Eis­ho­ckey­sports bei. Kurz bevor die Pro­fi­spie­ler wie­der mit dem Trai­ning auf dem Eis begin­nen, konn­ten sich die gro­ßen Tra­di­ti­ons­ver­eine im rhei­ni­schen Som­mer­derby bei der Düs­sel­dor­fer Feu­er­wehr mit­ein­an­der mes­sen. Ein gelun­ge­ner Wett­kampf, der — wie ich meine — rich­tig Appe­tit auf die neue DEL-Sai­son macht.”

Direkt schon an der ers­ten Sta­tion ging es für die Spie­ler der Mann­schaf­ten wort­wört­lich hoch hin­aus. Gut gesi­chert muss­ten sie nach­ein­an­der eine auf 30 Metern Höhe aus­ge­fah­rene Dreh­lei­ter der Feu­er­wehr erklim­men. Oben ange­kom­men wurde ein Sport­beu­tel mit einem Puck auf den Rücken geschnallt und schon ging es zu Fuß wie­der abwärts. Die Düs­sel­dor­fer EG erzielte mit 1.50 Minu­ten die schnellste Zeit des Tages vor den Kre­feld Pin­gui­nen und über­nahm damit nach der ers­ten Sta­tion die Führung.

Von der Höhen­luft gerade erholt, ging es für die Spie­ler im gewohn­ten Umfeld wei­ter. Beim Staf­fel­lauf, mit einer lee­ren Geträn­ke­kiste in einer Hand und einem Schlä­ger, auf dem der Puck jon­gliert wer­den musste, in der ande­ren Hand, waren Schnel­lig­keit und Geschick­lich­keit gefragt. Die Köl­ner Haie brach­ten inner­halb von vier Minu­ten die 20 Kis­ten auf die andere Seite des Hofs. Dabei zeigte der ein oder andere Spie­ler ein bis­lang ver­kann­tes Talent. Die Kre­feld Pin­guine beleg­ten hier Platz zwei noch vor der Düs­sel­dor­fer EG.

Für nächste Sta­tion im Som­mer­derby galt es den Käfig der Atem­schutz­übungs­stre­cke der Feu­er­wehr Düs­sel­dorf zu bewäl­ti­gen. In der mit ver­schie­de­nen Hin­der­nis­sen und Schi­ka­nen aus­ge­stat­te­ten Übungs­an­lage für Feu­er­wehr­leute muss­ten die Eis­ho­ckey­spie­ler in Zwei­er­teams mit zusätz­li­chen 25 Kilo­gramm Gepäck — bestehend aus der Feu­er­wehr­schutz­klei­dung, Helm und Press­luft­at­mer — gemein­sam den schnells­ten Weg durch die Stre­cke fin­den. Trotz der unge­wohn­ten Aus­rüs­tung hat­ten sich die Spie­ler schnell zurecht­ge­fun­den. Schon nach 1.47 Minu­ten erreichte das Team der Düs­sel­dor­fer EG mit Niklas Pos­tel und David Trink­ber­ger den Aus­gang und ent­schied diese Sta­tion für sich.

An der vier­ten Sta­tion konn­ten die Kufen-Cracks bewei­sen, dass sie die kleine Hart­gum­mi­scheibe gut im Griff haben. Beim Ziel­schie­ßen mit einem Puck muss­ten jeweils die Mann­schafts­lo­gos der bei­den ande­ren Teams abge­schos­sen wer­den. Aus einer Ent­fer­nung von sechs Metern zeig­ten die Pro­fis, dass sie trotzt der Som­mer­pause das Zie­len nicht ver­lernt hat­ten. Als ers­tes räumte das Team der Kre­feld Pin­guine die Logos der bei­den ande­ren Teams ab und ver­wies damit die Düs­sel­dor­fer EG und Köl­ner Haie auf die Plätze.

Der letzte Teil des Som­mer­der­bys war ebenso wie die erste Sta­tion ein Teil des Ein­stel­lungs­tests für die Feu­er­wehr. Ange­hende Feu­er­wehr­leute müs­sen nicht nur die 30 Meter hohe Dreh­lei­ter bis oben erklim­men, son­dern auch einen rund 80 Kilo­gramm schwe­ren Dummy über eine Stre­cke von 66 Metern zie­hen. Das sind nur zwei von ins­ge­samt zehn sport­li­chen Sta­tio­nen, die auf den Weg zur Berufs­feu­er­wehr bewäl­tigt wer­den müssen.

Beim Som­mer­derby gab es für jedes Team eine 55 Kilo­gramm schwe­ren Dummy, der aller­dings über eine Stre­cke von rund 80 Metern hin­ter sich her­ge­zo­gen wer­den musste. Im direk­ten Staf­fel­lauf star­te­ten die drei Mann­schaf­ten aus Düs­sel­dorf, Köln und Kre­feld. Jeder Spie­ler musste die Stre­cke im Rück­wärts­lau­fen mit der Puppe bewäl­ti­gen und danach an das nächste Team­mit­glied über­ge­ben. Beson­ders die Waden- und Ober­schen­kel­mus­ku­la­tur war hier gefragt. Zuerst über­quer­ten die Köl­ner Haie die Ziel­li­nie, knapp gefolgt von den Pin­gui­nen aus Kre­feld, die sich damit bei der ers­ten Teil­nahme am Som­mer­derby den Sieg mit einem Punkt Vor­sprung auf die Düs­sel­dor­fer EG und wei­te­ren zwei Punk­ten dahin­ter die Köl­ner Haie sicherten.

Bei der anschlie­ßen­den Sie­ger­eh­rung waren sich alle Eis­ho­ckey­spie­ler einig, nicht nur die Leis­tungs­sport­ler müs­sen fit sein, son­dern auch die Feu­er­wehr­leute. Beson­ders der Auf­stieg der 30 Meter hohen Dreh­lei­ter sorgte vor dem Wett­kampf für viel Respekt bei den Kufen-Cracks. Auch wenn es auf dem Eis zwi­schen den drei Mann­schaf­ten immer eine gewisse Riva­li­tät gibt, so war die­ser beson­dere, aber immer sport­li­che faire Wett­kampf bei der Feu­er­wehr Düs­sel­dorf ein gelun­ge­ner Start in die Vor­be­rei­tung der neuen Eishockeysaison.